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Surface: Spiel der Götter



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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 01.12.2014
Deutsch (Normal): 05.03.2015

Schwacher sechster Teil, der nicht mehr als eine gute Geschichte zu bieten hat
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Zusammen mit unseren drei Freunden sind wir Teilnehmerin an einer bezahlten Forschungsstudie und freuen uns schon sehr darauf. Doch als wir am vereinbarten Treffpunkt ankommen, werden wir Zeuge, wie Maggie von einer furchterregenden Person weggeschleift wird. Jim und Kevin sind bereits verschwunden. Auf dem Tisch liegt ein Spielbrett und wir bringen schnell in Erfahrung, dass wir uns mitten in einem gefährlichen Abenteuer befinden, bei dem jeder Zug unser letzter sein könnte. Doch wir haben keine andere Wahl, wenn wir die Leben unserer Freunde und unser eigenes retten wollen.

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Die Handlung ist hier tatsächlich der interessanteste und spannendste Teil. Wir tauchen in verschiedene Welten ein und befreien daraus nach und nach unsere Kameraden, bis wir im großen Finale gegen die Götter selbst antreten müssen. Aber wieder gibt es unzählige Zwischensequenzen und Dialoge, was wie beim Vorgänger die recht kurze Spielzeit erheblich hinauszögert. Zusätzlich wurden noch kleine Nebenstränge eingearbeitet, die von denen berichten, die auch am Spiel teilgenommen haben, aber es nicht lebendig heraus schafften. Die Protagonisten sind dennoch gut animiert und ihre Aktionen nett anzusehen.

Bei den Schwierigkeitsstufen erhalten wir vier Möglichkeiten. Eine davon ist ein Modus, bei dem wir uns die wenigen Unterpunkte selbst zusammenstellen können. Es handelt sich dabei um die Aufladegeschwindigkeit der Funktionen Tipp und überspringen, ob die Aufgaben angezeigt werden sollen, ob Hinweisglitzern in den einzelnen Bereichen und in den Wimmelbildern erwünscht ist und so weiter und so fort. Eine änderung ist selbstverständlich jederzeit möglich.

Wir bekommen eine Karte, über die wir uns fortbewegen können. Allerdings ist diese ziemlich nutzlos, da so viele aktive Szenen gleichzeitig angezeigt werden, dass wir dort schnell den überblick verlieren. Meist handelt es sich dann nur um Zwischenschritte, die uns aber im Spielverlauf nicht weiter bringen. Dort integriert ist ein Tagebuch, das aber keine brauchbaren Informationen enthält. Besser voran kommen wir, wenn wir den Tipp nutzen, der um einiges zuverlässiger arbeitet als bereits erwähnte Karte. Ferner befinden sich wieder Gegenstände in unserem Inventar, die mit einem Plus-Symbol gekennzeichnet sind. Nicht selten öffnet sich ein kleines Minispiel, wenn wir darauf klicken oder das Objekt vervollständigen. Einige Male stehen uns auch tierische Helfer zur Seite, die aber nach einmaliger Hilfeleistung wieder verschwunden sind. Sehr ärgerlich ist die Tatsache, dass wir ständig dieselben Dinge einsammeln müssen, weil sie nur kurz bei uns verweilen, ein Punkt, den diese Entwickler wohl niemals lernen werden.

Die Anzahl der Wimmelbilder ist überschaubar. Die wenigen sind aber alle etwas unterschiedlich gestaltet und aufgrund glasklarer Darstellungen einfach zu Händeln. So ist es beispielsweise unsere Aufgabe, gleiche Paare zu finden, wobei sich die einzelnen Stücke aber hinter anderen Gegenständen versteckt haben. Zusätzlich kommen Wortsuchlisten mit Interaktionen vor, Umriss-Suchen und Utensilien ausfindig machen, die in einer Erzählung hervorgehoben werden. Jedes Wimmelbild besuchen wir nur einmal, zudem sind sie in großen Abständen im Spiel verteilt.

Ein Desaster sind allerdings die Rätsel. Häufig treffen wir sie nur im Fenstermodus an und lösen sie dann überwiegend mit zwei oder drei Klicks. Aus jeder noch so kleinen Aufgabe wurde hier auf Teufel komm raus ein Puzzle erstellt. Nicht einmal die berühmt berüchtigten Dreijährigen werden dadurch herausgefordert, nein, selbst die würden sich vermutlich auf den Schlips getreten fühlen. Wir ordnen vier Vogelfedern der Größe nach an, wiederholen Glockenläuten, stellen eine Brücke wieder her, drehen Kacheln oder Ringe, bis ein Bild entsteht und verschieben Symbole an die vorgegebene Stelle. Was grafisch wirklich gut umgesetzt wurde, ist inhaltlich leider nur eine Lachnummer.

Wen wundert es da, dass wir nach nicht einmal drei Stunden also den Göttern gegenüber stehen und den vermeintlich letzten Kampf bestreiten. Wer allerdings einen Blick ins ebenso kurze Bonuskapitel riskiert, wird schnell merken, dass es da munter weiter geht und erst dort die allerletzte Schlacht stattfindet. Zudem werden wir darüber aufgeklärt, wie alles begann und was Evan, der Spielleiter, damit zu tun hat. Die Extras bestehen aus Blumen, die wir überall einsammeln können. Mit ihnen können wir Einrichtungsgegenstände für unsere Wohnung kaufen, was aber rein gar nichts mit dem Spiel zu tun hat. Zusätzlich sind 13 Charaktere als Spielfiguren überall verteilt. Neben Auszeichnungen sind auch noch Bildschirmschoner, Wallpapers, Konzeptkunst und die Musik vorhanden.

Die Geschichte zu „Surface: Spiel der Götter“ macht durchaus Laune und weicht etwas vom gängigen Einerlei ab. Selbst die Wimmelbilder sind für Elephant Games Verhältnisse akzeptabel. Die Spieldauer, das abgeschnittene Bonuskapitel und die furchtbaren Rätsel sind hingegen eine Frechheit und wurden mit angezogener Handbremse erstellt. Was bei „Surface: Reel Life“ noch gelobt wurde, ist hier anscheinend in Vergessenheit geraten, da man vermutlich von einem Selbstläufer in Sachen Verkauf ausgeht. Die Probestunde ist ein Muss, auch für Fans. Von der Sammleredition kann man guten Gewissens abraten.


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