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Surface: Allein im Nebel


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games


Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 20.06.2015
Deutsch (Normal): 02.10.2015

Teil 7 einer Serie, die immer schlechter (und kürzer) wird
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Als du an deinem 16. Geburtstag erwachst und dein Zimmer verlassen will, scheint ein Schatten dich im Zimmer einzuschließen. Als du dich befreit hast, ist im Haus alles für deine Party vorbereitet.... nur deine Eltern scheinen verschwunden. Deine Freundin Mary kommt vorbei und es stellt sich heraus: Alle Erwachsenen sind fort - spurlos verschwunden. Alles weist auf das Waisenhaus der Stadt hin und du machst dich auf die Suche. Und findest heraus, dass man sehr vorsichtig sein sollte, mit dem, was man sich wünscht.

Innerhalb von vier Modi bezüglich des Schwierigkeitsgrades ist auch ein Individual-Modus auswählbar. Hier kannst du Spielkomponenten nach eigenen Wünschen justieren. Als Helfer gibt es eine Karte. Da die leider nicht immer unzuverlässig ist und auch noch schlecht erkennen lässt, was wo ist, kann man sie getrost meiden. Das Spiel ist zwar nicht sonderlich gradlinig, doch bewegt man sich immer in einem kleinen Rahmen. Der Tipp hilft aus, wenn man schnell von A nach C möchte und erweist sich als sehr viel verlässlicher als die Karte. Zeitweise steht dir auch ein Hund als Helfer zur Seite, verscheucht andere Tiere oder krabbelt in enge Zwischenräume.

Bei den Wimmelbildern finden sich in Surface: Allein im Nebel Umriss-Suchen mit Interaktion, suche Gegenstände und stelle sie anschließend an den richigen Platz, einfache Wortsuchliste in denen das Suchobjekt verschoben wird, um ein Einzeltteil für das Inventarobjekt zu finden, finde Objekte, um die Wortsuchliste freizuschalten und mehrmals eine extrem langweilige Bildergeschichte. Man hat sich wirklich bemüht, für Abwechslung zu sorgen, doch auch Variantenreichtum ist nicht alles, wenn der rechte Spielspaß nur selten aufkommt.

Bei den Puzzles findet sich zwar nichts sonderlich Aufregendes oder Neues, doch alles was angeboten wird, ist ein gutes Mittelmaß. Puzzlefreunde werden sich nicht langweilen, Anfänger in diesem Genre oder Spieler, die Puzzles nicht so gern spielen, werden nicht frustriert sein. Insofern hat Elephant Games hier genau die richtige Balance getroffen.

Größtenteils sehr schlecht gewählt sind die Stimmen der Charaktere, die du triffst. In der Hauptsache sind das Kinder und selten haben Erwachsene Kinderstimmen so grausig imitiert. Einzig der Wünschemaster hat eine Stimme, die zu ihm passt, seinen Charakter und das Spiel unterstreicht. Auch die Grafiken sind ungwöhnlich langweilig für Elephant Games, auch und gerade in der Traumwelt, in die du gebracht wirst. Positiv aber ist die Musik, stimmungsvoll und passend für das Spiel. Atmosphäre aber kommt nur auf, wenn man seine Phantasie über das Spiel hinaus bemüht. Wenn man sich auf die zu oberflächlich erzählte, grundsätzlich aber von der Basis her gute Geschichte einlässt und sie weiterspinnt.

Logik in Spielen von Elephant Games liegt immer am Rande des Irsinns. Und so ist es z.B. klar, dass man einen simplen Luftballon nicht mit einer Schere zerstören kann, sondern eine Pinnwand-Nadel dafür braucht (die selbstverständlich erst aufwändig gefunden werden muss). Grundsätzlich ist es auch schwierig, eine 16jährige als "Identifikationsperson" zu haben. Altklug kommt sie daher, völlig untypisch und unglaubwürdig für Jemanden ihres Alters.

In der Sammleredition findest du im Verlauf des Spieles Blumen. Sie dienen dazu, sechs Figuren freizuschalten, die es dir erlauben, je eine Wimmelbildszene und ein Puzzle, beides mit Zeitlimit, immer wieder zu spielen. Du hast nicht alle gefunden? Schade für dich... in seiner unendlichen Weisheit hat der Entwickler sich entschlossen, dir in einem solchen Fall vorzuenthalten, wofür du bezahlt hast. Neben einem kurzen Bonus-Spiel, das mit dem Hauptteil nur den Wunschmeister gemeinsam hat, gibt es ansonsten Auszeichnung, Hintergründe, Musik und Bildschirmschoner. Das war's.

Die Spieldauer ist eher unbefriedigend, für jeden Geschichtenliebhaber ist es das Ende auch. Vieles bleibt ungeklärt und auch die Fortsetzung in der Sammleredition klärt nicht auf, sondern lässt gar noch Raum für die (nicht unbedingt freudige) Vorstellung, dass dieser Geschichtsstrang eine weitere Fortsetzung erhalten könnte

Surface: Allein im Nebel ist schon vom Titel her ziemlich seltsam. Nebel spielt hier keine Rolle und vermutlich fallen jedem, der es spielt, spontan fünf bis zehn Titel ein, die besser passen würden. Es fehlt an Liebe zum Detail, Spielzeit, Engagement des Entwicklers. Das Spiel wirkt grau, über das Maß hinaus, das die Geschichte "verlangt". Die Sammleredition ist eine Frechheit, die Normalversion nur mit einem Freicode zu empfehlen, wenn man sonst nichts anderes von Interesse findet. Surface war eine sehr gute Serie, doch sie ist auf dem absteigenden Ast. Man sollte gehen, wenn es am Schönsten ist, sagt der Volksmund. Den Zeitpunkt hat Elephant Games bei Surface definitiv verpasst.


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