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Stray Souls: Gestohlene Erinnerungen


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Herausgeber: Alawar
Entwickler: Friday's Games

Download (Sammler): BigFish Games.de
Download (Normal): BigFish Games.com

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Autor: Elke M.
Datum: 09.07.2013
Deutsch (Sammler): 19.09.2013

Wir sind Rose Carter, und feiern mit unserer Tochter Julie alleine ihren 12. Geburtstag, weil unser Mann Brian vor einigen Monaten spurlos verschwunden ist. Just erscheint er uns im Fernsehgerät und Julie erkennt den Ort, an dem er sich zu befinden scheint, aus ihren Träumen wieder. Flugs setzen wir uns ins Auto und machen uns auf den Weg zu einem abgelegenen Motel. Als wir Brians Zimmer ausfindig gemacht haben, öffnet das Kind eine seltsame Türe, hinter der sofort jemand nach ihr greift und sie verschleppt.

Danach verschließt sich der Zugang wieder und wir müssen uns weiter im Hotelzimmer umsehen. Auf dem Bett sitzt eine gehäkelte Puppe, die sprechen kann und uns ihre Hilfe anbietet. Des Weiteren finden wir ein Videoband, auf dem unser Mann uns eine Nachricht hinterlassen hat. Demnach gibt es ein dunkles Geheimnis in seiner Kindheit und das Puppenhaus im Zimmer, das er eigentlich Julie zum Geburtstag schenken wollte, wird uns die Geschichte dazu erzählen.

Von diesem Moment an ist uns die namenlose Puppe zur Seite gestellt, allerdings „arbeitet“ sie nicht für uns, sondern ist lediglich dazu berufen, uns mündlich Informationen zu den einzelnen weiteren Geschehnissen zu geben. Bekannt ist sie uns schon aus dem ersten Teil „Stray Souls: Das Haus der Puppen“. Und wie beim besagten Vorgänger haben wir es in dieser Geschichte wieder mit einem Puppenhaus zu tun, für das wir nach und nach Figürchen finden und so die ganzen vergangenen Ereignisse erzählt bekommen.

Wir können aus zwei Schwierigkeitsgraden wählen, im einfachen Modus beträgt die Aufladezeit des Tipps 30 Sekunden, es gibt ein Hinweis-Funkeln und eine Einführung ist verfügbar. Im Experten-Modus dauert das Aufladen zwei Minuten, es glitzert nichts und man kann kein Tutorial spielen, aber seine Wahl jederzeit über die Optionen ändern.

Die Grafik ist wunderbar verspielt und farbenfroh, und obwohl viele Szenen in der Dunkelheit spielen hat man nie den Eindruck, etwas nicht erkennen zu können. Die Musik ist passend düster zur Handlung komponiert, und unterstreicht gut die leicht gruselige Erzählung. Ein Fauxpas ereignete sich aber anscheinend bei der Synchronisation der Lehrerin, da der geneigte Spieler unüberhörbar an  Paris Hilton erinnert wird.

Wimmelbilder, die wir im Hauptspiel alle nur einmal spielen,  sind hier sehr rar gesät, dafür in mehreren Varianten vorhanden. Zum einen gibt es sechs Wortsuchlisten mit und ohne Interaktionen, wobei es nicht wirklich was zu tun gibt, außer mal etwas beiseite zu schieben, oder einen versteckten Bereich anklicken. Zum anderen, gibt es die Umriss-Suche, bei der wir ein Objekt finden, mit diesem einen neuen Gegenstand erlangen und so weiter, bis ein Utensil in unser Inventar wandert. Ebenso vorhanden ist die Version, bei der wir 12 gleiche Gegenstände finden müssen.

Eine Verschlechterung zum ersten Teil sind unverkennbar die Minispiele. Es gibt keines, das wir nicht schon kennen, und der Schwierigkeitsgrad ist so ausgerichtet, dass Fortgeschrittene nur ein müdes Lächeln über die Lippen bringen werden, wenn sie darauf stoßen. Wir drehen ein paar Scheiben, malen nach Zahlen, vertauschen Sternzeichensymbole und bauen ein Flugzeug zusammen. Aus diesem Grund hat man vermutlich im Handbuch auf den kompletten Text verzichtet und es nur mit Bildern ausstaffiert, da wir es nicht zu Rate ziehen müssen. Außer wir wollen wegen eines Codes nicht nochmal zurücklaufen, nachdem wir feststellen, dass das Tagebuch diesen manchmal nicht mit notiert.  Und wo wir schon beim Thema Wege sind, eine Karte steht uns auch zur Verfügung, mit Springfunktion und der Anzeige, wo noch etwas zu tun ist. Durchgehend können wir aber alle Orte problemlos zu Fuß bewältigen, da Bereich um Bereich abgearbeitet und danach auch nicht mehr besucht wird. Insgesamt hat alles einen logischen Aufbau und eine sehr gerade Linie.

Den Funken Kreativität finden wir dann doch noch und zwar in Form von unzähligen Schlössern, die wir des öfteren aufsperren müssen. Jedes ist anders, teilweise animiert und immer schön anzusehen. Zudem schließen sich Szenen selbstständig, wenn dort nichts mehr zu erledigen ist.

Bei „Stray Souls: Gestohlene Erinnerungen“ ist die Handlung komplett anders, als bei „Stray Souls: Das Haus der Puppen“. Allerdings wurden einige Teile übernommen, und durchaus passend in das Geschehen eingebaut. Die Story ist schlüssig und relativ interessant, das Ende nachvollziehbar. Am unteren Rand befindet sich die Spiellänge, die mit 2,5 Stunden für das Hauptspiel viel zu kurz geraten ist. In der Sammleredition kommen beim Bonuslevel nochmal ca. 60 Minuten hinzu. Wir absolvieren diesen als Geheimagent Robin Chase und erfahren, wie es zu all diesen mysteriösen Umständen kam. Wer wie beim ersten Teil sich auf Chamäleonobjekte gefreut hat, wird hier enttäuscht werden. Auch Auszeichnungen sucht man vergebens. Nachtrag: Maja hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass die deutsche Version des Spieles sowohl "Experten-Objekte" als auch Auszeichnungen hat. Dies ist mehr als ungewöhnlich und konnte nicht vorhergesehen werden. Allerdings ändert dies an der Wertung nichts, da diese sich auf das Spiel als Normalversion bezieht, nicht auf die Sammleredition. Als Extra hat man Wallpapers, Musik, 16 wiederspielbar Minispiele und Konzeptkunst zur Verfügung gestellt.

Das Spiel ist ein ewiges Auf und Ab. Zum einen freuen wir uns über grafisch gelungene Schauplätze, eine vernünftige Handlung, Detailverliebtheit und ein immer gut gefülltes Inventar. Zum anderen ärgern wir uns aber über die Spiellänge, die Lustlosigkeit bei den Minispielen und den fehlenden Schwierigkeitsgrad im gesamten Verlauf. Und gerade weil eine ziemlich lange Zeit zwischen beiden Teilen verstrichen ist, hätte man erwarten können, dass uns ein absolutes Highlight 2013 erwartet, stattdessen ist es nur ein unter seinen Möglichkeiten gebliebenes Spektakel, das man so nicht gebraucht hätte.


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