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Strange Cases: Gesichter der Rache

tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Sulus Games

Download: BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 10.10.2013

Spannendes Wimmelbild-Abenteuer, das etwas zu kurz geraten ist
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Erneut werden wir als Agentin Claire Ellery tätig. Seit die Eltern der kleinen Anna in „Strange Cases: Das Geheimnis des Leuchtturms“ ums Leben gekommen sind, haben wir uns dem Mädchen angenommen. Nun wurde sie entführt, allerdings wurde kein Lösegeld gefordert. Uns erreichte lediglich eine geheimnisvolle Tarotkarte, der wir folgen sollen.

Ab jetzt steht uns ein Horrorszenario bevor. Wir werden in ein verlassenes Kaufhaus gelockt, um dort den Fallen eines rachsüchtigen Psychopaten auszuweichen. Werden wir Anna finden? Können wir unser Leben retten und den Täter überführen?

Die Grafik wirkt farblos und leicht verwaschen, was allerdings gut zur Geschichte passt. Die wenigen Probanden, mit denen wir es hier zu tun bekommen, agieren dagegen sehr steif und leblos. Unaufdringliche Musik, die wiederum hervorragend zum Geschehen ausgewählt wurde, tönt im Hintergrund. Dazu hören wir aus den Lautsprechern des Kaufhauses blechern die Boshaftigkeiten unseres Widersachers.

Es werden uns die Schwierigkeitsgrade „Leicht“, „Normal“ und „Schwierig“ angeboten. Die ersteren beiden unterscheiden sich nur in der Aufladegeschwindigkeit von Tipp und überspringen und ob aktive Bereiche durch ein Glitzern gekennzeichnet sind. Im schwierigen Modus sind der Tipp-Button und die überspringen-Funktion nicht verfügbar, auch dort finden wir keine Hilfestellung durch markierte Orte. Allerdings können wir den Schwierigkeitsgrad jederzeit über Optionen wechseln.

über eine Karte, die wir gleich zu Beginn finden, können wir uns im Kaufhaus fortbewegen. Sie zeigt uns unseren aktuellen Standort an, zudem werden mit einem blauen Stern die Szenen gekennzeichnet, an denen im Moment noch etwas zu tun ist. Das Ganze ist sehr überschaubar angeordnet, selten sind mehrere Orte gleichzeitig wichtig für unser Vorankommen. So behalten wir auch gut in Erinnerung wo unser knappes Inventar zum Einsatz kommen soll. Auf ein Journal wurde komplett verzichtet, Codes erhalten wir per Zettel.

Von insgesamt 23 Wimmelbildern spielen wir 9 zweimal und eines sogar ein drittes Mal. Der Aufbau folgt dem Prinzip von „Strange Cases: Das Geheimnis von Grey Mist Lake“. Anfangs ist es immer notwendig eine Karte im Bild zu finden, die uns eine Wortsuchliste öffnet. Einige farbig gekennzeichnete Begriffe darauf sind nur über kleine Interaktion zu entdecken. Die ersten beiden Wimmelbilder, die wir doppelt spielen, sind eine Umriss-Suche. Danach taucht diese Variante nicht mehr auf, und wir sind wieder gezwungen, mit den klassischen Wortsuchlisten Vorlieb zu nehmen, allerdings halten alle Wimmelbilder kleine Aufgaben für uns parat.

Die ersten der 20 Minispiele sind recht einfach zu lösen. Erst ab der Hälfte des Spiels steigert sich zwar nicht der Schwierigkeitsgrad, aber unsere Geduld wird auf eine harte Probe gestellt. Viele Rätsel sind nur mit großer Tüftelarbeit und endlosem Probieren zu lösen. Verständlich, wenn da der ein oder andere unter uns zur überspringen-Funktion greift. Wir sortieren Bücherrücken, bis sie ein vollständiges Bild ergeben, wir tauschen rote mit blauen Knöpfen auf einem Spielbrett und wir lassen Scheiben rotieren, bis die Murmeln ihren Bestimmungsort erreicht haben.

Doch trotz vieler Wimmelbilder und Puzzles endet die Geschichte nach max. 3 Stunden. Und leider ist das Ende vollkommen schludrig produziert worden. Nimmt die Story zwischendrin noch eine überraschende Wendung, ist der Schluss mit einer kurzen Szene abgehandelt worden. Das merken wir auch daran, dass sich Wimmelbild an Wimmelbild reiht, wir dadurch noch ein paar Gegenstände finden, um dann das Finale einleiten zu können. Alles, was Sulus Games vorher durch einen guten Spannungsbogen aufgebaut haben, machen sie mit diesem Fiasko zunichte.

„Strange Cases: Gesichter der Rache“ hat eine tolle Handlung, unblutig, aber mit viel psychischem Grusel. Wir werden gut ins Geschehen eingeführt, auch wenn wir die anderen Teile der Reihe nicht kennen, und können dem roten Faden jederzeit folgen. Durch die Spiellänge und das richtig schlechte Ende kommt das Spiel aber nicht über Mittelmaß hinaus, und dabei wäre es so schön gewesen, nach dem verhältnismäßig schlechten „Strange Cases: Das Geheimnis von Grey Mist Lake“ auf einen ausgeklügelteren Nachfolger zu stoßen. Leider haben die Entwickler ihr Tempo nicht bis zum Schluss durchgehalten.


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