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Spirits of Mystery: Der Gesang des Phoenix

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 13.04.2012
Deutsch (Normal): 06.07.2012


Seit Jahrhunderten sind die beiden Königreiche verfeindet, doch die Hochzeit aus Liebe zwischen der Prinzessin aus dem Reich der Drachen und des Prinzen aus dem Reich des Phönix soll all dies ändern. Am Tag vor der Hochzeit aber ereilt die Prinzessin ein schreckliche Nachricht. Der Cousin von Prinz Thyrian hat diesen gefangen genommen und sich als Herrscher eingesetzt. Er selbst will die Prinzessin heiraten und gemeinsam mit seiner Herrin, einer bösen Hexe, über beide Königreiche regieren. Die Hexe, noch in Stein gefangen, kann nur dann ihre ganze Macht wiedererlangen, wenn die beiden Königreiche nicht in Liebe miteinander verbunden werden. Die Prinzessin macht sich auf den Weg - den Bösewicht zu stoppen und ihren geliebten Prinzen zu finden.

Nur um von Beginn an keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Mit Teil 1 dieser Serie, Spirits of Mystery: Amber Maiden (Dunkler Fluch), hat dieses Spiel nur den Entwickler und die ersten drei Worte des Titels gemeinsam. Offensichtlich glaubt man bei ERS, dass ein Spiel sich nur dann verkaufen lässt, wenn man es aussehen lässt, als habe es einen Vorgänger. Dabei hat Spirits of Mystery: Der Gesang des Phoenix keine Vorspiegelung falscher Tatsachen nötig. Es spricht für sich selbst. Und zwar in einer Sprache, die ich bei ERS selten finde.

Schon die Wimmelbildszenen sind hier aussergewöhnlich, zumindest viele davon. Deine Suchobjekte siehst du als Umrisse - viele davon wirst du aber in der Szene nicht direkt finden. Vielmehr müssen die gefundenen Objekte genutzt werden, um Aktionen auszulösen. Und das bezieht sich eben nicht nur darauf, dass du eine Türe öffnen oder mit einem Hammer eine Vase zerschlagen musst. Größtenteils clever gemacht, machen diese Szenen auch beim zweiten Mal erheblich mehr Spaß als die Wimmelbilder mit Wortsuchlisten, die aber auch interaktive Suchobjekte beinhalten. Auch diese Szenen spielst du alle zweimal.

Puzzle gibt es viele. Sie sind im großen Ganzen das Übliche und aus dem Bereich Logik/Geduld. Aber auch ERS hat die "Neustart"-Funktion entdeckt. So macht es erheblich mehr Spaß, zu knobeln und auszuprobieren. Sie sind für Anfänger lösbar und trotzdem für Puzzlefreunde nicht langweilig, nett eingefügt in die jeweiligen Szenen und haben, zumindest mit viel Kreativität, in der Regel auch situationsbezogen Sinn.

Spirits of Mystery: Der Gesang des Phoenix braucht ein wenig Zeit, um in Gang zu kommen. Die drei bis vier Orte, die du anfänglich stets zur Verfügung hast (du kannst dich beliebig vor und zurück bewegen, aber es gibt halt nur in sehr beschränktem Umfeld etwas zu tun), sind sehr gradlinig aufgebaut, viel Abenteuer ist hier nicht zu erleben. Erst im Verlauf des Spieles ändert sich dies ein wenig. Die Bewegungsfreiheit macht mehr Sinn und du wirst nicht mehr so häufig ein Objekt von A nach B tragen und es dort auch gleich nutzen. Eine Karte gibt es nicht, ist aber auch nicht wirklich nötig.

Die drei Modi zur Auswahl unterscheiden sich zum einen durch die Aufladezeiten (die auch im Casual Modus nicht gerade an einen Sprint erinnern), durch glitzern bei aktiven Stellen und im "schwierigsten" Modus wird darauf verzichtet, dir (eher mäßig) informative Text am oberen Bildschirmrand zu präsentieren, wenn du etwas anklickst. Die Grafiken sind wirklich hübsch gemacht und detailliert, auf Schockmomente oder ähnliches hat man durchweg verzichtet. Die Musik hört sich bekannt an, was entweder an ihrer Einfachheit liegt oder daran, dass ERS sie tatsächlich schon in einem anderen Spiel benutzt hat, ohne dass man direkt darauf kommt, wo. Vielleicht der einzige Zusammenhang mit dem Vorgänger?

Die Spielzeit liegt bei 4 - 4,5 Stunden inklusive Sammler-Extra, welches etwa 20-30 Minuten ausmacht. Vieles hängt sicherlich davon ab, ob man alle Puzzle löst oder viele überspringt. Geschichtlich gesehen ist das Spiel platt und bietet absolut keine Spannung. Gut und Böse sind klar defininiert, das Ziel ist klar, die Rollen verteilt, es gibt keine Überraschungen, es geschieht absolut nichts Unerwartetes. Allerdings hat die Geschichte in der Normalversion ein vernünftiges Ende, was man ja nicht von allen Spielen dieses Genre behaupten kann. Im Sammlerextra gibt es sogar ein paar neue Orte und auch diese Geschichte steht für sich allein.

Spirits of Mystery: Der Gesang des Phoenix ist ein gutes Spiel, eines das Spaß macht. Es fehlt an Spannung, an echten Höhepunkten und es braucht seine Zeit, bis es wirklich losgeht. Ein Abenteuer wird es bis zum Ende nicht, dafür fehlt es an Tiefe, aber ansonsten ist es gut gemacht. Die Puzzle-Wimmelbilder sind interessant und geben dem Spiel das bisschen Extra, was es von anderen abhebt. Den Probedownload ist es auf jeden Fall wert und im Vergleich zu anderen Spielen, steigert sich Spirits of Mystery: Der Gesang des Phoenix nach der Probestunde und lässt nicht genau dann nach.

 


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