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Small Town Terrors: Livingston


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Gunnar Games

Download: Bigfish Games.de

Wenn Du Small Town Terrors: Livingston auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 18.03.2012
Deutsch: 03.08.2012


Du siehst in der Vorgeschichte, wie in einer Chemiefabrik offensichtlich irgendetwas schief geht. Dann wechselt die Ansicht; Vater, Mutter und Tochter im Auto. Plötzlich taucht etwas direkt vor dem Wagen auf. Vater bremst, gerät ins Schleudern, der obligatorische Unfall halt. Als du erwachst, stellst du fest, dass du dich in einem verwüsteten Krankenhaus befindest. Deine Familie scheint verschwunden, du bist völlig allein. Und machst dich auf dich Suche, nach Mann, Kind, irgendwem.

Manchmal stellt man fest, dass man Vorurteile hat. Der Entwickler von Small Town Terrors: Livingston ist Gunnar Games. Die sind bisher nicht gerade mit Glanzstücken bekannt geworden. Sondern vor allem mit den schlechten Teilen von Hidden Mysterie, Wimmelbildern mit schlechten Grafiken und 1,5 - 2 Stunden Spielzeit und einigen anderen schlechten Spielen (Plan it green, Elisabeth MD z.B.). Und genau deshalb war der Beginn eher lustlos, von meiner Seite, bis ich dann feststellte: Diesmal hat Gunnar Games uns ein Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer gebracht, das diesen Namen auch verdient.

Schon bald stellst du fest, dass du kreativ sein musst, um allein aus dem Krankenhaus zu entfliehen. Wimmelbilder, herumliegende Gegenstände und Puzzle helfen dir dabei, aber auch ausserhalb des Krankenhauses wird es nicht besser. Das Spiel ist in Kapitel unterteilt, gekennzeichnet durch kurze Videoeinblendungen. Und dies bedeutet dann auch immer, dass du an einen Ort gebracht wirst, den du zwar selber erreicht hast, aber das letzte Stück Weg gehst du nicht selber. Dies schränkt deine Bewegungsfreiheit etwas ein und da die Wege manchmal etwas verschlungen sind, ist das auch gut so.

Ein wenig Orientierung (aber auch nicht mehr) gibt dir die Karte. Sie zeigt dir an, wo du gerade bist, benennt zwar keine Orte, aber die Karte ist wie eine Miniaturszene deines gesamten Bewegungsraumes und somit kann man kann gut erkennen, wie man zum gewünschten Ort kommt. Der Tipp (Aufladedauer ist abhängig davon, welchen der beiden Modi du zu Beginn wählst) sagt dir ausserhalb von Wimmelbildszenen oder wenn es nichts mehr zu sehen/tun gibt in der Szene nur, dass du an einem anderen Ort suchen sollst. Wenn der Tipp dir ein zu lösendes Rätsel anzeigt, dann ist es gut möglich, dass du nur einen Inventargegenstand ablegen, das Rätsel/Puzzle aber noch nicht lösen kannst.

Die Puzzles sind eine besondere Überraschung angesichts des Entwicklers. Nicht wirklich neu, aber ausschließlich auf Logik aufgebaut. Alle sind lösbar, einige aber brauchen ihre Zeit und sind auch für gewiefte Puzzler nicht in Hopp-Hopp-Manier zu lösen. Und sie sind nicht einfach nur so eingesetzt: Sie machen Sinn und passen in die jeweiligen Szenen. Wenn nötig, sind die Puzzles mit einer Neustartfunktion versehen. Deine Inventarobjekte trägst du mal mehr, mal weniger lange mit dir herum. Der Einsatz ist logisch, manchmal aber durchaus aus kreativ.

Die Grafiken sind nicht überragend, aber sie sind gut, klar und deutlich. Die Wimmelbildszenen haben manchmal, aber nicht immer zusätzliche Objekte. Alle Gegenstände sind gut gut zu erkennen, die Szenen zwar vollgemüllt, aber nicht überladen. Und auch die Musik/Hintergrundgeräusche sind nicht gerade Mozart, aber gut gemacht und kein 2-Ton-Ohrwurm.

Was weniger gut gelungen, wenn auch gut gemeint, ist, das ist die Aufgabenliste. Denn die kann zum echten Spielverderber werden. Nicht nur werden deine aktuellen Aufgaben angezeigt; jede Aufgabe hat Unterpunkte und die erklären dir viel, viel, viel zu viel. Es würde reichen, dass man sagt: Um an einen Haken zu kommen, musst du zunächst in den Raum rechts von der Küche. Wenn aber dann auch noch erklärt wird wie du in den Raum kommst, wo genau der Haken liegt und was du tun musst, um diesen Haken zu bekommen, dann ist das kein Hinweis mehr, sondern eine Lösungshilfe und das sollte man dabei sagen. Wer also lieber selber spielen möchte, dem sei von der Nutzung der Aufgabenliste dringend abgeraten. Zumindest die Unterpunkte sollte man dann nicht anklicken.

Du wirst nur sehr begrenzt erfahren, was tatsächlich in Livingston passiert ist, aber im Grunde spielt es keine Rolle. Du bist mit den Folgen von etwas konfrontiert, was so hätte nicht passieren sollen. Du willst nicht die Welt vor den Konsequenzen, sondern nur deine Familie retten. Ob dir das gelingt? Small Town Terrors: Livingston - ein Spiel dessen Ende zu Spekulationen einlädt. Wird es eine Fortsetzung geben oder will man nur deine Fantasie anregen? Egal, welche Antwort die richtige ist: Eine Fortsetzung dieses Spiele wäre, bei gleicher Qualität sicherlich spannend und die Fantasie kann diese Geschichte herrlich weiterspinnen.

Small Town Terrors: Livingston ist spannend, unterhaltsam, hat eine gute Balance zwischen Wimmel-, Abenteuer- und Puzzleanteilen. Es macht Spaß, fordert das Köpfchen und ist doch zu keinem Zeitpunkt frustrierend. Wer die Aufgabenliste nur im absoluten Notfall benutzt und die Puzzle nicht überspringt, wird zwischen fünf und sechs Stunden Spielzeit haben und das ist absolut im oberen Bereich. Small Town Terrors: Livingston ist Terror ohne krampfhaft Angst herauf zu beschwören. Es ist spannend und wer sich in der Probezeit nicht langweilt, der wird auch am Rest des Spieles Freunde haben.


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