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Small Town Terrors: Galdor's Bluff

tassentassentassen
Herausgeber: Bigfish Games
Entwickler: Gunnar Games

Download (Normal): Bigfish Games.de
Download (Sammler): Bigfish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 18.03.2015
Deutsch (Normal): 23.06.2015

Dritter und sehr kurz geratener Teil mit vielen Wimmelbildern und Solitär als Alternative
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Aufgrund unserer guten Reputation als Detective werden wir von dem Zauberer Thurman zu seiner Premiere eingeladen. Er ist einer der weltbesten Illusionisten und darüber besorgt, dass jemand seine Vorstellung sabotieren könnte. Unsere Aufgabe besteht eigentlich nur darin, Verdächtige genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch so weit kommt es schließlich gar nicht, denn wie es scheint, verbrennt der Magier noch während seiner Show. Und umso tiefer wir anschließend in die Geschichte eintauchen, umso mehr Details zu seiner Vergangenheit kommen ans Licht.

Das Handlungsgerüst ist keineswegs neu, denn nur zur Genüge werden uns Themen wie Rivalität, Konkurrenzkampf und das damit verbundene Böse aufgetischt. Hier wird es allerdings in eine einigermaßen schön verpackte Welt der Magie eingebunden, die zumindest grafisch ansprechend und nicht zu überladen ist. Anfangs erscheinen die Dialoge endlos, das bessert sich aber im weiteren Spielverlauf deutlich. Nicht selten kommt es dennoch vor, dass ein Gespräch als beendet erscheint, wenn wir den Akteur dann aber erneut anwählen, erhalten wir noch weitere Informationen von ihm. Zumindest wurde daran gedacht, die Sprechbewegungen anzudeuten, der Rest rührt sich leider keinen Millimeter.

Obwohl uns vier Modi inkl. einem kundenorientieren Modus angeboten werden, ist die Auswahl der Unterpunkte doch eher durchwachsen und sehr überschaubar. Ein wichtiges Hilfsmittel ist das Journal, da es hin und wieder Hinweise zu Rätseln parat hält. Außerdem wird dort die Geschichte in einer Kurzfassung noch einmal mitgeschrieben. Die Karte verrät nicht viel. Einzelne Orte werden zwar namentlich angezeigt, allerdings nur immer als überbegriff. Ist beispielsweise noch etwas in einem Anwesen zu erledigen, wissen wir lediglich, dass wir uns dorthin begeben sollen, nicht aber in welchen Raum. Im Gegensatz dazu führt uns der Tipp an die tatsächlich gesuchte Stelle und zeigt auch noch im Inventar an, welcher Gegenstand dort zu verwenden ist. Das bringt unter Umständen viel Laufarbeit für uns mit sich, da alles irgendwie miteinander verbunden zu sein scheint und zahlreiche Lokalitäten erst zu einer ganz anderen Zeit wieder aufgesucht werden müssen, um dort noch ausstehende Arbeiten zu verrichten.

Ohne Abwechslung sind die vielen Wimmelbilder. Zwar besuchen wir jedes nur einmal, dafür beschäftigen wir uns fast ausschließlich mit Wortsuchlisten in die teilweise unspektakuläre Interaktionen eingearbeitet wurden. Nur dreimal sind im Bild Objekte nicht an ihrem angestammten Platz, das bedeutet an einem Marktstand beispielsweise, dass wir die eine Banane wieder zu den anderen legen müssen und auch den einzelnen Apfel wieder in den Korb mit seinen Kameraden setzen dürfen. Für diejenigen, die sich ungerne mit Wimmelbildern beschäftigen, gibt es die Möglichkeit eine Solitär-Variante zu spielen. Diese ist gar nicht so einfach, da etwas Rechenkunst gefragt ist.

Alle 18 Rätsel sind großformatig und ohne Neustart-Funktion. Wir finden hier etliche Variationen von Rotationspuzzeln vor und auch solche, die im Handumdrehen lösbar sind. Zur Auswahl stehen Seile von oben nach unten entfernen, Sequenzen wiederholen, Ringe drehen bis ein Bild entsteht, Karteikästen alphabetisch sortieren , eine Waage ausbalancieren und Spielszenen in der richtigen Reihenfolge anordnen. Dabei  bestehen die Erklärungen immer aus mehr als nur einem Satz, was sicherlich für Anfänger eine gut gemeinte Hilfestellung ist.

Die Normalversion ist hier erfreulicherweise nach einem sehr kurzen Finale tatsächlich abgeschlossen, allerdings in weit weniger als drei Stunden. Selbst wer komplett auf Karte und Tipp verzichtet, wird als geübter Spieler kaum die Drei-Stunden-Marke knacken. Das ca. 60-minütige Bonuskapitel handelt über die Vergangenheit und wie die beiden Buben auf der Zauberschule die Assistenten des großen Galdors wurden. Wir können dort immer wieder zwischen den beiden Jünglingen wechseln und mal die besonderen Eigenschaften des einen oder anderen uns zu Nutze machen. Zu den Extras gehören 37 Kugeln, die als Chamäleonobjekte überall eingebaut wurden und die sehr einfach zu finden sind. Außerdem ist ein eigenes Zimmer vorhanden, in dem wir sechs unterschiedliche Arten von Solitär so oft spielen können, wie wir möchten. Auszeichnungen, Wallpapers und Konzeptkunst vervollständigen noch diesen Bereich.

"Small Town Terrors: Galdor's Bluff" ist der dritte Teil dieser Reihe und wiederum völlig unabhängig von den anderen beiden. Die Grafik ist schön anzuschauen, vieles eingängig erklärt und logisch. Die Wimmelbilder sind für die heutige Zeit definitiv zu eintönig, die Rätsel zu einfach und zu beliebig austauschbar und die Spielzeit auf jeden Fall zu kurz, auch wenn das Ende stimmt. Die Probestunde ist richtungsweisend, allerdings ist es ratsam, hier auf ein Schnäppchen-Angebot zu warten und dann zuzuschlagen.


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