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Slingo Mystery: Who's Gold

Herausgeber: Funkitron
Entwickler: Funkitron
Wenn Du Slingo Mystery auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang
Autor: Claudia K.

Hier sitzt du also, Mary, die Ex-Frau des Casino-Besitzers Freddy Gold. Und kannst deine Rechnungen nicht mehr bezahlen, weil dein Ex dich bei der Scheidung hoffnungslos über den Tisch gezogen hat. Während die Neue von Freddy sich in der Benutzung der goldenen Kreditkarte befleissigt. Und nun ist Freddy tot und das Kasino wird an die Neue gehen. Doch noch ist die Übergabe nicht vollzogen, das Kasino bis dahin geschlossen. Das ist deine Chance, dir (ohne Zeitlimit) zu holen, was dir eigentlich von Rechtswegen hätte zugestanden werden müssen.

Und so startest du mit Kyle als Hilfe übers Handy deinen Einbruch in das Kasino (wer Kyle eigentlich ist, werden wir vermutlich frühestens im zweiten Teil erfahren). Zu Beginn hast du zwei Aufgaben - komme ins Kasino und finde so viel Beute wie möglich. Das tust du, in dem Du einmal nach Liste nach bestimmten Dingen suchst, die du dann im weiteren Verlauf für Rätsel und Puzzle benötigst. Bist du im Kasino geht es auf die gleich Art weiter, aber nun musst du neben der Beute tiefer ins Kasino kommen, suchst deinen Ehering, ein Testament, triffst auf die Neue des Ex und ihren Kompagnon, fliegst aus dem Kasino, musst wieder hinein, ich kenne wenig Spiele, die eine so starke Geschichte haben, die derart intensiv in die Spielmechanik eingebaut ist.

Die meisten der Objekte haben mehr oder weniger einen direkten Bezug zur Geschichte und zu dem was du gerade tust und was nicht. Auffallend ist, dass du hier oft Sachen tust, die nicht funktionieren und dies in die Geschichte eingebunden wird. Wie im richtigen Leben gehen eben manche Dinge schief, bringen manche Ideen nicht den gewünschten Erfolg. Maggie gibt das zu und probiert etwas anderes. Eine (eher fragwürdige) Heldin, die nicht perfekt ist. Eine nette Idee.

Ein Problem sind die Graphiken. Obwohl sie auf den ersten Blick erst einmal nett aussehen und du die meisten der versteckten Objekte schnell finden wirst, gibt es immer wieder Dinge, die einfach nicht zu sehen oder nur an ein oder zwei Pixeln klickbar sind. Das Spiel kommt mit zwei Modi und im normalen Modus ist das kein Problem. Dort wechselt der Cursor in eine Hand, sobald es etwas gibt, was du anklicken oder nehmen kannst. Wem das zu einfach ist, der kann im Menü das Spiel auf "harder" (schwieriger) einstellen. Da gibt es das Cursor Feature nicht und das Spiel, dass mit 4-5 Stunden Länge durchaus angemessen ist, kann auch bis zu 10 Stunden dauern, wenn du den Tip nicht nutzen willst.

Der Hinweis in Form einer Glühbirne zeigt dir wahllos einen Gegenstand, den du finden musst oder wo du in irgendeiner Form interagieren musst. Er lädt sich schnell wieder auf, beginnt aber in jede, Level bei Null und benötigt beim ersten Aufladen deutlich mehr Zeit.

Da dein Exmann ein großer Fan von Slingo (einer Mischung aus Bingo und Lingo) ist, wirst du immer wieder auf eine Slingomaschine treffen, die einen entscheidenen Tip oder ein besonderes Objekt für dich bereit hält. Auch hier gibt es ein kleines Problem. Dir wird bei jedem Spiel ein Ziel gesetzt, zb. das Muster wegklicken, alle Zahlen wegspielen oder eine bestimmte Punktzahl. Slingo ist (wie Bingo) ein Glücksspiel und der Zufallsgenerator entscheidet in großen Teilen, wie du abschneidest. Und der Zufallsgenerator hier hat wohl ab und an mal einen Sprung. Denn 12 Runden lang die gleiche Zahl in einer Reihe ist kein Zufall sondern Grund für einen Wutanfall. 57 Mal spielen müssen, um das Ziel zu erreichen verlängert sicherlich die Spielzeit aber erhöht auch massiv die Frustration. Aber wer Slingo mag (und es nach dem Spiel immer noch spielen will) kann dies über das Hauptmenü unbegrenzt an 10 verschiedenen Slingoautomaten tun. Ein durchaus gelungener Bonus, der Slingo-Fans eine Menge Spielspass bringt.

Es gibt viel zu lesen in diesem Spiel und das macht es oft zu einfach. Der Spieler hat selten die Chance, wirklich selber herauszufinden, was er tun kann. Dazu kommt es, dass es nicht immer logisch ist. Als Beispiel: Es sind Sicherheitskameras im Raum, die dich aufnehmen, sobald du rein kommst. Warum muss ich sie noch zerstören? Das andere Diebesteam im Kasino hat mich ja eh schon gesehen, wenn sie in die Kamera's schauen ;). Wenn nicht, macht es auch nix.

Die 30 verschiedenen Orte mit den diversen Puzzle und Minispielen machen Spaß zu spielen, auch wenn die "Unsichtbarkeit" so einiger Objekte und der Zufallsgenerator bei den Slingospielen frustrierend sein kann. Spielst du die "Harder"- Version kannst du jeder Zeit auf "Normal" im Menü umstellen, mit der Hand nach dem begehrten Objekt oder Puzzle suchen und wieder zurück auf den schwierigeren Modus wechseln. Man bietet dir das Schummeln förmlich an. Schade. Die Entscheidung ob hart oder leicht sollte vor Beginn statt finden und nicht jederzeit gewechselt werden können.

Das Spiel hat durchaus auch einen Abenteuer-Touch. Es ist deutlich, dass die Entwickler mehr bieten wollten als ein simples Wimmelbild mit Rätseln und Slingomaschinen. Sie sind dabei in den Anfängen stecken geblieben, aber das Ende stellt einen zweiten Teil in Aussicht, der in der Hinsicht dann hoffentlich ausgeprägter ist. Ein Probedownload lohnt sich für Slingo- und Wimmelbild - Fans auf jeden Fall.

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