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Silent Nights: Die Wunderkinder


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Dark Blue Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 19.03.2012
Deutsch (Normal): 03.07.2012


Du kommst in deiner Heimatstadt an und findest den Gasthof deines Onkels verlassen vor, was ihm gar nicht ähnlich sieht. Dann geht das Telefon und deine Schwester bittet dich um Hilfe, weil sie sich verfolgt fügt. Plötzlich schreit sie um Hilfe und das Gespräch bricht ab. Ihr stammt aus einer lang zurück gehenden Linie von talentierten Musikern und eigentlich habt ihr euch treffen wollen, weil deine Schwester hier ein Konzert geben und du sie am Klavier begleiten solltest.

Du machst dich als auf den Weg um sie zu suchen und schon bald begegnest du bedrohlich aussehenden Gestalten in Kapuzenumhängen, die dir klar machen, dass du besser deine Suche aufgeben solltest, wenn dir dein Leben lieb ist. Aber dann wäre das Spiel zu Ende und so durchsuchst du weiter Wimmelbildszenen, löst Rätsel und Puzzle.

Grafisch gesehen tust du dies in durchschnittlichen Szenen, die öfter mal durch Animationen ein wenig ansprechender werden. Die meisten Gegenstände, die du suchst, sind gut zu erkennen, sowohl ausserhalb als auch innerhalb der Wimmelbildszenen. In den Wimmelbildszenen, die du alle mindestens 2x spielst, werden neben den üblichen Objekten auch interaktive Gegenstände gesucht. Hier hat man sich oftmals mehr einfallen lassen und um einen Gegenstand zu bekommen, musst du bis zu vier Aktionen durchführen.

Letzteres allerdings ist zweischneidig. Auf der einen Seite ist die Idee gut und was du zu tun hast ist nachvollziehbar. Andererseits bringt dies den Hohn, den man dir mit diesen Wimmelbildern entgegenschlägt, erst Recht zur Geltung. Denn in den überfüllten Szenen suchst du ausschließlich Müll. Erst wenn die Liste von ca. 25 Objekten abgearbeitet ist (findest du ein Objekt, ersetzt es sich auf der Liste durch ein anderes, bevor du dann schließlich die Liste bis zum Ende abarbeiten kannst), bekommst du ein Objekt, dass du als Inventargegenstand bekommst. Und das ist in der Regel klar und deutlich von Beginn an zu sehen, häufig übergross. Der Rest ist also nur, wie so einiges im Spiel, reine Zeitschinderei. In "normalen" Wimmelbildern weiß ich zumindest, dass irgendetwas von dem zu suchenden Unsinn wichtig für das Spiel ist. Hier weiß ich genau das Gegenteil.

Außerhalb der Wimmelbildszenen, in denen der Tipp dir ein willkürliches Objekt der Liste oder auch alle nötigen Bestandteile des interaktiven Objektes zeigt, wird dir ausgewiesen, wo du als nächstes hinzugehen hast. Oder aber dir wird gezeigt, wo du ein Objekt, Nahansicht oder Puzzle übersehen haben könntest. Könntest im Sinne von: Auch wenn du weißt, dass dort ein Puzzle ist, zeigt der Tipp dieses gern auch dann an, wenn du nichts im Inventar hast, um es zu lösen.

Die Puzzle in Silent Nights: Die Wunderkinder sind größtenteils auf Geduld und/oder Logik aufgebaut. Sie sind nicht allzu schwer, alle können nach einer Wartezeit übersprungen werden. Wie lange diese dauert, hängt eigentlich von der Modus-Wahl zu Beginn ab. Allerdings habe ich keinen großen Zeitunterschied in der Aufladezeit von Tipp und Überspringfunktion feststellen können. Einzig das Glitzern ist im "schwierigeren" Modus etwas weniger, aber tatsächlich auch nur etwas, es glitzert trotzdem an vielen Stellen. Die Puzzle passen durchaus an die einzelnen Stellen und auch die Rätsel sind streckenweise nicht uninteressant, allerdings lässt man dich recht viel hin- und herlaufen.

Unglaubwürdig sind die Figuren, vor allem der Onkel, aber auch die Kapuzengestalten. Und das macht es schwierig, der Geschichte wirklich zu folgen. Es läuft darauf hinaus, erfährst du sehr früh, dass es Menschen gibt, die glauben, das Talent in der Familie sei magsich und dem will man sich bemächtigen. Das Ende lässt die Vermutung zu, dass wir auch hier eine Fortsetzung erleben werden und der Weg zum Ende hin ist, wie so oft in diesen Spielen, völlig unglaubwürdig vom Ablauf. Die Sammler-Edition gibt ca. 30 Minuten hinzu und zeigt, dass deine Schwester zumindest versucht hat, sich selber zu befreien.

Silent Nights: Die Wunderkinder ist Durchschnitt. In Grafiken, Puzzle, Rätsel - nichts ist überraschend, nichts ist besonders gut und auch die Spielzeit von 3,5 - 4 Stunden ist Durchschnitt. Man wird dieses Spiel spielen und dann vergessen. Es ist nicht schlecht und man hat sich an einigen Stellen durchaus Mühe gegeben, sich abzusetzen. Aber eine Katze, die an drei Stellen auftaucht (ohne dass die jetzt mit dem Spiel zu tun hat) oder nette Geräusche bei einigen Wimmelbildobjekte machen nun mal kein gutes Spiel aus. Solche Dinge machen aus einem guten ein sehr gutes Spiel. Und das ist hier definitiv nicht der Fall.

 


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