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Silent Nights: Das Kinderorchester

tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Dark Blue Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M..
Datum: 04.11.2014
Deutsch (Normal): 27.02.2015


Durchschnittliches Wimmelbildabenteuer ohne Ausreißer nach oben oder unten
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Einst waren wir eine berühmte Sopranistin und unsere beiden Töchter haben das musikalische Talent geerbt, worauf wir sehr stolz sind. Als wir eines Abends ein Konzert besuchen, bei dem die beiden mitwirken, geschieht etwas Seltsames. Die Bühne fängt an zu brennen und wegen dem dichten Qualm bemerken wir zu spät, dass unsere Kinder entführt werden. Ein maskierter Mann wurde ihrer habhaft und verschleppt sie. Daraufhin machen wir uns auf die Suche nach ihnen und die Spuren führen uns auf einen Weg voller Geheimnisse und Täuschungen. Wir müssen unbedingt diesen Fremden ausfindig machen, um die Mädchen vor einem gefährlichen Experiment zu retten.

Die Geschichte ist bei weitem nicht so spannend, wie sie sich auf den ersten Blick liest. Vieles ist vorhersehbar und bereits unzählige Male in ähnlicher Form irgendwo verwendet worden. Daran ändern auch die relativ düstere Grafik und die ordentliche musikalische Untermalung nur wenig. Die Charaktere wirken lieblos, teilweise comicartig und so gar nicht passend. Selbst die beiden kleinen Musikerinnen sehen eher befremdlich als niedlich aus. Die Anzahl der Dialoge und Zwischensequenzen halten sich in Grenzen, was hier sogar als Pluspunkt gewertet werden kann, da gerade die Filmchen wenig ansehnlich sind.

Die drei Schwierigkeitsgrade unterscheiden sich nur in den Ladezeiten von Tipp und überspringen und ob Bereiche glitzern oder nicht. Im schwersten Modus gibt es zudem keine Texthinweise. Natürlich ist unsere Wahl jederzeit änderbar, da im Menü unter dem Punkt Optionen.

Als Hilfsmittel steht uns eine dreiteilige Karte zur Verfügung, über die wir schnell von einem Ort zum nächsten gelangen. Zwar zeigt sie auch die Szenen an, bei denen wir momentan nur einen Zwischenschritt ausführen können, allerdings nehmen wir hier dieses kleine übel gerne in Kauf, da die Wege uns kreuz und quer führen und wir erst ca. ab der Hälfte bemerken, dass sich hinter uns immer wieder Wimmelbilder ein zweites Mal öffnen. Das ist dann meist nur durch die Karte erkennbar. Ein Button mit Noten ist links neben der Inventarleiste platziert. Immer dann, wenn wir irgendwo eine Melodie hören, können wir auf Knopfdruck die Noten aufschreiben, vorausgesetzt natürlich, wir haben vorab ein leeres Stück Papier gefunden. Diese Noten dienen als Code, um irgendwelche Dinge zu öffnen. Außerdem besitzen wir ein Buch, in dem wir nach und nach Kapitel freischalten. Dies  ist dann der Fall, wenn wir pro Abschnitt drei gleiche Symbole ausfindig machen. Dadurch erfahren wir die Hintergrundgeschichte, es ersetzt hier das Tagebuch oder Journal.

Im Spiel stoßen wir auf drei Arten von Wimmelbildern. Zum einen werden Gegenstände nach Umrissen abgebildet und wenn wir einen davon gefunden haben, können wir diesen dazu nutzen, das nächste Objekt zu erhalten. Dann gibt es die Variante, in der wir Dinge zurück ins Bild zu setzen haben und als drittes Wortsuchlisten mit Interaktionen. Leider erkennen wir auch hier oft genug im Vorfeld, was wir beim zweiten Besuch wohl tun müssen, auch wenn die Wimmelbilder generell sehr unterhaltsam sind. Nach Beendigung wandert immer ein Utensil in unser Inventar.

Erst im letzten Drittel werden die 24 Rätsel interessanter und auch schwieriger. Wir arbeiten uns mit Pfeilen durch ein Spielfeld, bis wir zu einem roten Punkt gelangen, spielen Domino, müssen Skeletten die richtigen Körperteile zuordnen, auf einem Xylophon Melodien nachspielen und Löwen mit Bären tauschen. Immer wieder werden wir feststellen, dass eine Neustart-Funktion fehlt und die Erklärungen zu den Minispielen oftmals mehr als dürftig ausfallen.

Nach einer durchschnittlichen Spielzeit von ca. 4 Stunden sind wir dann auch schon am Ende angelangt, das innerhalb von ein paar Sekunden abgewickelt wird und sicher das ein oder andere Fragezeichen hinterlässt. Das Bonuskapitel handelt von einer Geige, die wir unbedingt wieder beschaffen müssen, teilweise durchstreifen wir dafür wieder dieselben Orte. Die Extras der Sammleredition beinhalten weder Sammel- noch Chamäleonobjekte. Lediglich 24 Auszeichnungen können wir erringen und die schafft wirklich jeder, ganz gleich, welcher Schwierigkeitsgrad  gewählt wurde. Ansonsten zahlen wir den höheren Preis für Konzeptkunst, Musik und Wallpapers.

„Silent Nights: Children’s Orchestra“ wirkt optisch schon, als ob es ein älteres Baujahr wäre, das mit einigen neuen Wimmelbilder-Versionen aufgewertet wurde. Die Rätsel sind brauchbar, die Geschichte dagegen ebenso angestaubt, wie der Rest. Dazu ist in der Sammleredition überhaupt nichts dabei, was die höheren Kosten rechtfertigen würde. Vorkenntnisse zum ersten Teil sind nicht von Nöten, da die Geschichte eigenständig ist. Die Probestunde ist hier auf alle Fälle ein Muss, die Extras ein No Go.


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