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Shiver: Die verschollene Tramperin (Vanishing Hitchhiker)


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Artogon

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Autor: Sonja R.
31.03.2011

Unser namensloser Held in diesem Spiel denkt gern an ein Foto zurück, das ein Mädchen mit einem grossen Teddy zeigt. Einsam auf einem verlassenen Highway dahinfahrend, sieht er am Strassenrand eine Anhalterin im strömenden Regen stehen. Er nimmt sie mit, gibt ihr seine Jacke, weil sie komplett durchnässt ist. Nachdem er sie am Ortsschild von Gordon Creek aussteigen liess, erkennt er im Rückspiegel einen Teddy an dem Platz, an dem sie saß - der Teddy aus seiner Erinnerung. Das veranlasst ihn, umzukehren und nach dem Mädchen zu suchen.

Man sieht hier zu Beginn der Erkundung direkt das, was mich in dem Spiel restlos begeistert hat: Die etwas düstere, klamme Atmosphäre und die Details. Es wurde unverschämt viel auf alle möglichen Einzelheiten geachtet, die alles in diesem Spiel stimmig machen und wodurch du mitten ins Geschehen hineingesaugt wirst. Das betrifft das Umherwandeln im Spiel genauso wie Wimmelbilder oder Minispiele, die Freude der Entwickler und ihr Ideenreichtum ist mit jedem Spielschritt spürbar.

Zunächst findest du dich, nachdem du in den Optionen deinen Schwierigkeitsgrad auswählen konntest, auf einem Feldweg etwas ausserhalb von Gordon Creek wieder. Der Regen hat noch nicht nachgelassen und auf der Suche nach der jungen Frau gehst du in das nächstbeste Haus, das rechts zu sehen ist. Hier lebt eine alte Frau, die jeden kennt und nachdem du in einem ersten Wimmelbild das Foto der Gesuchten gefunden hast, erfährst du ihren Namen: Christy. Es gibt nur ein Problem: Christy ist tot, bereits seit 1963!

Die Wimmelbilder sind ebenfalls eine Klasse für sich, wenn auch die Listen bei jedem Spieler gleich sind. Die Suchlisten sind durchsetzt mit gelben Begriffen, die es erst zu erarbeiten gilt. Dazu ist es nötig, einen Kubrik-Würfel zusammenzusetzen oder einen Hammer, Schubladen zu öffnen oder auch mit einem Dosenöffner eine Dose zu öffnen, womit du so den gesuchten Gegenstand erstellst und anklicken kannst. Sie sind nicht zu voll gepackt, die Objekte wirken natürlich an ihrem Platz.

Eins der erwähnten vielen schönen Details ist das Wimmelbild in der Küche, es besteht aus einer Nahansicht des Waschbeckens und dessen Umgebung. Was du zuerst nicht registrierst, ist, dass das Wasser am Wasserhahn nicht läuft. Kommst du später zurück und spielst diese Suchszene erneut, läuft das Wasser. Das resultiert auf der Tatsache, dass du ihn vorher repariert und aufgedreht hast.

Der Tipp steht dir in Suchszenen und unterwegs zur Verfügung. Er braucht eine Weile, um wieder aufzuladen und wird so nicht leichtfertig benutzt. Zeigt er dir im Wimmelbild ein Objekt von der Liste, so gibt er dir unterwegs die Richtung vor oder zeigt dir eine Stelle, an der etwas zu erledigen ist. Für einen Richtungstipp entlädt er sich nicht.

Den Fortgang der Geschichte erlebst du durch Notizen, die überall verstreut sind oder Kinderzeichnungen. Auch Zwischensequenzen bringen dich weiter, die gefangene Geister oder dann die befreiten zeigen. Dazu solltest du zu manchen Gelegenheiten Fotos machen, die Kamera dazu ist rechts unten neben deinem Inventar zu finden. Sie blinkt, wenn ein Foto angebracht wäre, das dann in dein Buch geht. Daneben befindet sich eine Taschenlampe, die du öfters benötigst, bevor das Licht angemacht werden kann. Beides musst du nicht umständlich nehmen, sondern brauchst es nur anklicken, um es zu benutzen.

Wie es sich für ein anständiges Spiel gehört, gibt es auch hier mehrere Minispiele, die nach einer Aufladezeit überspringbar sind. Sie sind sowohl für Anfänger geeignet, auch werden erfahrene Spieler ihren Spass haben. Nicht selten sind dafür vorher Informationen zu finden, ohne die sie nicht zu lösen sind. Du lenkst ein Boot durch das Labyrinth eines Sumpfes, ohne die Ränder zu berühren oder öffnest mithilfe eines Stethoskops das Schloss eines Tresors.

Artogon hat ein Gesamtpaket geschnürt, dem sich der Spieler nur schwer entziehen kann und in dem alles passt. Das Dorf und die Gebäude sind recht weitläufig, aber du wirst nicht von Z nach A zurücklaufen müssen. Es gibt trotz allem keine allzu langen Wege und qualmenden Socken, immer mal wieder landest du an Orten, an die du gar nicht wolltest und musst einen Weg zurück finden. So nimmt das Spiel öfters mal eine unerwartete Wende und hält neugierig. Die Grafiken sieht man sich einfach gerne an, die Hintergrundmusik unterstreicht die Atmosphäre. Es ist einfach unbedingt zu empfehlen und sollte in keiner Sammlung fehlen!


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