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Shiver: Die Melodie des Todes


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Artogon

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 10.02.2015
Deutsch (Normal): 08.05.2015

Sehr gutes Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer für jeden Spielertyp
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Nach langen Jahren kehrst du als Arzt wieder in deinen Heimatort zurück, um dort zu praktizieren. Doch noch bevor du das Krankenhaus zum ersten Mal betreten kannst, bricht eine junge Frau direkt vor dessen Türen nach einem Angriff einer schattenhaften Figur bewußtlos zusammen. Du bringst sie hinein und als sie ihr Bewußtsein wieder erlangt, sagt sie, dass sie auf dem Weg zu dir gewesen sei, unbedingt mit dir sprechen müsste. Doch bevor sie mehr sagen kann, erscheint erneut der Schatten und Beatrice scheint wie magisch von einer Melodie angezogen zu werden.

Vier Modi stehen dir zur Verfügung, einer davon mit der Möglichkeit zu individuellen Einstellungen. Zusätzlich hast du im Spiel selbst die Möglichkeit, Erklärungen für Puzzles immer automatisch angezeigt zu bekommen oder erst durch Klick bei Bedarf zu aktivieren. Sehr schön für regelmäßige Spieler, die oft aus Erfahrung wissen, wie etwas funktioniert und nur Infos über Besonderheiten benötigen.

Zusätzliche Hilfen sind der Tipp und die Karte. Letzteres zeigt aktive Zonen an, sofern dies nicht durch die Modus-Wahl ausgeschlossen wurde, außerdem wo man sich gerade befindet und verhilft per Klick zu sauberen Schuhsohlen. Die Karte macht zudem mit einem Texthinweis aufmerksam, wenn man entweder einen neuen Ort entschließen oder ein Inventarobjekt bearbeiten muss, um einen Weitergang des Spieles zu erreichen. Der Tipp arbeitet als Richtungsanzeiger oder als Anzeige, wo am aktuellen Ort etwas zu finden oder zu tun ist.

Wimmelbilder kommen in verschiedenen Varianten vor. Zum Beispiel die Umriss-Suche, die einfache Wortsuchliste, Wortsuchlisten mit Buchstabensuppe und die Wortsuchliste mit Interaktionen. Bei Letzteren handelt es sich nicht durchweg um einfache, offensichtliche Aktionen; manche bedürfen durchaus mehrerer Schritte. Wir finden auch Puzzle-Suchen, allerdings etwas anspruchsvoller als wir es sonst gewohnt sind. Hier wissen wir nur, was wir letztendlich brauchen, doch der Weg ist das Ziel und diesen Weg gehen wir ohne die üblichen "Navigationshilfen". Eine weitere Variante sind die Vorgaben einer Anzahl X einer Sache; hier müssen wir mehrere Dinge finden, erhalten die Information darüber was gefunden werden muss, immer erst, wenn wir die vorherigen Objekte gefunden haben. Für den ein oder anderen werden die Wimmelbilder allerdings zu überladen sein. Spieler der Sammleedition finden in den Wimmelbilder auch stets eine schwarze Perle.

Gibt es in deinem Inventar ein kombinierbares Objekt, wird es mit einem geschlossenen Auge anzeigt - ist das Auge geöffnet, bedeutet dies, dass etwas in deinem Inventar passt oder du nichts benötigst, um mit dieser Sache zu interagieren. Dabei sollte man manchmal auch um die Ecke denken können - Metallenes kann zum Beispiel auch mit einer Nagelfeile geöffnet werden, ein Bügeleisen ist mehr als nur ein Haushaltsgegenstand.

Die Geschichte wird sowohl durch gefundene Notizen (die im Buch jederzeit nachgelesen werden können) und Einspieler erzählt, als auch durch Dialoge ergänzt. Sie ist gut gemacht, verrät nicht zu viel vorweg und lässt sich (auch ohne die Dialoge) gut nachvollziehen. Sie bietet Spannung und hinterlässt keine offnen Fragen am Ende. Dialoge können komplett ausgeschaltet werden oder aber übersprungen werden.

Die Puzzles sind zum Teil bekannt, zum Teil durchaus neuartige Varianten von alten Bekannten. Dabei ist sowohl für den Puzzle-Anfänger, den Nicht-So-Gern-Puzzler, sowie den Knobel- und Geduldfreund etwas dabei. Alle sind, genau wie das Spiel, ansprechend gemacht. Grafisch zeigt Astragon, dass gemalte Figuren immer mehr Charakter und ausdrucksstärker sind, als computerveränderte reale Personen und sehr viel atmosphärischer auf den Spieler wirken. Atmosphäre bringen neben den Effekten auch die Geräusche und vor allem die Bilder. Kein Horror (auch wenn die Sirenen nicht die gerade schön sind), aber doch ein leichter Grusel und das Gefühl, in das Spiel hereingezogen zu werden (vor allem, wenn es im Vollbildmodus gespielt wird).

Die Sammleredition bietet ein ca. 45-60 minütiges (und qualitativ mit dem Hauptspiel vergleichbares) Bonuskapitel. Es ist eine Fortsetzung, aber eine, die einem befriedigenden Ende in der Normalversion folgt. Gesammelt werden schwarze Perlen, die zur Verschönerung der neubezogenen Wohnung genutzt werden können. Außerdem finden sich überall Dekorationsgegenstände für ein Fischglas, dessen Bewohner der Spieler anfänglich findet. Drei Minispiele können immer wieder gespielt werden (2 davon sind tatsächlich auch nach dem x-ten Male noch unterhaltsam und im realen Leben haben die meisten von uns sie sicherlich schon oft gespielt). Konzeptkunst, 17 Wimmelbilder, Videos und Hintergründe vervollständigen die Extras, zusammen mit Zugang und Umgestaltungsmöglichkeiten des Zimmers.

Von Astragon hören wir im Casual-Bereich nicht allzu viel. Vielleicht ist das der Grund für das sehr gute Spiel. Hier gibt es noch Ideen, Kreativität, Talent und offensichtlich Lust an dem, was man tut. Noch wurde man offensichtlich nicht von den "üblichen Verdächtigen" zum neuen Lieblingsentwickler auserkoren und damit dann gnadenlos in der Massenproduktion verheizt.

Shiver: Die Melodie des Todes hat etwas, was viele Spiele vermissen lassen. Ein ausgewogenes Spiel mit durchschnittlicher Spielzeit und eine noch nicht völlig ausgelutschte Geschichte mit einem Bösewicht, den man vermutlich nicht sofort in Verdacht hat. Grafiken, Musik und Effekte, die Atmosphäre schaffen und diese durchgehend verstärken. Die Bilder sind detailliert, aber, abgesehen von den Suchszenen, nicht überladen oder gar verkitscht. Einen Spielverlauf, der nicht an die Hand nimmt und sowohl Unterhaltung als auch Anspruch für den Viel- und den Gelegenheitsspieler bietet, ohne in eine oder die andere Richtung zu frustrieren. Die Sammleredition ist zwar nicht direkt eine Empfehlung wert, bietet aber qualitativ mehr für das Geld, als sonst gewöhnlich geboten wird. Die Normalversion allerdings gehört definitiv in die Sammlung eines jeden Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer Freundes!

 


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