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Shiver: Poltergeist


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Artogon

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 30.03.2012
Deutsch (Normal): 27.06.2012


Ricardo Chellini fühlt sich unerfüllt. Täglich der gleiche Ablauf. Tagein, tagaus tut er exakt das Gleiche, ohne dass seine Aufgaben je ein wirkliches Ende finden, ohne dass er je Erfüllung spürt. Bis eines Tages der Brief eines Rechtsanwaltes kommt. Ricardo hat ein Herrenhaus geerbt, auf einer Privatinsel. Von wem die Erbschaft stammt bleibt, auch für Ricardo, im Unklaren, aber was soll es. Abwechslung, Abenteuer, das Leben ruft endlich.

Kaum angekommen, begegnet dir der Butler und die erste Merkwürdigkeit des Spieles. Der Butler hat eine durchaus angenehme Stimme. Und während die Spielfigur beim Einführungsfilm auch noch mit dir gesprochen hat, ab jetzt spricht nur noch der Gegenüber, während du auf Antworten klickst. Sehr unschön und irgendwie irritierend. Gleich zu Beginn findest du eine Karte, die du allerdings in keinster Weise nutzen kannst. Sie ist offensichtlich nur da, um dir Hoffnung zu machen. Dein erster Versuch, dein eigenes Haus zu betreten, endet mit dem Wissen, dass der Türknopf fehlt. Nun rennst du also hin und her, auf der Suche nach dem Knopf. Erst wenn du viele, viele Dinge entdeckt hast, die du öffnen, reparieren oder sonstwie benutzen musst, ohne dass du das entsprechende Werkzeug hast, ist der Butler bereit, auf Ansprache zu reagieren und die Sache mit der Türe regelt sich.

Im Anschluss geht das erst mal so weiter. Du findest vieles, was du (noch) nicht benötigst, dazu vieles, was du noch nicht tun kannst. Das Spiel selber wird immer wieder durch Videoeinspielungen unterbrochen. Ein weiblicher Geist mit Vorliebe für Feuer versucht offensichtlich, dich davon abzuhalten, das Haus zu erforschen. Warum sie das tun sollte, wird übrigens bis zum Ende des Spieles nicht klar. Es macht keinen Sinn, denn klar wird im Verlauf (und wenn du jeden Zettel liest, der herum liegt), dass dieser Frau im Leben Unrecht getan wurde.

Puzzle gibt es im gesamten Spiel nur sehr wenige, meist suchst du in Wimmelbildern und in den Szenen nach Gegenständen, mit denen du dann öffnest, reparierst oder sonst etwas tust, was dich weiter bringt. Die Grafiken, in denen du spielst, sind gut, allerdings in weiten Teilen des Spieles etwas dunkel. Das kannst du aber mit einschalten einer Taschenlampe ein wenig regulieren. Die wenigen Puzzle sind recht einfach gehalten, bieten nichts Neues, nichts, was man nicht schon häufig gesehen hat.

Gute Grafiken aber machen eine Szene nicht lebendig, dafür müssen sie das gewisse Extra haben und das fehlt. Statisch, fast langweilig kommt das Haus und auch die Umgebung daher. Die Zettel, die du findest, sind von mindestens vier Personen geschrieben, scheint es und das macht es schwierig, die Geschichte in einen Zusammenhang zu bringen, ihr wirklich zu folgen und wirklich zu wissen, warum du eigentlich spielst. Dein eigentliches Ziel wird erst spät im Spiel klar.

Drei Modi stehen dir zur Verfügung, der dritte davon ohne Tipp und Überspringfunktion, was in den Wimmelbildern schwierig werden kann, denn es gibt durchaus Dinge, die kaum als das, was sie sind, zu erkennen sind. Die interaktiven Objekte, die sich in jeder Wimmelbildszene finden, sind gut gemacht, findest du aber nicht heraus, was wie zusammengehört, hast du auch in den anderen Modi ein Problem, denn der Tipp zeigt dir nur eines der benötigten Objekte an und immer wieder das Gleiche. Außerhalb der Wimmelbilder zeigt er gerne mal auf Rätsel oder Puzzle, die du mangels geeigneter Gegenstände noch nicht lösen kannst. Wenn du aber Glück hast, wird er dir den Weg zeigen.

Wirklich schrecklich ist das Ende. Zumindest das der Normalversion, die später erscheinen wird. Denn hier wird ausschließlich darauf gebaut, dass die Sammleredition gespielt wird. Die hat noch 45 Minuten und so mancher Spieler (mich eingeschlossen) wird dieses Ende nicht erleben. Es gibt, kurz vor Schluss einen Glitch. Bei einem zweiten Profil legt sich das in der Regel, aber das Spiel gibt tatsächlich nicht viel Anreiz, es noch einmal zu spielen.

Wie ich werden viele beim Anblick des Titels "Shiver" an Teil 1, Shiver: Die verschollene Tramperin, gedacht und gehofft haben, dass Shiver: Poltergeist dort anknüpft. Nicht an die Geschichte, sondern an die Qualität. Das aber ist leider nicht passiert. Es ist ein 3,5 - 4 Stunden Spiel, dass gerade so eben den üblichen Standard in allem hält. Es wäre schon hilfreich, wenn der Spieler eine Geschichte hätte, der er folgen kann oder wenn es ein paar Puzzle mehr gäbe. So aber bleibt Shiver: Poltergeist unter seinen Möglichkeiten und unter den Fähigkeiten der Entwickler. Ein Spiel, dass sich um des spielens Willen lohnt, aber nicht in der Sammleredition. In der Normalversion reiht es sich ohne jede Originalität in die lange Liste der gespielten und wieder vergessenen Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer ein.


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