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Shiver: Mondenhain


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Herausgeber: Bigfish Games
Entwickler: Artogon

Download (Normal): Bigfish Games.de
Download (Sammler): Bigfish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 03.05.2013
Deutsch (Normal): 16.08.2013

Unterhaltsames, abwechslungsreiches Spiel - in der Normalversion leider ohne Ende
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Als René Malot dich zum ersten Mal sah, wurdest du von einem Wolf angegriffen. Er rettete dich, pflegte dich gesund und zog dich auf, als wärest du sein eigenes Kind. Doch vor vier Jahren verschwand er spurlos. Als dir eine Stelle als Arzt in dem Dorf angeboten wird, in dem Malot zuletzt lebte, sagst du zu.

Doch auf dem Weg zu deinem neuen Arbeitsplatz wird deine Kutsche von einem Wolf angegriffen. Gerade so eben kannst du dich in eine Siedlung in der Nähe flüchten. Doch irgendetwas stimmt hier nicht. Und einer der Dorfbewohner sperrt dich gar ein, nachdem du seine Tochter gerettet hast. In deinem Verlies findest du Hinweise auf deinen Pflegevater. Und auf deine eigene Vergangenheit.

Drei Modi stehen dir zur Verfügung, wer im Verlauf des Spieles glaubt, die falsche Wahl getroffen zu haben, kann dies über die Optionen wieder ändern. Erfreulicherweise ist auch der einfachste Modus nicht mit Glitzern überladen, auch hier hat der Spieler noch ein echtes Spielerlebnis.

Der Tipp, sofern nach Moduswahl vorhanden, lädt sich mehr oder weniger schnell wieder auf. Neben den üblichen Fähigkeiten dieses Hilfsmittels zeigt er zusätzlich auch die Richtung an und weißt dich auf  Inventargegenstände hin, die deiner Aufmerksamkeit bedürfen.

Diese Inventargegenstände sind im Inventar mit einem Auge versehen und bedürfen einer weiteren Aktion. Mal ist es ein Minispiel, um zum Beispiel eine Box zu öffnen. Aber es gibt auch die einfache Kombination mit einem anderen Objekt oder eine Interaktion mit selbigem. Was die Sache zusätzlich interessant macht (und das gilt auch für viele andere Aktionen innerhalb des Spieles), ist die Tatsache, dass man in Shiver: Mondenhain auch mal um die Ecke denken muss. Wer eine Schraube lösen muss, der braucht nicht immer einen Schraubendreher, wer etwas losschlagen muss, kann manchmal auch auf einen Hammer verzichten.

Die meisten Dinge findest du in den jeweiligen Szenen oder durch Puzzles und Rätsel. Wimmelbilder sind nicht in großer Anzahl vorhanden, aber wenn, dann machen sie Spaß. Zwar finden sich oft nur zwei oder drei interaktive Suchobjekte auf der Liste, aber das hat nicht viel zu sagen. Denn während einiger dieser Dinge die üblichen zwei Klicks bedürfen, nicht alles ist so einfach, wie es scheint. Bis du eine Feder an einen Hut anbringen kannst, zum Beispiel, wirst du so manch anderes erledigen müssen. Und das macht diese Wimmelbilder so besonders. Sie haben ein Spiel innerhalb des Spieles.

Puzzles gibt es nicht allzu viele und diese bewegen sich eher im einfachen Rahmen, Rätsel dagegen gibt es mehr. Und sie alle haben die Möglichkeit des überspringens (je nach Modus natürlich) und das ist hier auch angebracht, denn das ein oder andere Mal ist es reine Geschicklichkeit, die entscheidet.

Grafisch ist Shiver: Mondenhain eher auf der dunklen Seite angesiedelt, es regnet die meiste Zeit, aber sehen kann man trotzdem ausreichend. Und für den „Notfall“ gibt es dann immer noch die Laterne. Geschichtlich ist es abwechslungsreich. Viele Notizen geben dir Auskunft über die Vergangenheit und machen damit die Gegenwart klarer. Und Artogon ist hier etwas gelungen, was nur wenigen Entwicklern gelingt: Selbst wer die Geschichte nicht liest, kann Zusammenhänge durch das Erspielte erahnen und das reicht, um nicht „sinnbefreit“ vor sich hin zu spielen.

Eine Karte gibt es nicht, die Orientierung fällt meist leicht und die Laufleistung wird nicht übermäßig beansprucht. Was ab und an irritierend sein kann, bzw. das Spiel erschwert, ist das Inventar. Nicht der Inhalt an sich, sondern die Menge. Es wird unübersichtlich und das ist der Moment, wo dann das „um die Ecke denken“ zusätzlich nervig werden kann. Wer fünfmal hin- und her klicken muss, um etwas zu finden, was eventuell kombiniert werden könnte und dann feststellt: Der Tipp wollte mir nur sagen, dass ich mir dieses Objekt noch nicht näher angesehen habe; der fühlt vermutlich Ungeduld in sich aufsteigen.

Die ca. 4 – 4,5 Stunden Spielzeit sind im oberen Durchschnitt und ganz ok, allerdings ist das Ende zu kritisieren. Es gibt nämlich keines. Wer ein Finale möchte, wer wissen möchte, wie die Geschichte, die du dir dank des geschickten Erzähl- und Spielstiles erspielt hast, ausgeht, der muss die Sammleredition kaufen. Denn nur in diesen zusätzlichen ca. 60 Minuten wird das klar. Die Normalversion endet an einer Stelle, die einfach nur unbefriedigend ist. Und das ist ein No-Go. So sollte man Spieler nicht behandeln.

Mit Shiver: Mondenhain, dem dritten Teil der „Shiver-Serie“, kehrt Entwickler Artogon wieder zurück zur Qualität des ersten Spieles (Shiver: Die verschollene Tramperin). Wir erleben im Laufe des Spieles genau das, was der Titel verspricht. Keinen Horror, aber ein Schauer des Unbehagens überkommt einen immer wieder mal. Atmosphärisch und interessant, spannend und unterhaltsam. All diese Adjektive kann man dem Spiel getrost attestieren. Das Ende der Normalversion aber macht viel von dem hervorragenden Eindruck kaputt. Schade.


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