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Shattered Minds: Zugabe


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Vast Games

Download: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 02.07.2012
Deutsch: 23.02.2013


Die Freiheitsstatue ist verschwunden, ebenso die Pyramiden und das Kolosseum. Und wo immer ein weltberühmtes Bauwerk verschwindet, findet man anschließend eine Visitenkarte mit dem Hinweis "Damien LeStrange, weltgrößter Zauberer". Nun ist auch eine Karte in Paris gefunden worden, doch noch ist kein Gebäude verschwunden. Du als Detektiv mit Händchen für die besonderen Fälle wirst nach Frankreich geschickt, um die dortige Polizei bei ihren Ermittlungen zu unterstützen.

Es sei vorweg gesagt: wenn du mehr als 2,5 bis max. 3 Stunden spielen möchtest, dann sei der dritte der drei Modi empfohlen. Der hat keinen Tipp, kein Glitzer und keine überspringfunktion - die einzige Möglichkeit, Shattered Minds: Encore durch Suchen der Wimmelbildszenen oder Puzzles zu verlängern. Die beiden anderen Modi unterscheiden sich nur in der Aufladezeit. Alle drei Modi aber haben kleine Texthinweise durch den Protagonisten, sowie ein Buch, das Codes und Puzzlelösungen festhält.

In gewohnter Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer Manier ist deine Bewegungsfreiheit nur durch noch nicht geöffnete Türen oder ähnliches eingeschränkt. Doch auch ohne die zwar anwesende, aber absolut nutzlose Karte wirst du nicht allzu viel laufen müssen. Zumindest keine langen Wege, denn es sind immer nur zwei bis drei Szenen tatsächlich von Interesse. Bis auf eine Ausnahme, zwei oder drei Mal musst du in eine schon längst abgearbeitete Szene zurück, um dort ein Wimmelbild zu spielen. Wo, das sehen Spieler in Modus 1 oder 2 an den Karten, die dort aufsteigen. Spieler im dritten Modus müssen überall dort noch einmal klicken, wo sie bereits eine Wimmelbildszene erledigt haben.

Der Tipp wird in Fällen wie diesen nur "sagen", dass es in der aktuellen Szene nichts zu tun gibt; einen Hinweis, in welche Richtung dich dein Weg führen sollte, gibt es nicht. Falls es aber noch etwas zu tun gibt, wird dir das selbstverständlich angezeigt, ebenso wie willkürliche Objekte in Wimmelbildern. Diese werden, wie angedeutet, zum Teil zweimal gespielt und enthalten alle zusätzlich versteckten Objekte. Ganz selten einmal ist auch ein interaktives Objekt zu finden. Die Szenen sind zwar nicht übersichtlich zu nennen, trotzdem wirst du in der Regel die meisten Objekte einfach finden können. Obwohl die Handlung in einer Nachtszenerie spielt, wirst du trotzdem keine Probleme haben, etwas erkennen zu können.

Erwähnenswert sind bei Shattered Minds: Zugabe ganz sicher die Puzzles. Von sehr einfach bis kniffelig ist eigentlich für jeden etwas dabei. Auch wenn bei einigen die Anleitungen eher dürftig sind, die Logik- und Geduldpuzzle brauchen ihre Zeit. Und auch wenn es absolut nichts gibt, was man nicht schon hunderte Male zuvor gesehen hat - sie machen das Spiel interessant und geben eine kleine Herausforderung. Und das ist auch nötig, in einer sonst eher öden Geschichte (die nie so wirklich und ganz erzählt wird, sondern die du dir mehr oder weniger zusammenreimen musst), Wimmelbilder ohne wirklichen Spielspaß und ein Spielverlauf, der vorausschaubar ist und ebenfalls schon unzählige Male gespielt wurde.

Grafisch wirklich schön gemacht, hapert es Shattered Minds: Zugabe an Detailgenauigkeit, Politur und Kreativität. Hier wurden Spielszenen hintereinander gesetzt, nicht wirklich ein Spiel geschaffen. Sehr unschön: In diversen Szenen hebst du etwas vom Boden auf - kommst du wieder an diesen Ort, wirst du Dinge an gleicher Stelle wieder entdecken. Und dann etwas, was schon in vielen Spielen bemängelt wurde, hier aber bald auf die Spitze getrieben wird: Immer wieder benötigst du Gegenstände, die du kurz zuvor weggeworfen hast und suchst Dinge, die eigentlich rumliegen.

Als kleines Beispiel: Eine Stoffpuppe hat mit zwei Fadenstichen ein Auge angenäht, das du benötigst. Du befindest dich in einer Werkstatt, hast gerade eine Wimmelbildszene mit vielen spitzen und scharfen Gegenständen durchsucht, siehst auch hinterher viele mögliche Gegenstände herumliegen. Weggeworfen hast du zu diesem Zeitpunkt bereits eine Schere, ein Messer und eine "scharfkantige Karte". Die logische Folge wäre: Du bekommst in dieser oder der kurz darauf folgenden Wimmelbildszene etwas, was in diesem Raum ist. Aber nein: Was du tun musst, ist eine Flasche an anderer Stelle umwerfen und drei Gegenstände zusammensuchen, mit der du dann eine Scherbe bekommst, mit der dieses Auge abgeschnitten wird. Und von solchen Szenen gibt es einige.

Shattered Minds: Zugabe ist schön anzusehen. Die Puzzles machen Spaß, sind nett gemacht und brauchen ihre Zeit. Es gibt keine extrem dunklen Ecken, keine ekeligen Angelegenheiten. Wegen der zunehmenden Häufigkeit der Wimmelbilder ist es für Suchfreunde sicherlich geeignet. Aber ein gutes Spiel ist es nicht. Es fehlt an Details, es fehlt an Sorgfalt und es fehlt an Lebendigkeit in der Geschichte und im Spielverlauf, es ist viel zu kurz. Wer den Vorgänger, Shattered Minds: Masquerade, gespielt hat, wird zurecht enttäuscht sein. Als alleinstehendes Spiel allerdings kann man, erwartet man keine Qualität, durchaus kurzzeitig unterhalten werden.

 

 


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