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Shadowplay: Die Inkarnation des Bösen


tassentassentassen
Herausgeber: Bigfish Games
Entwickler: Madhead Games

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 03.01.2017


Sehr kurzes Wimmelbildabenteuer ohne großen Schwächen
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Deine Schwester ist als angebliche Serienmörderin in einem Gefängnis inhaftiert. Da du von ihrer Unschuld überzeugt bist, lässt du dich ebenfalls einweisen, um den Dingen auf den Grund zu gehen.

Die Geschichte ist vom Ansatz her nicht eben neu, es kaum noch zu zählen, wie oft wir üble Dämonen, gern als Schatten, zu bekämpfen hatten. Aber sie ist ordentlich erzählt, ohne große logische Schwächen.

Unterwegs finden wir wie üblich allerlei brauchbare Gegenstände, zum Teil in Wimmelbildern, und haben Minispiele zu absolvieren. Positiv fällt auf, dass nicht alles nach einmaligem Gebrauch weg geworfen wird, nur um wenig später eigentlich erneut gebraucht zu werden. Negativ fällt auf, dass zum Beispiel eine Taschenlampe mehrfach mit Batterien versorgt werden muss. Wir finden zwar welche, die aber offenbar immer nur für einen kurzen Leuchtvorgang reichen.

Wir haben des weiteren eine magische Lampe zur Verfügung, die oftmals zwecks Bekämpfung der Schatten verwendet wird. Manchmal wird sie nur einfach angewendet, manchmal wird ein langweiliges Minispiel dazu benötigt.

Die Länge des Spiels bewegt sich an der unteren Grenze des gerade noch erträglichen. Zieht man die Füllsel ab, von denen es etliche gibt, so wird die Grenze sogar problemlos unterschritten. Wir haben hier viele Videosequenzen (die sich zumindest gewöhnlich abbrechen lassen), massenhaft Gegenstände, die erst noch zusammen gesetzt werden müssen und vor allem den in letzter Zeit viel zu oft auftretenden Irrsinn, dass in Nahansichten zuerst reichlich Müll verschoben werden muss, bis endlich etwas brauchbares gefunden wird. In anderen Worten: Das Spiel ist auf Zeit schinden auslegt.

Die Wimmelbilder sind abwechslungsreich. Teilweise haben wir die bekannten Wortsuchlisten mit kleinen Interaktionen, teilweise kleinere Suchbilder mit Silhouetten. Zweimal erhalten wir eine selten vorgeführte Variante: Hier sind zwei transparente Schichten übereinander gelegt. Über Schieber kann eine Folie verschoben werden mit dem Ziel, zwei Teile für ein Suchobjekt zusammen zu führen. Zwei kleine Schönheitsfehler sind aufgefallen: Mehrfach sind Objekte in der Suchszene zu sehen, nach denen auch gesucht werden soll, aber doppelt und dreifach. Und natürlich ist immer nur eins davon das richtige. Und ebenfalls mehrfach nimmt der Mauszeiger keine spezielle Form an, wenn er über ein Objekt geführt wird, das über Interaktionen verarbeitet werden muss. Wir sind hier auf die Hilfe oder gnadenloses Probieren angewiesen.

Die Minispiele stellen noch am ehesten eine Stärke des Spiels dar. Wir haben natürlich auch hier wieder extrem leichte, daneben aber eben auch interessante, die zum Teil tatsächlich Einsatz der grauen Zellen erfordern. Für viele völlig unzumutbar könnte das abschließende sein: Nicht nur, dass schon wieder der eigentlich mächtige Gegner besiegt werden soll, indem Paare von Symbolen gefunden werden. Es gibt auch drei Etappen, deren letzte so gut wie unspielbar ist, da die Symbole hinter Schatten versteckt sind und darüber hinaus ständig die Positionen wechseln. Zusätzlich ist es auch noch zufällig gesteuert.

Sehr merkwürdig ist das Inventar aufgebaut. Mehrfach kommt es vor, dass es optisch keineswegs gefüllt erscheint, sondern nur 5 Objekte dargestellt werden, wobei Platz für deutlich mehr wäre. Und dabei enthält es eben auch deutlich mehr, so dass wir erst scrollen müssen.

In der Sammlerausgabe können wir neben dem üblichen langweilige Zeichen (eines pro Szene) zu suchen und auch Chamäleonobjekte gibt es, sie tauchen nur in den Wimmelbildern auf. Das Bonusspiel ist absolut unabhängig vom Hauptspiel und ebenso kurz wie nichtssagend.

Fazit:
Wir haben hier ein viel zu kurzes Spiel ohne großen Anspruch im Abenteuerteil, aber durchaus gefälligen Wimmelbildern und Minispielen.