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Shadow Wolf Mysteries: Blutroter Mond


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 11.06.2014
Deutsch (Normal): 26.09.2014


Unterhaltsamer vierter Teil, bei dem wieder mehr Wert auf Logik gelegt wurde
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Im vierten Teil der Shadow Wolf Mysteries Reihe werden wir erneut nach Frankreich zitiert. Uns erreicht ein Brief von Ellis Cote, die uns in ihre Heimatstadt bittet, da der Tod diese heimgesucht hat und die Behörden dagegen machtlos sind. Uns begegnen zahlreiche Personen, bei denen wir nicht von Beginn an wissen, ob sie Freund oder Feind sind. Erst nach eingängigen Untersuchungen kommen wir dem übeltäter auf die Schliche. Aber werden wir alle retten können?

Gespielt wird in drei Schwierigkeitsgraden, die sich aber nur im Aufladetempo von Hilfe und überspringen unterscheiden und wie so oft in der Häufigkeit des Glitzerns. Während des Spielens können wir unsere Entscheidung jederzeit revidieren und über den Menüpunkt „Optionen“ ändern.

Ansonsten gibt es viel zu tun, im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts. Zum einen erhalten wir ein Analysegerät, mit dessen Hilfe sich unbekannte Substanzen identifizieren lassen. Haben wir herausgefunden, um was es sich schlussendlich handelt, wandert dieser Gegenstand in unser Inventar. Zum anderen können wir die Mitwirkenden mit einer Lupe untersuchen und z. B. an Hand ihrer Verletzungen Rückschlüsse zum Fall ziehen. Zwischendurch kommt noch ein Fingerabdruck-Set zum Einsatz, mit dem wir Fingerabdrücke ihren Besitzern zuordnen können.  Ebenfalls stehen uns eine einigermaßen hilfreiche Karte zur Verfügung, über die wir uns auch bewegen können und das obligatorische Tagebuch. Kurze Wege und eine zügige Unterbringung der gefunden Objekte machen die Nutzung der Karte jedoch meist überflüssig. Der Tippgeber zeigt zuverlässig in die korrekte Richtung, auch wenn er uns ab und an einen vorgegriffenen Zwischenschritt durchführen lässt.

Einfach, aber durchaus abwechslungsreich sind die Wimmelbilder gestaltet. So suchen wir z. B. nach Gegenständen, die wir mit einem Werwolf assoziieren oder gleiche Paare. Wir nehmen Objekte aus der Szene und setzen sie sofort wieder ein, um ein anderes Utensil freizulegen. Einige Male gibt es eine Umriss- oder Bildersuche, dazu legen wir Dinge wieder zurück und letztendlich sind einige wenige Male Begriffe zu finden. Alternativ können wir zu einer Mahjong-Variante wechseln, bei der wir zwei gleiche Steine nur dann entfernen können, wenn sie sich mit einer Linie, die nur zweimal geknickt wird, verbinden lassen.

Die Rätsel sind optisch schön gemacht, im Schwierigkeitsgrad aber eher im unteren Bereich angesiedelt. Bei einigen Minispielen überlässt man uns zwar die Wahl, ob wir sie im leichten oder schweren Modus spielen möchten, aber wirklich groß sind die Unterschiede nicht. Dazu haben die Entwickler nicht durchgängig den Knopf fürs Zurücksetzen eingearbeitet. Wir müssen z. B. eine Gans so steuern, dass sie alle Samenkörner auffrisst, eine Maus durchs Labyrinth lotsen, eine bestimmte Schreibmaschinentasten-Sequenz drücken und Scheiben in unterschiedlichen Geschwindigkeitsstufen rotieren lassen, damit eine Kugel den Weg zum Ausgang findet. Die meisten der Rätsel sind kurzweilig und gerade noch so anspruchsvoll, dass sie nicht langweilig werden.

Da in Sachen Grafik nicht blind in den Tuschkasten gegriffen wurde, wirken einige Szenen tatsächlich düsterer als andere und auch beim Thema Blut wurde nicht gespart. Allerdings wird die Erscheinung eines Werwolfes uns stark an den längst ausgestorbenen Saurier Tyrannosaurus Rex erinnern, gerade dann, wenn wir ihn nur als Schatten zu Gesicht bekommen. Die Mitwirkenden sind in den ersten Abschnitten, in denen sie mit uns sprechen, überhaupt nicht mehr animiert worden, es sei denn wir sehen ganz genau hin, dann können wir ein gelegentliches Augenzwinkern erkennen. Die Geräuschkulisse ist passend, die eine oder andere Stimme verbesserungswürdig.

Aber im Bereich Recycling hat ERS dazu gelernt. Immer wieder kommt es vor, dass wir ein Objekt nicht nur einmal verwenden, sondern nach Benutzung wieder einpacken können, um es an anderer Stelle nochmal zu gebrauchen. Einige Dinge lassen sich sogar mit den bloßen Händen bei Seite schieben, was auch nicht immer selbstverständlich ist.

Trotzdem in der Handlung einige Irrungen und Wirrungen eingebaut sind, ist sie doch recht schnell zu durchschauen. Da aber die Zwischensequenzen ein gutes Maß an Spannung bieten, ist diese Tatsache gut zu verschmerzen. Der Schluss ist nach ca. 4,5 – 5 Stunden kurz gehalten und leider nicht abgeschlossen. Nur die Besitzer der Sammleredition werden nach einer weiteren Stunde Bonuskapitel ein wahres Ende erleben, das anfangs wieder an den gleichen Schauplätzen stattfindet.
Zu den Extras gehören 15 Auszeichnungen, die wir ohne große Schwierigkeiten erreichen werden, 12 wiederspielbare Wimmelbilder und 15 wiederspielbare Rätsel. Zudem können wir 13 Gegenstände einsammeln, die mit Werwölfen zu tun haben. Natürlich fehlen auch nicht Konzeptkunst, Filme und Musik.

„Shadow Wolf Mysteries: Blutroter Mond“ ist um einiges besser gelungen, als seine beiden Vorgänger. ERS haben ein unterhaltsames Spiel auf die Beine gestellt das zwar nicht unbedingt durch die Handlung, jedoch durch die vielen kleinen Aufgaben, die wir zwischendurch zu bewältigen haben, seine Daseinsberechtigung hat. Bei den Wimmelbildern wird uns so gut wie die komplette Bandbreite des momentan Verfügbaren angeboten, dazu gesellen sich Rätsel, die zumindest Neueinsteiger gelegentlich fordern und auch bei Profis nicht das ganz große Gähnen hervorrufen werden. Die Probestunde gewährleistet einen optimalen überblick und ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert, die Sammleredition dagegen ist wieder mal verschenktes Geld.


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