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Secrets of the Dark: Die Schattenblume


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Orneon

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 22.08.2014
Deutsch (Normal): 28.10.2014


Gut gemachtes Wimmelbildabenteuer, dem auch am Ende die Puste nicht ausgeht
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Joseph, ein ehemaliger Militärpilot, bittet uns, seine Tochter Maria zu suchen, die auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Doch wie aus dem Nichts erscheint eine furchterregende Kreatur, die ihn und viele andere Einwohner mit einem Fluch belegt, der sie alles vergessen lässt. So sind wir letztendlich auf die Hilfe einer Wahrsagerin angewiesen, um das Geheimnis zu lüften und die Ordnung wieder herzustellen.

Die Grafik ist gewöhnungsbedürftig, zumindest was die Hauptakteure betrifft. Zu Beginn sehen sie noch irgendwie gezeichnet aus, im Laufe des Spiels ändert sich das aber und sie wirken immer mehr „echt“. Außer nach ihrer Verwandlung in Zombie-ähnliche Gestalten, da kommt das Gezeichnete wieder stärker zur Geltung. Die restliche Landschaft ist sehr farbenfroh und beinhaltet teilweise phantasievolle Elemente wie zum Beispiel unser Haustier, dessen Herkunft nicht erkennbar ist. Optisch erinnert es an einen rosafarbenen, fliegenden, illuminierten Hamster mit Kulleraugen. Dennoch haben die Entwickler einen Weg gefunden, all ihre verrückten Einfälle miteinander zu kombinieren, ohne dass es sich wirklich störend auf das Spiel auswirkt (auch ein Terrarien-Freund durfte sich hier austoben inkl. der dazugehörigen Reptilien). Trotzdem ist es verständlich, wenn nicht alle Spieler daran Gefallen finden.

Bei den vier angebotenen Schwierigkeitsstufen ist auch einer dabei, bei dem wir die Einstellungen selbst vornehmen können. Hier empfiehlt es sich, die Glitzerfunktion abzustellen, weil es sonst permanent an allen Stellen blinkt und funkelt, was teilweise für mehr Verwirrung sorgt, als eine Hilfestellung ist. Ansonsten können wir die Dauer der Aufladezeiten von Tipp und überspringen bestimmen, uns aktive Bereiche auf der Karte anzeigen lassen und die Einführung abwählen. Ein Wechsel während des Spiels ist jederzeit über Optionen möglich.

Gleich am Anfang erhalten wir einen Glow-Indikator. Mit dessen Einsatz können wir Gegenstände, die im Besitz des Bösen sind, davon befreien. Gelegentlich ist dies auch mit einem Rätsel verbunden.
Dann retten wir zu einem späteren Zeitpunkt Marias Haustier, das in unserem Inventar ein Plätzchen findet. Mit dessen Fähigkeiten können wir dunkle Ecken beleuchten oder uns weiter entfernte Objekte bringen lassen. Im Journal werden wichtige Hinweise mitgeschrieben und unsere aktuellen Aufgaben hinterlegt. Die Karte mit Transportfunktion zeigt zuverlässig an, wo es als nächstes etwas zu erledigen gibt. Deren Benutzung ist aber wenig erforderlich, da die Wege hier dieses Mal kurz gehalten sind. Schön ist auch die Tatsache, dass wir meistens schon alle Utensilien dabei haben, um eine Arbeit auch wirklich abschließen zu können und der Spielfluss dadurch permanent konstant bleibt. Auf den Tippgeber wurde viel Wert gelegt. Befinden wir uns bereits am richtigen Ort und wissen nicht, wie es weiter geht, zeigt er uns als Umriss den Inventargegenstand gleich an der passenden Stelle an. Müssen wir die Szene wechseln, öffnet sich ein Fenster und wir können darin ebenfalls schon den Platz erkennen, den wir uns dort näher ansehen sollen. Praktischerweise besteht die Möglichkeit, uns auch direkt über dieses Fenster dorthin transportieren zu lassen.

Wie in den anderen Teilen dieser Reihe, haben wir auch hier die Gelegenheit über eine Lampe die Dimension zu wechseln. Meist landen wir in einem unterirdischen Höhlensystem, in dem wir versuchen müssen, das Böse aufzustöbern. Ganz selten nur bewirken wir allerdings mit unserem Tun in der einen Zeit etwas, was sich auf die andere auswirkt. Wem gerade dieser Punkt besonders gut gefallen hat, wird enttäuscht werden.

Klasse statt Masse ist das Motto, wenn es um die Wimmelbilder geht. Insgesamt gibt es acht Stück, die alle nur einmal gespielt werden. So suchen wir Gegenstände nach Umrissen und verwenden diesen wieder im Bild, um ein anderes Objekt zu erhalten. Dazu gesellen sich Wortsuchlisten mit guten Interaktionen und finde z. B. alle Kätzchen im Bild. Ein Hinweis: Im Bonuskapitel der Sammleredition gibt es nur die Variante mit den Wortsuchlisten und dort relativ häufig.

An Minispielen wurde nicht gespart, ich habe mindestens 30 Stück gezählt. Und trotz dieser Menge wirkt keines von ihnen deplatziert oder gar überflüssig. Einige sind relativ einfach gestrickt und uns sehr wohl bekannt. Doch immer wieder haben die Entwickler es geschafft, dazwischen kleine Highlights zu setzen. So müssen wir Eidechsen mit Fliegen füttern, die über ihnen vorbei schweben. Jedes Reptil besitzt aber eine andere Zungenlänge, so dass wir erst herausfinden müssen, welches Tier an welches Insekt kommt. Auch am gängigen Sequenzen wiederholen wurde getüftelt. Unsere Aufgabe ist es, an einem Stoffpüppchen die Bewegungen einer Ballerina zu wiederholen, die diese uns vortanzt. Bei jedem Rätsel ist eine Neustart-Funktion vorhanden, gelegentlich gibt es sogar die Möglichkeit, nur einen Zug zurückzufahren, um nicht komplett von vorne anfangen zu müssen. Wünschenswert wäre gewesen, die Erklärungen zu den einzelnen Puzzeln etwas ausführlicher zu gestalten.

Die Spieldauer bewegt sich irgendwo zwischen vier und fünf Stunden. Trotz intensiven Nachlesens der Geschichte, haben sich bei mir nicht alle Fragen aufgeklärt und auch das Ende ist nicht befriedigend. Besser aufgelöst wird die Geschichte leider erst im Bonuskapitel, das uns nochmal eine gute Stunde beschäftigen wird und bei dem teilweise wieder die gleichen Orte verwendet wurden. Als Extras können wir zudem 16 Chamäleonobjekte einsammeln, deren Auffinden auch nachträglich noch möglich ist. Entdecken wir außerdem noch alle 30 Blumen im Spiel, erhalten wir danach ein zusätzliches Rätsel als Bonus, das aber nicht der Rede wert ist. Die Auszeichnungen, die wir fast ausschließlich automatisch erlangen, sind mit einem Punktesystem versehen, dessen Bedeutung allerdings nirgends hinterlegt ist. Außerdem stehen noch Konzeptkunst und 10 wiederspielbare Rätsel für uns bereit.

„Secrets of the Dark: Die Schattenblume“ ist ein eigenständiger Teil dieser Reihe, bei dem Vorkenntnisse nicht notwendig sind. Der Mix aus verschiedenen Genres und Stilen wirkt auf den einen oder anderen sicherlich etwas befremdlich, trotzdem sind der Aufwand und die Liebe zum Detail gut erkennbar. Zwar ist es nicht frei von Schwachstellen, wie z. B. immer wieder den gleichen Gegenstand suchen, weil er nach einmaliger Benutzung aus dem Inventar verschwindet, aber es wurde auch vieles richtig gemacht. Erwähnenswert sind hier am Ende nochmal die Wimmelbilder und Minispiele, die einen Extrapunkt verdienen. Selbst wenn die Geschichte nicht ganz rund ist, empfehle ich hier auf jeden Fall die Probestunde, die einen zuverlässigen Querschnitt zeigt.


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