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Secrets of The Dark: Das Geheimnis des Familienanwesens


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Oreon

Download (Sammler): BigFish Games.de
Download (Normal): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 25.07.2013
Deutsch (Normal): 06.09.2013


Du hast schon in zwei ungewöhnlichen Fällen (Secrets of the Dark: Pyramide der Nacht und Secrets of the Dark: Der finstere Berg) bewiesen, dass du die Mächten der Dunkelheit nicht fürchtest, doch dies könnte dein schwierigster Fall werden. An der mediterranen Küste von Griechenland bittet eine junge Frau dich um Hilfe. Sie hat den Familienwohnsitz geerbt, doch beunruhigende Ereignisse erzeugen Angst und du sollst helfen, den Ursprung von all dem herauszufinden. Direkt nach deiner Ankunft öffnet sich eine Gruft und ein Geist bedroht dich und entführt die junge Frau.

Schon bald erfährst du: Dieser Geist hat seine Geschwister ermordet, denn nur wenn er der letzte der Familie ist, kann er die Macht der Dunkelheit auf immer für seine Zwecke gebrauchen. Nur du kannst noch helfen, das Licht, das ihn bisher gefangen gehalten hat, wieder herzustellen und so die bösen Pläne zu durchkreuzen und die letzte Nachfahrin der Familie retten.

Gleich zu Beginn des Spieles wird Secrets of The Dark: Das Geheimnis des Familienanwesens die meisten Spieler begeistern. Nicht nur durch die schönen Grafiken, gerade die ersten Wimmelbilder sind sehr kreativ. Statt zu suchen, stellst du Dinge wieder weg, etwas, was wir kennen und eine nette Abwechslung ist. Aber es kommt noch besser. Du hast ein Inventar mit Dingen, die zurück gestellt werden müssen, und ist eine Sache an ihrem Platz, erscheinen Suchbegriffe. Hast du diese gesuchten Gegenstände gefunden, finden sie ihren Platz in der Szene, ergänzen das Bild und bist du komplett fertig, erwacht das Bild zu einer animierten Szene, nach deren Ablauf du deinen Inventargegenstand bekommst. Man hat tatsächlich das Gefühl, nicht sinnlosen Mist zu suchen, der mit dem benötigten Gegenstand nichts zu tun hat. Kreativ und unterhaltsam kommt der Spieler an das, was er braucht. Später wirst du an diesen Ort noch einmal zurückkehren und eine gewöhnliche Wortliste abarbeiten.

Dann sind die ersten 30-45 Minuten vorbei. Und jede weitere Szene ist ein simples Wimmelbild, nicht einmal mit interaktiven Objekten versehen. Und es ist die sinnlosestes aller Suchen, denn erst wenn du zwanzig Teile unsinnigen Mülls gefunden hast, bekommst du gesagt, dass jenes Letzte, erst jetzt genannte Objekt, zu finden sei und für dich wichtig ist. Nur einmal noch, nach etwa 2 Stunden, wirst du ein Suchbild wie oben beschrieben erleben.

Neben den Wimmelbildern, die in der Regel zweimal gespielt werden und meist recht übersichtlich und unspektakulär gehalten sind, gibt es drei Dinge, die den Spielverlauf zeitlich gesehen ausmachen. Zum einen die Puzzles. Es ist allesamt alte Bekannte. Die Variante „alle Knöpfe müssen eingedrückt sein, drückst du einen, hat das Einfluss auf andere“ spielt man gefühlte 10 Mal; nicht verschweigen kann man aber, dass jedes Puzzle visuell an die Spielsituation angepasst und gut gemacht ist. Zudem dauern diese Puzzles, alle sind auf Zeit bzw. Geduld ausgelegt. Mal nervig, mal aber einfach interessant und kniffelig. Acht der Puzzles, also etwa die Hälfte, können in der Sammleredition beliebig oft nachgespielt werden.

Der zweite Zeitfaktor ist die Laufleistung. Oh, du wirst laufen. Ohne Karte, ohne Hoppsfunktion. Und du wirst Aufzüge und Flöße und eine Bahn benutzen. Immer wieder. Und auch wenn du bei Letzterem die Möglichkeit hast, die "überspringfunktion" zu nutzen - es dauert trotzdem. Genau wie fast alle Animationen. Und so "lebt" Secrets of The Dark: Das Geheimnis des Familienanwesens davon, dass die Spieldauer nicht durch Spiel sondern durch andere Faktoren erreicht wird. Und selbst das klappt nicht. Ohne Puzzles zu überspringen braucht man ca. 3 Stunden, bis das Ende da ist. Die Sammleredition gibt 20 Minuten dazu.

Das eigentliche Spiel ist gut gemacht, die Abläufe sind nachvollziehbar, es gibt wenig oder keine Stellen, an denen man sich fragend umschaut und "Was nun?" sagt. Nur gibt es immer gleich so viele offene Baustellen, dass man schon mal ins Grübeln kommen kann, wo es denn war, wo man dieses oder jenes einsetzen muss. Da du in einigen Szenen durch einen Klick die örtlichkeit von Gegenwart auf Vergangenheit ändern kannst, ist es sehr angenehm, dass der Tipp dir auf Anfrage ein Bild des nächsten Ortes zeigt, an dem du etwas tun kannst. Jetzt musst du dich nur noch erinnern, wie die andere Seite aussah ;).

Was bleibt, ist ein Spiel, dass hätte sehr sehr gut werden können. Doch Orneon hat sich mit Secrets of The Dark: Das Geheimnis des Familienanwesens auf die mehr-Schein-als-Sein - Schiene begeben. Das ist schade. Vor allem in Hinsicht darauf, dass man zu Beginn des Spieles einen ganz anderen Eindruck erhält. Die Sammleredition ist rausgeworfenes Geld, die Normalversion sollte man aber definitiv anschauen. Mit dem Wissen, dass der Höhepunkt nach spätestens 45 Minuten Spielzeit erreicht wurde.

 


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