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Secret Trails: Gefrorenes Herz


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Foxy Game Studios

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Secret Trails: Gefrorenes Herz auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Elke M.
Datum: 24.11.2013
Deutsch (Normal): 25.03.2014

Langweiliges Wimmelbildspiel in unterdurchschnittlicher Länge
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Da unsere Schwester Emma bald Geburtstag hat, planen wir, ihr einen Besuch abzustatten. Wir freuen uns auf die grünen Parks und die romantischen Gassen des Städtchens Bloomingspring. Es ist einer der schönsten Flecken Erde, den wir je gesehen haben. Doch als wir dort eintreffen, ist alles anders. Emmas Haus ist vollkommen zugeschneit. Und bevor wir sie im Inneren noch in Sicherheit wähnen, wird sie vor unseren Augen vermutlich vom finsteren Wettermeister entführt. Ein Bekannter gibt uns einen Tipp, wo wir mit der Suche beginnen sollten und flugs machen wir uns auf den Weg.

Trotz Schneelandschaften sind die Grafiken farbenfroh und sogar etwas weihnachtlich. Auffällig ist nur, dass die Gegenstände, die unserem Inventar zugeführt werden, plötzlich einen Comic-ähnlichen Look erhalten. Die Stimmen sind genau wie auch die Musik unspektakulär und eher dezent gehalten. Dafür wird nicht an Zwischensequenzen gespart, gerade im ersten Teil des Spiels wurde über das erträgliche Maß hinaus mit diesem Element gearbeitet.

Wenn wir uns für einen von drei Schwierigkeitsgraden entschieden haben, ist kein nachträglicher Wechsel mehr möglich, ohne eine neues Profil anlegen zu müssen. Die Wahl haben wir zwischen den 3 üblichen Modi „Normal“, „Schwer“ und „Experte“. Alle unterscheiden sich in der Aufladegeschwindigkeit des Tippgebers, ob interessante Bereiche markiert sein sollen oder nicht, ob man bei zu häufigem Klicken in den Wimmelbildern bestraft werden möchte und ob eine überspringenfunktion verfügbar sein soll.

Ansonsten haben wir noch eine Karte im Gepäck, über die wir andere Bereiche schnell erreichen können und ein Tagebuch, in dem die Geschichte mitgeschrieben wird. Zur Karte ist zu sagen, dass sie wenig hilfreich ist, weil ständig eine Unmenge an Plätzen als aktiv gekennzeichnet werden, ohne zu berücksichtigen, ob wir dort irgendwann mal was tun können oder jetzt sofort einen zielführende Aufgabe zu erledigen haben. Ein Klick auf den Tipp hilft uns da besser weiter, auch wenn der wiederum alles verrät und uns in Form einer Textnachricht den nächsten wichtigen Ort aufzeigt.
Ein magischer Pinsel, mit dem wir uns auf glatten Oberflächen wichtige Objekte zeichnen können, die sich dann in echte Gegenstände verwandeln und in unser Inventar wandern, verschwindet irgendwann wieder.

Insgesamt spielen wir 15 Wimmelbilder. Des öfteren müssen wir vorab eine Aktion ausführen, um sie sichtbar zu machen. Sie bestehen ausschließlich aus klassischen Wortsuchlisten. In der Probestunde werden uns in den Wimmelbildern etwa immer drei kleine Interaktionen dargeboten, danach reduziert es sich meistens auf einen Zwischenschritt, und der ist so lächerlich, dass man ihn auch ganz weglassen hätte können. Wir heben z. B. einen Deckel hoch, um einen Zuckerwürfel aus der Dose zu nehmen. Oder wir nehmen ein paar Flügel und befestigen sie an einer Engelstatue. Innovativ ist auch die Variante, bei der wir eine Schublade öffnen, um darin einen Gegenstand der Liste zu finden.

Genauso wenig vielversprechend wie die Wimmelbilder sind auch die Minispiele. 18 Vertreter aller gängigen Rätselarten wollen von uns bewältigt werden. Dabei sind fast alle auf der ganz einfachen Schiene angesiedelt und mit wenigen Klicks zu erledigen. Dass es dazu auch noch Auszeichnungen für das Lösen dieser Spiele in weniger als 90, 60 und 30 Sekunden gibt, sagt wohl alles. Und wir müssen uns nicht verbiegen oder besonders anstrengen, um diese zu erlangen. Wir platzieren Zahnräder um etwas in Gang zu setzen, wir sortieren Buchrücken in der richtigen Reihenfolge, wobei sie freundlicherweise mit den Zahlen 1 – 14 gekennzeichnet sind und suchen gleiche Paare auf einem Obstteller, also zwei Bananen, zwei Orangen, zwei äpfel usw. Einigen Rätseln können wir zwar eine gewisse Kreativität nicht absprechen, letztendlich fehlt aber doch der Pfiff, um sie tatsächlich attraktiv zu machen.

Zu guter Letzt bleibt also nur noch die Handlung und die ist gelinde gesagt genauso unteres Mittelmaß wie der Rest. Von einem Moment auf den anderen werden aus Feinden Freunde, aus den Bösen die Guten, ohne uns darüber aufzuklären, warum die Bösen denn überhaupt zu diesen geworden sind!? Auch nach mageren 3 Stunden bleibt man uns diese Begründung schuldig und wir beenden mit einigen Fragezeichen in den Augen das Spiel. Das Bonuskapitel, durch das wir uns ca. weitere 45 Minuten quälen, soll einen Epilog darstellen, wirkt aber wie eine krampfhaft angehängte Geschichte. Es hält nochmal 5 Wimmelbilder und 5 Rätsel bereit, dazu Konzeptkunst, Wallpapers, zwei Melodien und 21 Schmetterlinge, die in verschiedenen Szenen zu finden sind. Allerdings können wir nirgends nachlesen, wie viele dieser Flattermänner wir bereits eingesammelt haben. 36 Auszeichnungen hören sich grundsätzlich nach recht vielen an, wenn wir sie uns aber näher betrachten, sind die meisten durch Handlungen, die sowieso ausgeführt werden müssen, zu erreichen. Witzig ist auch, dass nach Beendigung des Bonuskapitels uns doch tatsächlich für das Spielen der Probestunde gedankt wird, und wir uns unbedingt die Vollversion kaufen sollen!!! Zumindest ist das in der englischen Fassung so.

„Secret Trails: Gefrorenes Herz“ ist kein geheimnisvolles Spiel, es ist eher eines, das von Beginn an keine Geheimnisse vor uns hat. Außer das Ende, das ist vermutlich so Top Secret, dass selbst die Entwickler es noch nicht kennen, denn sonst hätten sie es uns vermutlich verraten. Es ist nicht Fisch und nicht Fleisch, nichts Halbes und nichts Ganzes. Manchmal ist es tatsächlich interessanter, dem Gras beim Wachsen zuzusehen, als sich mit solchen Spielen zu beschäftigen. Der Probedownload ist hier kein repräsentativer Querschnitt, weil es danach noch weniger Tiefe und Substanz gibt. Selbst Neueinsteigern kann man nicht dazu raten, weil es dafür viel besser geeignete Vertreter gibt, die mit Sicherheit auch wesentlich mehr Spaß machen.


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