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Secret City: Die Kreide des Schicksals


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Domini Games

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 29.06.2020


Einfaches Wimmelbild-Abenteuer durchschnittlicher Länge
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Ein von Titanen geschaffenes mächtiges Artefakt, die Kreide des Schicksals, wird gestohlen. Selbstverständlich werden wir beauftragt, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Beim Ringen nach Worten für die vorliegende Nachlese fiel auf, dass im wesentlichen die aus den letzten Monaten mit nur leichten Modifikationen übernommen werden können. Mit anderen Worten: Same procedure as last game, wie Miss Sophie aus dem Dinner for One sagen würde.

Die Geschichte wird holprig vorgetragen, Logik wie so oft viel zu häufig außer Acht gelassen. Schon recht früh wurde klar, dass nichts weltbewegendes zu erwarten sein würde: Schon wieder haben wir eine magische Brille als Gadget, diesmal allerdings geht sie nach einmaligem Gebrauch irreparabel kaputt und wird duch eine Tätowierung ersetzt, man hätte also getrost auch gleich darauf verzichten können. Und wenn ein Hausbesitzer, nachdem wir ihm wie üblich geholfen haben, uns eine Flasche mit Säure überreicht,um ein Vorhängeschloss an der eigenen Tür zu entfernen, haben wir eigentlich schon genug. Natürlich haben wir überwiegend des weiteren Standardaufgaben zu lösen, wobei sicherheitshalber Gabeln, Pinzetten, Haarnadeln und Plastikkarten gleich mehrmals auftauchen. Und natürlich ist wieder einmal alles mögliche erst mal kaputt ud muss repariert bzw. vervollständigt werden.

Aber es ist nicht alles schlecht: Wir verwenden tatsächlich einmal eine Münze nicht als Schraubenzieher-Ersatz, ein paarmal werden Objekte auf nicht gänzlich von vornherein bekannte Weise verwendet, und im Bonuskapitel (man glaubt es kaum) wird Benzin aus einem Tank nicht auf physikalisch-technisch unmögliche Weise gezapft.U/nd besonders erfreulich ist die Tatsache, dass wir die Einblendung von vollkommen sinnlosen und überflüssigen Aufgaben abschalten können. Auch bei der Grafik ist eine zumindest leichte Verbesserung insofern zu beobachten, als die Farben zwar immer noch unrealistisch sind, aber nicht mehr ganz so grell gehalten sind wie es Domini ansonsten regelmäßig vorführt.

Der Abenteuerteil hält wenig Schwierigkeiten bereit, die Minispiele weisen zumindest hier und da etwas Anspruch auf. Die Wimmelbilder wenigstens sind ansprechend geworden, recht abwechslungsreich mit so ziemlich allen bekannten Varianten und sogar in Teilen mit wirklichem Suchen.

Der Tipp und die Karte arbeiten zuverlässig und stellen eine Teleporterfunktion zur Verfügung.

Die Sammlerausgabe ist einigermaßen großzügig bestückt. Es gibt in fast allen Szenen Chamäleonobjekte und Bilder als Sammelobjekte zu finden, wobei finden bedeutet, dass nicht groß zu suchen ist. In den Nahansichten sind außerdem Münzen zu finden, mit denen man später etwas kaufen kann. Das Bonuskapitel ist unabhängig von der Hauptgeschichte und nicht gar so kurz wie zuletzt häufig zu erleben.

Fazit:
Anfänger und diejenigen, die ein einfaches Spiel ohne große Überraschungen bevorzugen, könnten auf ihre Kosten kommen. Erfahrenere Spieler und solche, die Anspruch schätzen werden eher nicht zufrieden sein.