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Season of Mystery: The Cherry Blossom Murders
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Square Enix
Wenn Du Season Mystery: The Cherry Blossom Murders auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang
Autor: Sonja R,

April 1897: Richard Pemberton lebt mit seiner Frau Irene als Attaché des Botschafters in Japan. Beiden gefällt das Land sehr gut und Irene denkt, dass es ewig so weiter geht. Doch dann findet sie ihren Mann mausetot vor und die japanische Polizei geht von einem Selbstmord aus. Irene dagegen nicht, hält sie doch gerade einen Selbstmord für ausgeschlossen. Also macht sie sich selbst auf die Suche nach den wahren Hindergründen von Richards Tod.

Ohne Zeitlimit blickst du von oben auf den armen Kerl und die Szene um ihn herum hinunter und beginnst deine Suche nach Gegenständen auf deiner Liste. Die Grafiken sind dabei recht gut und auch die Hintergrundmusik passt zu Land und Zeit. Der Designer war offenbar ein Katzenliebhaber, denn es gibt keine Szene ohne eine Mietze, was aber nicht stört. Doch dann fängt es an zu kränkeln.

Während am Anfang noch neue Orte hinzu kommen, hört das etwa nach der Hälfte des Spieles auf. Irenes Ermittlungen bewegen sich in einem ziemlich kleinen Umkreis und das bekommst du zu spüren. Nochmal in der Küche der Botschaft, wieder in das Geisha-Haus, erneut Kenzo einen Besuch abstatten.

Nun sind die Suchlisten der Wimmelbilder zufälliger Natur, aber was hilft das, wenn ihre Anzahl sehr eingeschränkt ist. So hast du nicht nur die ständige Wiederholung der paar Orte, sondern auch immer wieder gleicher Objekte, von denen du bald weißt, wo du sie finden kannst. Lediglich am Anfang hast du das Gefühl, dass sie gut versteckt sind und brauchst wohl auch mal den Tipp, der nicht allzu schnell auflädt. Mit der Geschichte haben sie dabei nicht viel zu tun, bis auf vielleicht mal einen Inventargegenstand.

Eher selten geht ein Gegenstand aus einem Wimmelbild ins Inventar, mal direkt oder auch nach der Zwischensequenz, in der Irene dir ihre Überlegungen mitteilt. Die ganze Geschichte macht zwar mal mehr, mal weniger Sinn (warum muss Irene den Verdächtigen beweisen, dass sie es waren, wenn sie selbst es wissen?), ist sehr flach und eigentlich auch uninteressant. Das Einsetzen der wenigen Inventarobjekte ist dann auch so offensichtlich und idiotensicher gemacht, dass man es sich eigentlich hätte sparen können.

Wenigstens sind die Minispiele in die Geschichte und den Ablauf integriert, aber auch hier gibt es kaum geistige Herausforderungen. Mache mit einem Bleistift die durchgedrückte Schrift sichtbar, puzzle eine Notiz oder Scherben einer Vase zusammen, spiel Memory, suche Unterschiede. Etwas anspruchsvoller sind die Logik-Rätsel, wenn du anhand der Aussagen des Rikscha-Fahrers das richtige Haus ermitteln musst oder auch die Zahlen eines Schlosses anordnen. Das Schieberätsel zum Schluss hin ist endlich mal eine Herausforderung.

Nun habe ich die deutsche Version gespielt und unglücklicherweise hat man sich mit der Übersetzung keine allzu große Mühe gegeben. Da werden Besen und Pinsel mal eben mit dem Gesamtbegriff Bürsten zusammen gefasst, weil das halt im Englischen so ist. Die Armbanduhr entpuppt sich als Taschenuhr, der Baseballschläger als Fledermaus und der Flachmann als Laborglas, ein Arbeitszimmer wird zum Atelier. Da mutet es schon gar nicht mehr so seltsam an, dass der Sekretär des Botschafters mitten im Gespräch mit Irene vom "Sie" auf das "Du" wechselt - war das doch um die Jahrhundertwende völlig normal! Nicht mit Übersetzung, aber mit Oberflächlichkeit kann man wohl die Tatsache begründen, dass Botschafter Tilley im Spiel im "ey" geschrieben wird, auf der Karte aber mit einfachem "i". Das hat mich dann auch nicht mehr gewundert.

Season of Mystery: The Cherry Blossom Murders hätte ein gutes Spiel werden können, wenn man sich mehr Mühe gegeben hätte. Die Geschichte ein wenig aufpolieren, Irene nicht nur im Umkreis von gefühlten 50 Metern ermitteln lassen und mehr Objekte. Das alles ist aber nicht geschehen und so muss bei einem Probedownload jeder selbst entscheiden. Aber bitte unter Berücksichtigung, dass die in der Probezeit gespielten Orte immer wiederkehren.

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