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Sea of Lies: Nemesis


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Sammler): BigFish Games.com
Download (Normal): BigFish Games.com

Autor: Elke M.
Datum: 28.07.2014

Unwesentlich verbesserter zweiter Teil
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Die Obrigkeiten einer kleinen Stadt sind ratlos aufgrund des Todes etlicher prominenter Einwohner. Der Gouverneur selbst fragt uns, als Senorita Adams, ob wir die Untersuchungen hierzu aufnehmen möchten. Er stellt uns seinen Adjutanten zur Seite, der aber keine große Hilfe und vermutlich selbst in die Angelegenheit verwickelt ist. Werden wir herausfinden, was sich hier abgespielt hat, wie die Zusammenhänge sind und vor allem wer die Bürger ermordet hat?

Gleich zu Beginn prasseln jede Menge Informationen auf uns ein, die nirgendwo festgehalten werden, so dass wir die allergrößte Mühe haben, der Handlung zu folgen. Dazu gesellt sich in der englischen Version ein schauriges Voice Over, denn alle Texte sind bewusst in schlechtem Englisch mit übertriebenem spanischem Dialekt gesprochen.  Immerhin wurde auf Lippenbewegungen geachtet und auf überflüssige, musikalische Untermalung verzichtet. Die Grafik ist in Ordnung, ansprechend und passend und Dialoge in großer Anzahl vorhanden, die wir aber auch schnell durchklicken können.

Im zweiten Teil der Reihe stellt uns Eipix vier Modi zur Verfügung. Der letzte davon ist zum selbst zusammenstellen und wir können aus folgenden Unterpunkten wählen: Tutorial, Umfang der Karte, Stärke der Klickstrafen, Aufladegeschwindigkeit von Tipp und überspringen, hilfreiche Nachrichten, Glitzern von und in Wimmelbildern und das von aktiven Bereichen. über das Menü sind unsere Einstellungen jederzeit änderbar, alternativ können wir dann auch einen voreingestellten Schwierigkeitsgrad übernehmen.

Ansonsten besitzen wir eine übersichtliche und zuverlässige Karte, mit deren Hilfe wir uns auch fortbewegen können. Allerdings sind die Wege kurz und in den seltensten Fällen müssen wir einen vorher gespielten Abschnitt erneut aufsuchen. Dazu erhalten wir ein Köfferchen, in dem sich ein Set zum Abnehmen von Fingerabdrücken befindet. Wenn uns im Spiel das Symbol dazu angezeigt wird, kommt dieses zum Einsatz. Außerdem sind einige Inventargegenstände mit einem Pluszeichen markiert, woraufhin wir diese vergrößern können. Danach sind wir im Stande, dieses Objekt entweder auseinander zu bauen, ihm etwas hinzuzufügen oder auch mal ein kleines Rätsel zu spielen.

Insgesamt elf umfangreichere Wimmelbilder erwarten uns, die immer aus mehreren Teilen bestehen und wild zusammengewürfelt sind. Spätestens da lohnt sich die individuelle änderung der Schwierigkeitsstufe, da uns sonst ein wahres Feuerwerk an blinkenden Gegenständen erwartet.
Von der Umriss-Suche, über Wortsuchlisten, bis hin zur Aufnahme von Dingen, die wir sofort wieder einzusetzen haben, ist alles vorhanden. Zusätzlich gibt es gelegentlich Umschreibungen, nach denen wir dann ein Utensil finden müssen. Trotz all der Mühe sehen wir mehr als einmal gleich zu Beginn das Objekt, das wir eigentlich benötigen, erhalten dieses aber erst dann, wenn das Wimmelbild von uns erledigt wurde, obwohl immer Interaktionen mit eingebaut wurden, aber eben nicht für diesen Gegenstand. Wer lieber eine Runde 3-Gewinnt absolviert, als sich mit den mittelmäßigen Wimmelbildern herumzuschlagen hat Glück, denn auch diese Möglichkeit ist vorhanden.

An Minispielen haben die Entwickler nicht gespart. Doch wahre Rätselfreunde werden hier nicht auf ihre Kosten kommen. Alle 30 Stück (inkl. Bonuskapitel) sind mehr Kurz-Versionen für zwischendurch und werden uns deshalb auch oft genug nur im Fenstermodus angeboten. Die Palette reicht hier von Sequenzen wiederholen, Blöcke verschieben, Rohrleitungen verbinden bis hin zu gleiche Paare finden und einem Hütchenspiel. Mit wenigen Handgriffen können selbst ungeübte Spieler jedes davon lösen.

überraschend sehenswert gestaltet ist dann das Ende, das uns nach höchstens drei Stunden Spielzeit erwartet. Hier blitzt der Funke an Ideenreichtum durch, der vorher durchgängig fehlte und dieser einfallslosen Handlung mit Sicherheit gut getan hätte. Das Bonuskapitel hängt zwar indirekt mit dem Hauptteil zusammen, ist aber für das „normale“ Ende nicht relevant. In der Sammlerversion gibt es zusätzlich noch eine Menge Extras. So können wir insgesamt 40 Schatztruhen einsammeln. Auch wenn wir während des Spiels nicht alle finden, haben wir hinterher die Möglichkeit, die fehlenden Kisten zu erlangen. Befinden sich alle in unserem Besitz, wird ein zusätzlicher Raum freigeschaltet, hinter dem sich ein großes Wimmelbild versteckt. Außerdem dürfen wir alle Szenen noch einmal besuchen, um dort ein angezeigtes Souvenir zu finden und dürfen mit dem Geld aus den Schatztruhen einen weiteren Raum mit Gegenständen bestücken, was aber keinerlei Bezug zum Spiel hat. Natürlich gibt es auch jede Menge Auszeichnungen, ein weniger gelungenes Making Of, Konzeptkunst, Musik und Filme. Zudem können alle Rätsel und Wimmelbildern noch einmal gespielt werden.

„Sea of Lies: Nemesis“ ist ein kleines bisschen besser als sein Vorgänger, aber noch weit entfernt von Eigenschaften wie unterhaltsam, spannend und kreativ. Wieder lässt man uns keinen Raum für selbstständiges Denken und Handeln. Es ist lediglich eine Aneinanderreihung von Aktionen, die nach und nach abzuarbeiten sind. Dazu wiederholen sich zum x-ten Male die magere Spielzeit, der fehlende Schwierigkeitsgrad und die unspektakuläre Handlung, bei der wir vergeblich auf den Bezug zu Nemesis (griech. Göttin des gerechten Zorns) warten. Die Probestunde ist hier verlässlich und bietet einen guten überblick.


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