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Sea of Lies: Brennende Küsten


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Eipix

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 09.02.2015
Deutsch (Normal): 12.05.2015


Konfuser dritter Teil ohne Spannung und vernünftigem Ende
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Eine fremdartige Plage wütet durch einige Küstenstädte. Deshalb reisen wir nach Port Talbot, um an einem Heilmittel mitzuwirken. Aber nachdem die Einwohner ins benachbarte Wellport evakuiert wurden, finden wir uns plötzlich inmitten eines abwegigen Planes wieder, den sich nur ein Irrer ausgedacht haben kann. Nun kennen wir zwar die Wahrheit, aber wird es uns gelingen, weitere Opfer entlang der brennenden Küste zu verhindern?

Die Geschichte macht so gar keinen Sinn. Merkwürdige Gestalten mit Vogelmasken legen zum einen überall Feuer, zum anderen machen sie es sich aber auch zu ihrer Aufgabe, die Wasservorräte der Stadt zu verseuchen. Deren Identität wird selbst am Ende nicht aufgeklärt und das ist nicht das Einzige was im Dunklen verbleibt. Die Grafiken sind nicht überwältigend, aber in Ordnung. Personen, mit denen wir sprechen, bewegen ihre Lippen nur im Dialogfeld, in der Szene selbst bleiben sie steif und starr. Auch die Musik- und Stimmenauswahl ist maximal im Durchschnittsbereich, die wenigen Zwischensequenzen lockern das Geschehen wenigstens etwas auf.

Wir können aus vier Schwierigkeitsgraden wählen, wobei einer davon variabel ist, was so viel bedeutet, als dass wir ihn selbst zusammenstellen können. Dort steht uns eine große Anzahl von Unterpunkten zur Verfügung, gerade was die Häufigkeit des Glitzerns betrifft, ist das auf jeden Fall eine Bereicherung. Selbstverständlich haben wir die Möglichkeit, unsere Einstellungen auch während des Spiels zu verändern.

Als Hilfsmittel erhalten wir eine Karte, über die wir uns Fortbewegen können. Im letzten Abschnitt des Hauptteils schleichen sich darauf aber mehr und mehr Fehler ein. Der Tipp dagegen arbeitet zuverlässig. Anstelle von Pfeilen, die uns eine Richtung vorgeben, erscheint hier ein Fenster, über das wir uns umgehend zur nächsten Aktion teleportieren lassen können. Innerhalb der Karte haben wir zudem die Gelegenheit, unsere aktuellen Aufgaben einzusehen. Ein Journal fehlt völlig, wäre aber gerade bei der undurchsichtigen Geschichte nützlich gewesen. Einige der Inventargegenstände sind mit einem Pluszeichen versehen, das uns anzeigt, dass hier noch Teile hinzugefügt werden müssen. Manchmal verbirgt sich auch ein kleines Rätsel dahinter.

Alle Wimmelbilder spielen wir nur einmal und sie sind in großzügigen Abständen im Spiel verteilt.
Zumindest im Hauptteil bestehen alle aus mehreren Abschnitten. So kann es sein, dass wir zuerst eine Wortsuchliste erhalten und gleich darauf noch Bilder, auf denen die gesuchten Gegenstände gezeichnet sind. Oder wir müssen fünf gleiche Objekte finden, um damit eine Liste mit Begriffen freizuschalten. Einige Male werden uns Kärtchen mit zwei Dingen darauf vorgelegt, um daraufhin ein Utensil zu finden, dass die beiden miteinander verbinden. Zum Beispiel sind ein Mantel und ein Schrank zu sehen, das gesuchte Teil ist in diesem Fall dann ein Kleiderbügel. Wem diese Art der Wimmelbilder nicht zusagt, kann jedes Mal zu einem 3-Gewinnt-Spiel wechseln.

Bei den Rätseln ist sogar ein Hauch von Kreativität zu erkennen, der jedoch oft durch die mangelnde Beschreibung zunichte gemacht wird. Zwar sind die meisten Minispiele nach bekanntem Muster gestrickt, bei dem ein oder anderen haben sich die Entwickler zumindest die Mühe gemacht, eine neue Variante einzubauen, um auch den Tüftlern eine Freude zu bereiten. Wir lassen Münzen durch Rohre nach unten fallen und müssen darauf achten, das die dazugehörigen Hebel ebenfalls nach unten zeigen, wir ordnen Himmelsrichtung korrekt an und ebenso Tiere, die keine natürlichen Fressfeinde sind. Dazu entrosten wir Zahnräder und verschieben Kacheln und stellen eine Uhr richtig ein. Relativ oft wird uns sogar eine Neustart-Funktion dazu angeboten.

Die Spiellänge liegt bei ca. 4 Stunden und selbst wer die Sammleredition mit dem weiterführenden, knapp 60-minütigem Bonuskapitel erwirbt, wird nur ein halbwegs informatives Ende vorfinden. Viele Fragen bleiben ungeklärt. Zu den Extras gehören 44 Schneekugeln, die sich überall verstecken. Es ist nachträglich möglich, uns auf die Suche nach den fehlenden Teilen zu machen. Auch ein Souvenirraum ist vorhanden. Ihn statten wir aus, indem wir jede Szene erneut aufsuchen müssen, um dort einen vorgegebenen Gegenstand zu entdecken. Der in der Beschreibung erwähnte Schatzraum und die zum Kauf angebotenen Objekte fehlen allerdings völlig. Alle Rätsel und Wimmelbilder sind anschließend beliebig oft spielbar, auch Bildschirmschoner, Filme, Bilder und die Musik fehlen nicht. Und wer sich das Making Of ansieht, könnte daraus interpretieren, dass das Spiel unter großem Druck entstanden ist!

Wie auch die anderen beiden Teile dieser Reihe wartet „Sea of Lies: Brennende Küsten“ mit einer eigenständigen Geschichte auf. Allerdings mit einer, die weder charismatische Charaktere noch eine spannende oder wenigstens nachvollziehbare Handlung besitzt. Die Wimmelbilder sind wie immer bei Eipix sehr einfach, die Rätsel dagegen gar nicht mal so uninteressant. Es ist weder besser noch schlechter als die beiden anderen Stücke, aufgrund der etwas längeren Spielzeit hat es gegenüber „Sea of Lies: Nemesis“ geringfügig die Nase vorne.


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