A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook



Schätze der geheimnisvollen Insel 2


tassentassentassentassen
Herausgeber: Gamehouse
Entwickler: Gamehouse

Autoren: Andreas S./Gyanda J.
Datum: 19.11.2010

Die beiden Hauptprotagonisten, Alex und Lisa, erwachen nacheinander in einer Höhle und erinnern sich allmählich, dass sie zu Besuch auf einer Insel waren. Es stellt sich heraus, dass sie zu verschiedenen Zeiten aufwachen, Alex im Jahr 1989, Lisa 1979. Im weiteren Verlauf wird klar, dass sie, wenn sie in ihre eigene Zeit zurück wollen, vier Artefakte finden müssen.

Man spielt abwechselnd als Alex und Lisa, immer mit dem Ziel, das nächste Artefakt zu finden. Hilfe erhalten beide von einem Mädchen namens Nicki, bei Lisa ist sie noch recht jung, bei Alex natürlich 10 Jahre älter.

Die Artefakte liegen selbstverständlich nicht mal eben so in de Gegend herum, sondern es müssen umfängliche Aufgaben erledigt werden. Es müssen Objekte gefunden und eingesetzt werden, es müssen vielfach Rätsel gelöst werden. Das Finden der Objekte gestaltet sich anders als bei herkömmlichen Wimmelbild-Spielen. Es gibtkeine Wimmelbilder, wie man sie sonst kennt, vielmehr ist bei Bedarf die komplette Szene als Fundgrube anzusehen. Manche Gegenstände kann man gleich komplett aufnehmen, das ist aber die Ausnahme. Meist sind sie zusammengesetzt, und man muss etliche Einzelteile suchen, erst, wenn alle gefunden sind, kann der Gegenstand, dann komplett, verwendet werden. Grundsätzlich befinden sich alle Einzelteile in ein und derselben Szene.

Zu Anfang möglicherweise etwas irritierend, können och offensichtliche Suchobjekte bzw. deren Teile nicht gleich dann genommen werden, wenn man sie sieht, sozusagen auf Vorrat. Man muss Dinge erst anklicken, z.B. den Schaltkasten im Leuchtturm, bevor man erfährt, dass man einen Schaltplan im Hafenbüro suchen muss. Ohne Klick würde man herumirren. Man kann auch nicht einfach etwas reparieren, wenn man schon glaubt zu wissen, was gebraucht wird dann sagt das Spiel, dass es mit diesem Objekt nichts anfangen könne man muss erst in der Handlung die richtige Abfolge einhalten, damit man die Dinge benutzen kann, Objekte ersst aufnehmen, wenn sie in der Liste auftauchen.

Zur Erledigung einer Aufgabe muss man für gewöhnlich immer wieder Orte wechseln, weil benötigte Teile in einer anderen Szene zu finden sind. Eine Karte gibt es dafür nicht, aber die Laufwege halten sich auch in Grenzen. Der Ortswechsel geht anders als gewohnt vonstatten. Es gibt keine Richtungspfeile oder dergleichen von der Maus angezeigt, sondern es finden sich kleine Schilder mit Fußstapfen darauf. Diese müssen einfach angeklickt werden.

Ein Zeitlimit gibt es nicht, auch keine zwei Modi, wie entspannt und hart. Man kann zwar unter Optionen einstellen, ob man Hinweise haben möchte oder nicht, aber ich habe keinen Unterschied festgestellt. Stellen innerhalb einer Szene, an denen entweder etwas zu tun ist oder an denen etwas versteckt ist, machen sich in jedem Fall optisch bemerkbar. De Hinweis, der ebenfalls in beiden Fällen zur Verfügung steht, lädt sich zügig auf.
Man wird im Spiel eigentlich niemals im Dunklen gelassen, was zu erledigen ist. über eine Art Tagebuch können stets die aktuellen Aufgaben (nicht jedoch deren Lösung) nachgeschlagen werden. Neu hinzu gekommene Aufgaben werden in Textform eingeblendet, und dann sind in der Regel auch neue Suchobjekte frei geschaltet.

Die Grafik ist angenehm , alles ist hinreichend klar gezeichnet, die Teile der Suchobjekte selten wirklich gemein versteckt. Die einzelnen Kapitel werden durch Videos voneinander getrennt, die man überspringen kann. Erfreulicherweise, sie tragen kaum zum Spielspaß bei und die Protagonisten sind eher unsympathisch gezeichnet.Die Musik kann man sich mit Entschiedenheit sparen. Nicht immer ist alles logisch - wenn ich z.B. Wasser brauche und es in Strömen regnet, warum muss ich dann mühsam eine Wasserpumpe reparieren? Allerdings halten sich solche Dinge im Rahmen. Beide Autoren haben unterschiedliche technische Probleme mit dem Spiel zu verzeichnen gehabt, im Internet war zu lesen, dass auch andere Spieler immer wieder mal auf eine Stelle trafen, wo es nicht weiter ging. In der Regel muss mit einem neuen Profil gestartet werden, dann läuft es, zumindest an dieser Stelle, problemlos.

Die Rätsel sind abwechslungsreich und wiederholen sich bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht. Sie sind auch immer in den Kontext eingebunden, so dass man sich nicht ächzend fragt, was das jetzt wieder soll. Der Schwierigkeitsgrad ist für gewöhnlich moderat, es sind aber auch anspruchsvollere dabei, wenn auch keine ausgesprochenen Kopfnüsse. Die Möglichkeit zu überspringen steht leider sofort zur Verfügung, eher ein Minuspunkt.
Das Spiel hat eine akzeptable Länge,man kommt aber gut voran. Aber trotz der abwechslungsreichen Minispiele kommt irgendwann der Punkt, dass es fast langweilig wird, das Konzept wirkt wie eine dauernde Wiederholung. Der Spieler tut wahrscheinlich gut daran, das Spiel nicht in einem Rutsch durch zu spielen.

Doch trotz der Minuspunkte: Es macht Spaß, es ist unterhaltsam, zeigt in Randepisoden auch mal echten Humor, die Minispiele lockern das Ganze auf und wer kein Spiel mit all zu hohen Anforderungen und einem langen Erinnerungswert sucht, für den ist es auf jeden Fall zu empfehlen.

 

Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top