Sable Maze: Der Seelenfänger


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Daily Magic Productions

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Uschi W.
Datum: 17.02.2016

Durchschnittliches Spiel ohne Ende
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Alles beginnt mit einem traurigen Jubiläum; vor 20 Jahren verschwanden sieben Kinder aus dem Sullivan River Summer Camp. Heute treffen sich einige hinterbliebene Familien am Ort des Geschehens um dieses schreckliche Ereignis zu betrauern. Kaum hast du die aufgerichtete Gedenkstätte für deinen Bruder wieder instand gesetzt, bist du auf einmal in einer magischen Parallelwelt.  Nachdem du einen Fluss übergesetzt hast, befindest du dich am Eingang eines mysteriösen Labyrinths, in dem angeblich nur Tote wandeln. Langsam keimt Hoffnung auf, vielleicht kannst du ja deinen Bruder retten. Dir begegnet Alister, der dir seine Hilfe anbietet, aber gehört er zu den Guten?

Bei den Schwierigkeitsmodi, die du vor Beginn des Spieles auswählen kannst, gibt es keine Überraschung, 4 Modi, davon einer benutzerdefiniert. Deine Karte fotografierst du dir diesmal selber mittels Tablet, sie hat wie auch der Tipp eine Transportfunktion und ist zuverlässig. Du erhältst zu Beginn des Spieles eine Rune, die auf deinen Handrücken eintätowiert ist und dir hilft Geister zu vertreiben, du findest sie rechts vom Inventar.

Die Grafik ist, wie in den meisten Spielen heutzutage, wunderschön und du wirst dich wirklich in das Labyrinth der Geister hineinversetzen können. Die Personen mit denen du sprichst, erscheinen in einem kleinen Kreis links unten und bewegen ihre Lippen meist, aber nicht immer, synchron zum Gesprochenen. Der Sound ist eher unauffällig und bietet eine unaufgeregte Untermalung der Geschichte.

Der Ablauf des Spieles bringt wenig große Überraschungen, du arbeitest dich von Geist zu Geist immer auf die selbe Art und Weise  vor. Du triffst einen der zahllosen Toten, bringst ihm, was auch immer er von Dir verlangt um ihn zu befreien. Der jeweilige Geist erzählt dir sodann eine Geschichte, die dich deinem Bruder einen Schritt näher bringt. Daraufhin erscheint ein geheimnisvoller Fremder und warnt dich vor Alister, der auch prompt erscheint, du setzt die Rune gegen Alisters Geister ein - übrigens immer mit demselben langweiligen Minispiel - und befindest dich meistens blitzartig in einem dir neuen Abschnitt des Labyrinths.

Zu deinen Aktionen ist auch nicht viel zu sagen: das meiste hast du schon so oft getan, dass es du es  im Schlaf erledigen kannst und nicht wirklich darüber nachdenken musst. Da dein Aktionsradius sehr gering ist – du kannst dich nur in relativ überschaubaren Bereichen des Labyrinths bewegen – hast du auch keinerlei Probleme dich zu orientieren. Erwähnenswert ist nur, dass du nicht nur auf viele Geister triffst, sondern auch auf viele recht lebendige Tiere, die dir das Leben schwer machen und gefüttert oder vertrieben werden wollen.

Auch die Wimmelbilder bieten wenig Abwechslung, meist suchst du zu Beginn 5 von 2 Gegenständen, um eine wenig interaktive Wortliste von kaum versteckten Objekten freizuschalten. Es gibt außerdem 2 Umrisssuchen und 2 interaktive Wortlisten. Nichts was wirklich bemerkenswert erscheint.
Minispiele gibt es sehr viele, abwechslungsreiche, mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. So gibt es unter anderem Steine rotieren, Kacheln einsetzen, Netz ausbessern, Labyrinthe, Embleme drehen, Legepuzzles und einiges mehr. Neues gibt es nicht, aber sie sind weder zu, noch zu wenig anstrengend und peppen das Spiel etwas auf.

Am Erwähnenswertesten überhaupt, leider im negativen Sinn, ist, dass die Standardversion kein befriedigendes Ende hat und deine Mission kläglich scheitert. Nicht einmal die Sammleredition wird dich mit einem zufriedenstellenden Ende erfreuen. In beiden Fällen ist es eher wirr als auflösend.

FAZIT: Natürlich sind die Grafiken ansprechend, das kann man bei diesem Entwickler auch erwarten. Gleiches gilt für den Spielverlauf, die Wimmelbilder, die Puzzles ... nur leider ist nichts dabei, was tatsächlich auffällig ist. Nicht im Positiven, nicht im Negativen. Und so fällt es schwer, überhaupt irgendetwas zu schreiben, weil sich nichts Individuelles findet. Wieder einmal haben wir ein Spiel mit einem offenen Ende. Meist ist die Sammleredition ihren Preis nicht wert, aber diesmal ist es die Standardedition auch nicht. Es ist und bleibt eine Frechheit, die Spieler derart um eine abgeschlossene Geschichte zu prellen.  Für Sable Maze: Der Seelenfänger gäbe es 3 Tassen, weil es einfach mittelmäßig ist, aber für das fehlende Ende wird 1 Tasse abgezogen, bleiben 2.