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Runaway Express Mystery


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Icarus Games

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.com

Autor: Claudia K.
Datum: 11.10.2014

Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer, das an keinem Punkt wirklich überzeugen kann
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Eine Austellung alter Züge sollte dir und deinen Kindern einen schönen Nachmittag bescheren. Doch als der historische Runaway Express eintrifft, beschleicht dich ein ängstliches Gefühl. Nicht so deine Kinder, die den Zug sofort entern und erforschen. Doch dann setzt dieser sich in Bewegung und keiner achtet auf deine Rufe. Entschlossen springst du auf. Doch schnell wird klar: In diesem Zug stimmt so einiges nicht. Gruselige Passagiere, die nicht wissen, dass sie tot sind und ein Mechaniker, der alles dafür tut, dass du deine Kinder nicht erreichen kannst spornen dich aber erst so richtig an, nicht aufzugeben.

Der Schlüssel zur Befreiung deiner Kinder, die von dem Mechaniker gefangen gehalten werden, liegt in den drei Passagieren und einem Pagen, die im Zug mitfahren. Sie sind tot, wissen es nicht und deine Aufgabe wird es sein, die Beweise für ihren gewaltsamen Tod und die Täter zu finden. Ist eine Seele überzeugt, wird sie dir ein magisches Siegel überlassen, welches die Tür zu einem neuen Zugabschnitt öffnet und dich damit näher zu deinen Kindern bringt.

Das erste Wimmelbild erfreut noch, ist es doch eine Puzzle-Szene, wo jedes Teil benutzt wird, um das nächste nehmen zu können. Doch zum einen zeigt gleich dieses Wimmelbild eines der Mankos dieses Spieles. Denn eigentlich bist du auf der Suche nach einer Glühbirne. Und eine Glühbirne spielt auch in diesem Wimmelbild eine Rolle. Doch nein, du wirst erst ein kaputtes Safeschloss reparieren und diesen Safe dann öffnen, um eine Glühbirne zu erhalten. Zum anderen gaukelt dieses Wimmelbild aufwändige Folgesuchbilder vor, die aber nie wieder in der Form erscheinen. In Paris wird der Zug zum ersten Mal anhalten. Dort findest du ein Forensik-Set, vier Dinge, die dir jetzt in jedem Wimmelbild zur Verfügung stehen. Zwei davon benutzt du jeweils nur einmmal, die anderen in jedem Wimmelbild, leider meistens ohne jeden Zusammenhang mit dem Spiel.

Auch die Puzzles sind nicht wirklich ansprechend. Es gibt nicht sehr viele und die meisten davon sind sehr einfach. Allerdings nicht für Anfänger im Genre, denn oftmals sind die Erklärungen mehr als dürftig. Eine Neustartfunktion gibt es nur selten, überspringen kannst du immer. Wie lange letzteres dauert, ist abhängig von deiner Modiwahl. Das gilt auch für die Aufladegeschwindigkeit des Tipps, der gleichzeitig als Richtungsgeber dient. Unterschiede bestehen in den drei Modi auch noch darin, ob aktive Szenen (Puzzles, Inventarobjekte etc) und Wimmelbilder durch Glitzer angzeigt werden und ob es Klickstrafen für sinnloses Klicken in Wimmelbildern gibt. Eine Karte zeigt sehr zuverlässig, wo es aktuell etwas zu tun gibt, sie ist allerdings in verschiedene Abschnitte aufgeteilt, durch die man sich durchklicken muss. Und da Logik oder Nachvollziehbarkeit auch keine Stärke von Runaway Mystery Express ist, hilft diese Karte enorm, zumal sie auch noch über eine Spring-sofort-dahin-Funktion verfügt.

Geschichtlich erfährst du über jedes Mitglied des Zuges vieles, was ja bereits in der Natur der Sache liegt. Um Dokumente, Bilder, Hinweise zu sammeln, bekommst du eine Beweismittelwand mit einem eigenen Inventar. Alles, was Beweismittel ist, im Hinblick auf Tatort, Motiv oder persönliche Informationen der Person, wird dort einsortiert. Und so verschwinden scheinbar manches Mal Gegenstände aus dem Inventar, die sich dann im Beweiswand-Inventar ( über die Lupe links unten im Bild zu erreichen) wieder finden. Alle Dinge müssen zugeordnet werden, Umrisse zeigen, was wo hin gehört. Die Protagonistin wird das alles kommentieren und entsprechende Rückschlüsse ziehen. Und man wird das Gefühl nicht los, dass dieser Beweiswand von Seiten des Icarus-Teams mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde, als dem gesamten restlichen Spiel.

Geschichtlich wirst du die Seelen im vierten Kapitel des Spieles noch befreien müssen. Dort finden sich dann auch noch die allzeit beliebten Portale in eine andere Welt. Am Ende wirst du in einem letzten, nicht mal annähernd ausreichend erklärtem, Minispiel gegen den Mechaniker antreten. Grafisch kommt Runaway Mystery Express nicht über Mittelmaß hinaus, im Gegenteil, manche Szenen sind einfach zu dunkel und wirken oftmals schwammig.

Es hätte ein gutes Spiel werden können. Die Wimmelbilder sind immer noch abwechslungsreich genug, um sich abzuheben und auch geschichtlich wäre es gut gemacht, wenn man dem Spieler eine Chance gegeben hätte, das Ganze selbst nachvollziehen zu können. Doch so wird man, auch durch die Beweiswand, immer vor vollendete Tatsachen gestellt. Mehr Minispiele hätten dem Spiel gut getan, doch oft beschränkt man sich darauf, einen Gegenstand anzuklicken und schwupps, alles fertig. Nichts überzeugt, nichts ist bis zum Ende durchdacht, in diesem Spiel. Schade.


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