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Royal Trouble

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Herausgeber: Deutschland-spielt
Entwickler: Orchid Games

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Autor: Inge W./Sonja R.
Datum: 21.02.2011

Ein klares blaues Meer, ein feiner Sandstrand und eine Insel mit Schloß. Aber bei all der Idylle sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere in eben diesem Schloß gefangen. Sie erwachen in einer Zelle, wissen nicht wie sie hergekommen sind und auch nichts von einander, bis sich jeder aus seiner Zelle befreit hat. Doch zu Anfang mögen sich Prinzessin Loreen und Prinz Nathaniel nicht sonderlich, merken aber rasch, dass sie aufeinander angewiesen sind. Nur gemeinsam können sie fliehen. Und gemeinsam bedeutet für dich, dass du beide Figuren steuerst.

Wie in Wimmelbild-Abenteuern üblich eroberst du dir deine Umgebung durch das Erschließen neuer Räume/Orte mit Minispielen oder Inventar-Objekten.Level die Räume müssen erst durch Minispiele oder Inventar erschlossen werden. Innerhalb der erschlossenen Orte kannst du dich dann frei bewegen.

Einige der gefunden Gegenstände werden im Inventar erst kombiniert, einige können sofort genutzt werden. Der Mauszeiger zeigt die üblichen Verdächtigen an, wenn man etwas genauer hinschauen oder aufheben kann.  Wenn du nicht weiter weißt, dann kannst du den Tipp benutzen. Du hast aber keinen direkten Tipp, der dir punktuell was zeigt, sondern ein Buch, in dem deine Aufgaben aufgelistet sind. Die kannst du aufklappen und zwar Stück für Stück, um einen Hinweis nach dem nächsten zu bekommen. Du kannst also selbst bestimmen, wieviel du sehen willst oder ob du noch einen weiteren brauchst, um drauf zu kommen. Eine Aufladezeit gibt es nicht.

Die Grafiken sind schön und klar, alle Teile sind gut zu erkennen. Es gibt nur wenig reine Wimmelbilder, diese sind aber als Minispiel bezeichnet. Rätsel und Minispiele an sich aber gibt es viele. Der Schwierigkeitsgrad liegt in der Mitte und spielst du den gleichen Typ mehrmals wird der Schwierigkeitsgrad ansteigen. Alles kann nach einer Wartezeit übersprungen werden. Mit Logik und/oder den entsprechenden Infos aus dem Buch können alle gelöst werden und unterliegen nicht dem Motto "Versuch macht kluch".

Die Basigeschichte wird von einem Erzähler in Märchenform gebracht. Die Dialoge zwischen Loreen und Nathaniel ergänzen das Ganze und lassen dich teilhaben. Viel Humor gibt es und es macht einfach Spaß, diese Passagen zu lesen. Doch trotz des andauernden Geplänkel der beiden, sie sind aufeinander angewiesen und so spielst du mit farblich unterschiedlichen Inventaren. Wundervoll gelöst ist, dass die beiden Spielfiguren mittels eines Speiseaufzugs Inventargegenstände hin und her schicken. So werden die Dinge ausgetauscht, die gefunden wurden, für ihn oder sie aber nicht nützlich sind, für den anderen aber schon.

Die Musik ist nett, allerdings war das Spannungsgeklimper bei Rätseln weniger schön, sondern eher nervig. Die Hintergrundgeräusche wie Wind oder Vogelzwitschern geben zusätzliche Atmosphäre.

Über die Optionen lassen sich vorab automatisch gespeicherte Spielstände wieder erreichen, eine Möglichkeit, die eher irritierend ist. Es lässt vermuten, dass Fehler sozusagen vorprogrammiert sind und siehe da, ja. Durch die Möglichkeit dich frei zu bewegen kannst du Dinge ins Inventar holen, dessen Kapazität aber begrenzt ist. Ist dein Inventar voll, wirst du nicht gewarnt, scheinbar wird der Gegenstand in dein Inventar aufgenommen, aber wieder finden wirst du ihn nicht. Er wird auch nicht an seinen alten Platz zurück gelegt, sondern verschwindet im Nirwana. Du musst einen vorherigen Spielstand nutzen, der natürlich alles weiter gespielte dann überschreibt. Ein weiterer Minuspunkt: Die Dialoge und der Erzählerteil lassen sich nicht überspringen. Und spätestens wenn man noch einmal spielen möchte, ist das eher nervig. Aber da es keinerlei Willkür bei der Platzierung von Objekten oder in Rätsel-Lösungen gibt, ist der Wiederspiel-Faktor eh nicht sonderlich hoch.

Royal Trouble ist ein humorvolles Spiel, dessen Geschichte ein wenig an Märchen erinnert, ein wenig Romantik hat und das in den Details wie dem Speiseaufzug, der Länge, dem Spiel mit den zwei Spielfiguren und den Grafiken punktet. Die Rätsel können knackig sein, wenn man die Hilfe des Buches nicht in Anspruch nimmt und die Grafiken sind einladend und freundlich. Es ist ein freundliches, helles, unterhaltsames Spiel und wer sich in der Probestunde amüsiert, der wird den Kauf des Spieles sicherlich nicht bereuen.

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