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Der Gesandte des Königs 2 (Royal Envoy 2)


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Herausgeber: Playrix
Entwickler: Playrix

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Autor: Claudia K.
Datum: 02.11.2011

Nach einer Entwicklungszeit von 1,5 Jahren ist er endlich da, der sehnlichst erwartete Nachfolger von Royal Envoy. Bei einer Sitzung stellt der König fest, dass es sein Königreich im Aufschwung ist, überall gehen die Bilanzen steil aufwärts. Nur nicht in Middleshire, eine kleine Ansammlung von Gebieten völlig unterschiedlicher Art. Und wen erwählt der König als Retter? Na, Dich selbstverständlich. Gemeinsam mit Architekt Cedric machst du dich wieder auf den Weg und hilfst den Oberhäuptern der heruntergekommenen Gebiete, wunderschöne Häuser zu bauen und erlebst dabei so manches Abenteuer.

Grafisch gesehen ist Royal Envoy auf jeden Fall wieder ein Augenschmaus. Nicht nur triffst du alte Bekannte wieder, neben Cedric auch die grillwütigen Piraten zum Beispiel und natürlich darf Piratin Pippi Longbottom nicht fehlen, auch neue, skurile Gestalten kreuzen deinen Weg. Kleine Animationen in den Leveln sorgen für ein Lächeln und unterschiedliche Geografien, Wetterlagen und Voraussetzungen in den verschiedenen Gebieten spiegeln sich nicht nur in den Aufgaben, sondern auch in der Grafik wieder. Ob grüne Landschaften, Sandstürme, drohende Lavaausbrüche oder eine Schneeballschlacht; Royal Envoy ist immer schön anzusehen.

Die Basis von Der Gesandte des Königs 2 (Royal Envoy 2): Du kommst in ein Gebiet, erhältst deine Aufgaben und versuchst diese in der vorgegebenen Zeit zu erledigen. Einen Zeitlos-Modus gibt es nicht mehr, du hast drei unterschiedliche Zeitziele: 1, 2 oder 3 Sterne, schaffst du es nicht in der vorgegeben Zeit für einen Stern, musst du von vorn beginnen. Da der Zeitpunkt des Abschlusses keinen Einfluss auf das Spiel hat und großzügig angelegt ist, ist es aber auch für Anfänger ein geeignetes Spiel.

Klickst du ein Grundstücksschild an erscheint ein Menü und du kannst auswählen, ob du dort Wohnhäuser oder Produktionsgebäude bauen willst. Wohnhäuser bringen dir Miete, die du einsammeln musst, den Steuereintreiber gibt es nicht mehr. Klicke das Gold an, damit es zu deinem Guthaben dazugefügt wird, nach einer (recht langen) Zeitspanne wird es verschwinden. Um Häuser zu bauen brauchst du sowohl Holz als auch Nahrung. Gegen Gold kannst du im Sägewerk Holz zurechtschneiden oder auf dem Markt beim Händer Nahrung kaufen. Auch hier muss alles angeklickt werden, da es sonst verschwindet.

Piraten, vegetarische Kannibalen oder ein trauriger Kobold verlangen Gold, Nahrung oder Zufriedenheitspunkte um dich an begehrte Grundstücke, Schatztruhen oder nötige Brücken zu lassen. Diese zusätzlichen Schwierigkeiten haben einen weiteren Trick: Nicht alle müssen tatsächlich erledigt werden um das Level zu schaffen. Playrix fand es amüsant, immer wieder nur scheinbare Aufgaben in verschiedene Level einzubauen, die nichts mit der Aufgabe zu tun haben und schon mal gar nicht erledigt werden müssen um ein Ziel zu haben: Im Gegenteil, bei manchen ist es so, dass du, versuchst du, der Anforderung zu folgen, das Level überhaupt nicht oder nicht in Goldzeit schaffen kannst.

Die meisten Level allerdings sind sehr gradlinig. Du kannst dir einen Augenblick Zeit nehmen, zu Beginn. Deine Zeit läuft erst los, wenn du den ersten Klick gemacht hast. Also schaue wo du was zu erledigen hast und erledige es dann. Der Gesandte des Königs 2 (Royal Envoy 2) hat nichts mehr mit Strategie zu tun, man hat nicht zuviel versprochen, als man sagte, man habe das komplette Spielkonzept verändert. Es ist nun eine Mischung aus reinem Klickmanagement, gemischt mit Puzzle-Level. Letzteres sind Level, bei denen nur ein Weg der richtige und machbar ist und du wirst das Level so lange wiederholen müssen, bis du es heraus gefunden hast. Einige davon sind durchaus interessant. Dann gibt es ein Level, dass du überspringen kannst und zweimal spielst du eine Schneeballschlacht. Ob du diese gewinnst oder verlierst hat keinen Einfluss auf das Spiel.

Drei wesentliche Elemente fehlen: Der Steuereintreiber ist nicht mehr da, das Geld liegt vor dem Haus, du musst es anklicken, ebenso wie Holz und Nahrung. Und die Bank hat ihr wesentliches Merkmal verloren: Dort wird die Hälfte der Mieten nicht mehr eingelagert. Du bekommst das Geld automatisch, wenn du die Miete einsammelst. Diese beiden Dinge haben den Strategie-Faktor ausgemacht und sind nun weg. Playrix begründet den Wegfall der Steuereintreiber damit, dass Spieler nicht in der Lage waren, die komplexe mathematische Formel zu berechnen um herauszufinden, wieviel Steuereintreiber man exakt braucht. Nun, ich habe niemals gerechnet, sondern habe das Spiel beobachtet. Ich hoffe, es gibt keinen dritten Teil. Aus mathematischen Gründen wird dann vermutlich auch noch das bauen aufgeben, bzw. du baust nur noch, wenn irgendwo was aufleuchet. Und die letzte große Änderung: Häuser können 1x aufgwertet werden. Dann ist Schluss. Und du kannst einen Garten anlegen. Das war es. Auch hier ist jegliche Strategie herausgenommen worden.

Das Spiel selber hat 63 Level, der Experten-Modus wird aktiviert, wenn du alle Level im Normalmodus in Goldzeit geschafft hast. Ein kleines Glitzern im Wasser unten auf der Karte bringt dich dann in diesen Modus, in dem du die gleichen Aufgaben nur schneller erledigen musst. Die Sammler-Edition bietet 30 zusätzliche Level, die durchaus anspruchsvoll sind und ihre Zeit brauchen. Eine Lösungshilfe gibt es nicht, als weitere Extras gibt es Hintergründe und Bildschirmschoner, ausserdem ein "Make of" des Spieles, in dem auch die Begründung für den Wegfall des Steuereintreibers nachzulesen ist.

Ohne Zweifel, in weiten Teilen macht Royal Envoy Spaß. Die quirligen Arbeiter, die lustigen Figuren, die leuchtenden Farben, all das ist hübsch. Es ist natürlich auch entspannend in der Regel nicht mehr selber denken zu müssen, sondern einfach nur zu klicken und dem vorgegebenen Weg zu folgen. Die Puzzle-Level sind zum Teil ärgerlich, zum Teil frustrierend, zum Teil durchaus knackig und folgen einer Logik. Hier hat man sich wirklich etwas einfallen lassen.

Allerdings: Klickmanagement-Freunde werden dies in der Regel nicht schätzen, denn das ist genau das, was sie nicht wollen. Freunde von Zeit-/Strategiemanagement werden die nicht unbeträchtlichen Klicklevel eher als grenzwertig empfinden. Dass man dann immer wieder stecken bleiben und von vorn beginnen muss, macht es auch nicht besser. Es ist nicht genug Klick für die Klicker, es ist nicht genug Aufbau für die Aufbaufans, es ist kein Manangement mehr, es gibt nur wenig Strategie und die Puzzle-Level sind nicht genug für die Strategiker und dazu dann auch noch des öfteren mal eher frustrierend und selbst da noch auf Klickmanagement ausgerichtet.

Der Gesandte des Königs 2 (Royal Envoy 2) ist schön und durch die Grafiken allein schon sehr abwechslungsreich.. Es macht auch Spaß, zumindest teilweise. Aber es ist zu einem Mix geworden, der einfach nicht zueinander passt. Und so wird es schwer, wirklich mit dem Spiel warm zu werden, ganz gleich aus welcher Richtung man es angeht. Es gibt neue Gebäude, es gibt neue Figuren, neue Umgebungen und doch, es ist verwirrend im Sinne von: Man weiß nie wirklich, was man hier eigentlich spielt. Der Probedownload ist aber sicherlich empfehlenswert, man wird sich nicht langweilen und kann sich auf jeden Fall von der visuellen Schönheit des Spieles begeistern lassen.

 

 


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