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Royal Envoy
(Der Gesandte des Königs)
Nachlese

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Autor: Sonja R.
Claudia K.
Deutsche Version: 23.07.2010

Islandshire: Eine Ansammlung von Inseln wird von einem Sturm nahezu zerstört. Aber nicht genug damit, dass die Bewohner nun obdachlos sind, sie können natürlich auch nichts mehr für den König herstellen. Der ist ganz stolz auf seine schicken Schuhe und Cedric, sein Berater, macht ihm klar, dass nichts Neues in Sicht ist, wenn diese Inseln nicht wieder aufgebaut werden. Und wer wird vom König angeheuert? Du! Mit Cedric an deiner Seite, versteht sich.

Ich habe mit Begeisterung alle Teile des deutschen PC-Spiels "Die Siedler" gespielt, bevor ich die Casual Games entdeckte. Was die mit Royal Envoy zu tun haben? Ganz einfach: Gemäss einer Werbung: "Von Babies inspiriert, von Pampers kreiert" trifft das auch auf den neuen Playrix-Knüller zu, der diesmal als Zeitmanagement-Aufbau-Strategie-Mix daher kommt. Inspiriert von besagten Siedlern schafften sie eine Welt, die mich sofort begeistert hat.

Wuselige kleine Arbeiter und Steuereintreiber machen auf deine Aufforderung hin ihre Arbeit. Mit einem Klick auf ein Grundstück oder Gebäude wird gebaut, Miete kassiert, Garten angelegt oder Verbesserungen angebracht. Du brauchst Sägewerke, um die Holzzufuhr für das Bauen zu sichern. Dafür wiederum brauchst du Geld und das bringen dir die Mieten oder Geschäfte auf dem Markt. Beseitige Hindernise wie Sturmschäden und sei immer auf der Hut, damit nichts in Stocken gerät.

Das Gebäude-Menü ist übersichtlich und überfordert auch niemanden, der nicht so geübt ist. Unter den Produktionsgebäuden findest du beispielsweise ein Sägewerk, einen Marktplatz und eine Bank. Die Bank ist dabei eine gute Erfindung, denn die Mieten, die du deine Steuereintreiber einsammeln lässt, vermehren sich dort. Hier gibt es noch gute Zinsen, jawoll!

Aber selbstverständlich müssen auch Wohnhäuser gebaut werden, je teurer und komfortabler, desto mehr Holz benötigen sie zum Bau - bringen aber auch entsprechend mehr Miete. Stell Arbeiter ein, die für dich ackern und statte jedes Haus mit einer Art Schutzschild aus, damit keine Reparaturen anfallen. Überwinde Hindernisse, wobei die umgestürzten Bäume auf den Wegen oder Grundstücken noch das kleinere Übel sind. Dafür brauchst du nur einen Arbeiter und bekommst das Holz, aber es gibt auch Schergen, die Bares sehen wollen. Willie und Billy sind so welche. Zwei Banditen, die wichtige Wege blockieren oder beim Kochen derartig untalentiert sind, dass ganze Regionen eingenebelt und somit unbrauchbar sind. Die musst du immer bezahlen und billig sind sie nicht. Zu allem Überfluss haben sie eine grosse Familie...

Mich hat ja schon der gute Austin von Gardenscapes begeistert und ich könnte wetten, dass Cedric sein Bruder ist. Ich habe ihn gleich mit adoptiert, dann ist Austin nicht so allein. Cedrics Erzählungen, die Unterhaltungen und seine gelegentliche Irrtümer amüsieren sehr. Es tauchen weitere Charaktere auf wie Tippi Long-Bottom, eine kleine Piratenbraut, die für ihre Insel auch um Hilfe bittet und dich später begleitet.

Aber nicht nur das Spiel selbst, auch die Grafiken sind herrlich. Schon der Startbildschirm ist interaktiv. Klicke nicht sofort auf "Start", warte einen Moment und plötzlich schiebt sich eine Nase über die Kante, du kannst den Schmetterling anklicken, Cedrics Augenbrauen wackeln und den Vulkan arbeiten lassen oder den Papagei wecken. Die riesige Karte, musst du hin- und herscrollen, um alles zu sehen. Die Stimmen beim "Voice over" passen genau zur Figur. Die Zwischensequenzen sind ebenfalls animiert und natürlich auch die Level selbst. Auch wirst du grundsätzlich mit deinem Profilnamen angesprochen. Wie schon bei Gardenscapes hat Playrix nicht nur dem Spiel selber viel Aufmerksamkeit geschenkt, sondern es stimmt einfach jedes Detail. Das Spiel macht Spaß, vom ersten bis zum letzten Bild. Man verpennt manchmal ein bisschen die Zeit, weil es einfach Spass macht, dem Treiben auf dem Bildschirm zuzusehen.

Sollte es dir so gehen und du verpasst die Gold-Zeit - macht nichts. Spiel das Level einfach trotzdem zu Ende und wiederhole es, so oft du willst. Ob du das sofort tust oder später, ist nicht wichtig. Über die Karte sind alle Level jederzeit wieder anwählbar. Für jede Insel, die du komplett in Gold geschafft hast, gibt es eine Trophäe. Ausserdem kletterst du auf der Karriereleiter nach oben, umso mehr Punkte du sammelst. Bei der lustigen Hintergrundmusik geht das gleich nochmal so flott.

Wer sich für die Collector's Edition entscheidet zahlt natürlich mehr, aber lass es dir gesagt sein: Der Preis lohnt sich diesmal. Neben den üblichen Extras wie Bildschirmhintergründen und Informationen über die Entwicklung gibt es nämlich sage und schreibe 30 Level mehr für's Geld. Und die sind nicht von schlechten Eltern. Gab es bisher bei "Collector-Editionen" ca. 10 bis 20 Minuten zusätzliche Spielzeit, so werden dich diese 30 Zusatzlevel länger beschäftigen als ein normales "Collector-Edition" - Spiel im Ganzen. Royal Envoy ist das erste Spiel, bei dem Gamesetter die Collector-Edition uneingeschränkt emfehlen kann.

Die Entwicklungszeit betrug nahezu 2 Jahre. Und gelohnt hat sich jede Minute und jeder Cent. Es ist großartig, dass ein deutliche hoher Produktionsaufwand und hohes Produktionsbudget sich nicht nur in technischen Spielereien wie Videoszenen und veränderliche Objekte, sondern in tatsächlichem Spielspaß und in Spieldauer wieder spiegelt. In Figuren mit soviel Charakter, dass sie im Gedächtnis nicht gleich verblassen. Liebe zum Spiel, Spaß am Spiele machen und eine Nähe zum Kunden. Bei Playrix scheint der Kundenwunsch tätsächlich noch etwas wert zu sein. Playrix zeigt uns, dass Spiele immer noch für Spieler gemacht werden können. Nicht nur für die Brieftasche des Portals/Entwicklers.

Für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermassen geeignet, verspricht es jede Menge Spielspass. Nach dem Erspielen aller Trophäen wird der Expertenmodus frei geschaltet und du kannst unter schwereren Bedingungen nochmal durch das Spiel. Wer hier einmal mit Spielen angefangen hat, will sowieso nicht mehr aufhören. Ich habe selten ein Spiel gesehen, das wie dieses hier noch mehr als 5 Tassen verdient hätte.

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