A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook



Romopolis
Nachlese
Herausgeber:Lonely Troop
Entwickler:Lonely Troops

Wenn Du Romopolis auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.

Er kam, sah und Du baust. In Romopoli's, dem zweiten Spiel (bzw. dritten Spiel, aber das erste ist wirklich keine Erwähnung wert) des Entwicklerteams Lonely Troops, engagiert Dich Cäsar persönlich. Du sollst ihm schöne Städte bauen, denn nur wenn die Bewohner sich wohlfühlen, zahlen sie freiwillig und ausreichend Steuern! Aber keine Angst, selbst wenn Du Dein Ziel nicht immer sofort erreichst: Cäsar wird Dich nicht den Löwen zum Fraß vorwerfen.

In 24 Leveln (von denen die ersten 4 reine Tutorial-Level sind) wirst Du aufgefordert jeweils 3 Ziele innerhalb eines Zeitlimits zu erreichen. Es gibt ein viertes Ziel, dass Dir, erreichst Du es, eine Trophäe einbringt. Du brauchst es aber nicht, um das Level zu gewinnen. Auch hast Du die Möglichkeit, das Level nach Erreichen des Zeitzieles erneut zu spielen und Dir die Trophäe dann zu erspielen. Zusätzlich gibt es noch ein freies Spiel - dort kannst Du Dir eigene Level erstellen und diese dann nachspielen.

Die Basis des Spieles besteht darin, diverse Häuser und Gebäude zu erbauen. Dabei arbeitest Du Dich imVerlauf des Spieles von einfachen kleinen Häusern bis zur Villa hoch, vom kleinen Schrein bis zum Tempel und natürlich gibt es auch öffentliche Gebäude wie Bäder, Märkte, Theater oder Krankenhäuser. Um zu bauen benötigst Du Steine, Holz und Arbeiter. Jedes Haus wird Dir ein Einkommen verschaffen, die Höhe ist abhängig von der Grösse und der Anzahl der Bewohner. Jedes Haus und Gebäude benötigt eine unterschiedliche Menge an Material und Arbeiter. Letztere werden immer in einer Minimumanzahl eingesetzt, hast Du gerade welche über, kannst Du sie bis zu einer Mindestanzahl hinzufügen. So ist der Bau schneller fertig gestellt. Die öffentlichen Gebäude verschaffen Dir kein Einkommen, aber sie beeinflussen die Zahlungen der Bewohner in der Umgebung. Sind sie zufrieden, zahlen sie mehr höhere Mieten, sind sie unzufrieden, wirst Du Dich mit weniger zufrieden geben müssen.

Die Miete, die automatisch eingesammelt wird, ist Deine einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen. Du kannst Du dieses Einkommen erhöhen, in dem Du dem Haus Luxusausstattungen wie Möbel, Vorbauten oder Toiletten zufügst. Um das allerdings tun zu können, musst Du vorher Lizenzen erwerben - zum Beispiel Strassen oder Handelsrouten. Und diese Lizenzen kaufst Du jedes Mal erst erneut. Auch tragen diese Extras nicht dazu bei, die Laune der Bewohner zu erhöhen, wie es zum Beispiel ein Garten oder ein Schrein tut. Das macht wenig Sinn... wenn ich zwischen einer Toilette und einem Schrein wählen müsste, ich bräuchte keine Minute des Zögerns, um zu wissen, welches der beiden Dinge mich lächeln macht ;).

Was dem Spiel fehlt, ist ein Feature, das Build-a-lot so spannend gemacht hat. Du kannst weder Häuser verkaufen, noch welche dazu kaufen und dann durch Aufwertungen wieder mit Gewinn verkaufen. Das macht Romopolis in jedem Level fast bis zur Hälfte zu einem langsamen Spiel, bei dem Du locker Kaffee kochen und die Wäsche aufhängen könntest, bis Du endlich genug Geld für Arbeiter, Holz und Steine hast. Es herrscht ein seltsames Ungleichgewicht zwischen dem, was Du zu bezahlen hast und Deinen Einnahmen. Zwar stehen Dir alle vorhandenen Grundstücke sofort zur Verfügung (klar, gehört ja alles Cäsar, einschliesslich Du selbst ;)), aber manche Grundstücke müssen noch erschlossen werden. Entweder sind sie bewaldet oder mit einer Steinhalde vollgestellt. Das allerding kostet dann und nicht zu knapp. Nicht nur Geld, sondern eben auch Zeit.

Wie wir das von Build-a-lot oder auch Be Rich! kennen, musst Du für jedes Haus und Gebäude erst mal den Bauplan kaufen (der aber steht Dir von da an in jedem folgenden Level automatisch zur Verfügung). Anfänglich gibt es nicht viel, aber im Verlauf kannst Du dann doch zwischen fünf Häusern und acht unterschiedlichen Gebäuden wählen. Die Ziele für die einzelnen Level sind unterschiedlich. Mal musst Du eine bestimmte Stimmungspunktzahl, eine Anzahl Häuser und ein bestimmtes monatliches Einkommen haben, ein anderes Mal vielleicht eine bestimmte Einwohneranzahl, ein Theater und die Hälfte aller Häuser mit Toiletten ausstatten. Dabei ist die Anzahl der Grundstücke oft sehr eingeschränkt. Wenn Du in einem Level 20 Grundstücke zur Verfügung hast, eine hohe Einwohnerzahl und eine hohe Stimmungszahl erreichen sollst, dann gilt es vorauszuplanen, was Du wo baust.

Es ist ärgerlich, dass Lonely Troops nichts aus den Reaktionen zu ihrem ersten (zu Recht nicht allzu bekanntem) Spiel, Townopolis, gelernt hat. Das langsame Spiel erstickt viel vom Spielspass. Wenn ich ständig mit trommelnden Fingern da sitze, freut mich der Rest dann auch nicht sehr. Ich bin wahrlich kein Freund von Klickorgien, aber ich spiele ein Spiel um zu spielen, nicht um zu warten, dass es endlich losgeht. Und wenn es denn dann endlich in den Fluss kommt... dann ist das Level auch schon wieder vorbei.

Romopolis ist alles in allem ein Spiel, bei dem man immer wieder sagt: Nett, aber... Es muss sich Vergleiche mit dem Dauerbrenner, die Build-a-lot - Serie und auch Be Rich! gefallen lassen, denn diese Spielkonzepte werden ja genutzt und dabei schneidet es immert wieder schlecht ab. Die Grafiken sind nett, aber nicht lebendig, nicht so ansprechend wie bei den anderen. Das Basisspiel ist dassselbe, aber es kommt nicht wirklich in Schwung. Die Ziele sind anspruchsvoll aber nicht ausreichend durchdacht und manches ist einfach nicht logisch. Es ist nicht so lang und zeigt auch keine innovative Geschichte, die sich fortsetzt, wie Build-in-Time.

Fans dieser Strategie-Aufbauspiele werden trotzdem ihren Spass an Romopolis haben. Und das freie Spiel hat ja auch was für sich. Zumindest für die Hardcore - Fans, die nach den langatmigen 24 Leveln dann immer noch Lust haben, dabei zuzuschauen, wie im wahrsten Sinne des Wortes langsam eine Stadt vor ihren Augen entsteht. Auch die Idee mit Rom ist schön. Die Bäder, die Foren, die Tempel. Romopolis ist ein Spiel, dass ausbaufähig ist. Und hervorragend geeignet für Leute, die ein bedächtiges Spiel lieben oder auch für Anfänger eines Genres. Und noch eines gestehe ich Romopolis bzw. Deutschland-spielt.de und Lonely Troops zu. Daumen hoch, dass wir auf einige Spiele nicht mehr endlos warten müssen, um sie in deutsch zu spielen.

Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top