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Rite of Passage: Die perfekte Show


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Mad Head Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Uwe K./Claudia K.
Datum: 09.06.2012
Deutsch (Normal): 08.10.2012


In deiner Stadt geschehen merkwürdige Dinge und Kinder verschwinden scheinbar spurlos. Als auch deine Schülerin Amber verschwindet, kannst du nicht länger tatenlos zusehen, sondern machst dich auf die Suche. Was hat es mit dem Puppentheater und dem Eigentümer dieses seltsamen Theaters auf sich? Wurde deine Tochter auf die Insel gebracht oder im Herrenhaus verborgen? Es wird nicht leicht für dich werden, denn Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen.

Rite of Passage: Die perfekte Show ist ein typisches Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer unserer Zeit. Wimmelbilder und Puzzle bzw. Rätsel halten sich in der Waage, deine Laufschuhe musst du definitiv anziehen, wobei in diesem Spiel die Wege zwar nicht lang aber häufig sind. Aufgeteilt in verschiedene Kapitel, bzw. Hauptörtlichkeiten, die deine Bewegungsfreiheit auf einige wenige Orte einschränken, wirst du oft von A nach B von B nach C, von C nach A, von A nach B laufen und dabei feststellen, dass das gesamte Spiel verhältnismäßig gradlinig ist. Nicht selten taucht eine Wimmelbildszene gerade dann auf, wenn du soeben feststellen musstest, dass du einen bestimmten Gegenstand brauchst. Und just jenen wirst du dann auch finden.

Die meisten Wimmelbilder wirst du zweimal spielen, dann aber mit unterschiedlichen Gegenständen in der Liste. Diese Listen sind leider so willkürlich, dass du auch schon mal einen Gegenstand ins Inventar bekommst, den du überhaupt nicht in der Liste hattest. Auch die interaktiven und zusätzlich versteckte Objekte sind zufällig, so dass du mit einem zweiten Profil nicht unbedingt alles noch einmal haben wirst. Ein nettes Detail: Kommst du zum zweiten Mal in die Szenen, die zwar zugemüllt, aber nicht chaotisch sind, wirst du die meisten Gegenstände, die du bereits beim ersten Mal gefunden hast, im Wimmelbild auch nicht mehr sehen.

Eine Karte oder ähnliches zur Orientierung gibt es bei Rite of Passage: Die perfekte Show nicht, die benötigst du aber auch nicht wirklich. Dein Buch wird Codes und alles "Wichtige" für dich festhalten und dir deine Gesamtspielzeit anzeigen, die zwischen 3 und 4 Stunden liegt. Vieles hängt, wie immer, davon ab, ob du Puzzles überspringst oder nicht und ein wenig auch, welchen Modus du wählst. Davon gibt es zwei und sie unterscheiden sich nur im Glitzern und der Aufladezeit für Puzzle und Wimmelbilder. Die Puzzles selber sind eher auf der einfachen Seite. Memory und Sequenzenvarianten, wenig Logik, etwas Geduld. Es gibt, abgesehen von wirklich netten Puzzlen im Theater, die nicht ganz so "abgegriffen" sind, keine Überraschungen, nichts ist wirklich kreativ, aber zumindest können sich auch Spielanfänger in die Puzzles reindenken und sie lösen, ohne jedes zweite frustriert zu überspringen.

Der Tipp wird dir innerhalb der Wimmelbilder willkürlich ein Objekt deiner Liste zeigen, außerhalb bekommst du Dinge angezeigt, die du gegebenenfalls übersehen hast. Und das kann durchaus passieren, denn einer deiner Jobs ist es, auch mal einen Stein oder etwas anderes zu verschieben, damit du einen Gegenstand finden kannst. Gibt es nichts mehr zu tun, wird dir das ebenso angezeigt, wie der Weg zur nächsten, möglichen Aufgabe. Die Aufladezeit ist auch im Casual Modus nicht so schnell, dass man in Versuchung gerät, ihn ausdauernd zu benutzen.

Viel Geschichte bietet Rite of Passage: Die perfekte Show nicht. Dein Ziel ist klar, du willst die Kinder retten. Über die weiteren Umstände in der Stadt erfährst du nur verhältnismäßig wenig. Wer geschichtenbasierte Spiele mag, wird hier nicht sein Heil finden, wer aber Geschichte und Dialoge in der Regel einfach nur möglichst schnell durchklickt, der hat hier einen Vorteil. Und die Spielzeit ist wirklich Spielzeit. Zwar gibt es auch ein paar Cutszenen, aber nichts, was dich wirklich aufhält.

Grafisch gesehen ist Rite of Passage: Die perfekte Show wirklich schön anzusehen. Klare Bilder, die manchmal fast zu leuchten scheinen und nur wenig dunkle Szenen erfreuen das Auge und sind einer der Hauptgründe, warum man weiter spielen möchte, abgesehen von der Tochter natürlich. Ab und an bringen kleine Animationen zusätzlich Atmosphäre in die Szenen. Die Musik dagegen sollte man dem Ohr besser nicht antun. Die kleine Melodie wiederholt sich ständig und ist einfach nur nervig.

Es gibt nicht wirklich viel auszusetzen an Rite of Passage: Die perfekte Show. Die Sammleredition bietet 45 - 60 Minuten Spielzeit und erzählt, wie alles angefangen hat. Du kannst während des Spieles 55 Masken finden, Einfluss auf das Spiel hat es aber nicht, ist nur ein zusätzliches Feature, dass vielen Spielern Spaß macht. Auch kannst du Wimmelbildszenen im Bonus-Extra erneut spielen. Das ist alles positiv.

Aber es gibt eben auch nicht viel zu erzählen. Es findet sich so gut wie nichts, was dieses Spiel von anderen abhebt. Sicher, es ist ein Erstling, Mad Head Games ist bisher noch nicht in Erscheinung getreten und schon das ist ein Pluspunkt. Es hat sehr schöne Bilder. Es frustriert nicht, es langweilt nicht. Es hat alles, was ein Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer braucht. Fast alles: Es fehlt an Mut zu Neuem. Aber wie gesagt: Es ist ein Neuling. Das kann sich mit etwas mehr Atmosphäre, etwas mehr Spannung im nächsten Spiel schon ändern. Rite of Passage: Die perfekte Show ist gut, für ein paar Stunden wirst du angenehm unterhalten. Nicht mehr. Aber das ist mehr, als so manches andere Spiel von sich behaupten kann.


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