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Rite of Passage: In den Verlorenen Fluten


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: MadHead Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 15.05.2015
Deutsch (Normal):01.09.2015


Verloren hat hier der Entwickler, nämlich Budget und/oder Lust
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Du bist mit deiner Familie auf einer Familienkreuzfahrt. Doch was zuerst wie ein Traumurlaub daher kommt, wird bald zum Alptraum deines Lebens. Als das Boot beschädigt wird, schaffen du und dein Bruder es in ein Rettungsboot, doch was ist mit euren Eltern? Denn das Schiff sinkt nicht - es löst sich einfach in Luft auf. 20 Jahre später erscheint das Schiff urplötzlich wieder im Hafen. Und du machst dich auf, um deine Eltern zu suchen.

Die vier Modi sind wie immer aufgeteilt in leicht, mittel, schwer und individuell. Wer tatsächlich ein Spielerlebnis haben möchte, sollte die schwerstmöglichen Einstellungen über den persönlichen Modus wählen. Alles andere führt zu endlosen Hinweisen, nicht Händchen-halten, sondern "in-die- Richtung" zerren und der Erkenntnis, dass hier so wirklich niemand Lust hatte, ein echtes Spiel zu entwickeln. Als unverzichtbares Hilfsmittel gibt es noch einen Kompass, der Energien wegschiebt, die sich dir in den Weg stellen. Die zum Spiel gehörende Karte bietet auf jeden Fall eine Sprungfunktion (von der abzuraten ist, wenn man zumindest das Gefühl haben möchte, ein Spiel in der untersten Spielzeitkategorie zu haben) und, wenn man sie auf "volle Kraft voraus" setzt, zeigt sie auch an, wo man sich befindet und wo man hin muss.

Grafisch ist Rite of Passage: In den verlorenen Fluten wirklich schön anzusehen, ohne Frage. Allerdings kann man bemerken, dass man immer wieder im Spielfluss gehemmt wird, weil viele Aktionen per Animation verlangsamt werden. Schaut man dann am Ende auf die Gesamtspielzeit (sichtbar rechts oben bei den "Zielen", die hier gleich als Schriftrolle in die untere Leiste eingesetzt werden, erschreckt man sehr. Denn das Spiel ist sehr kurz, wenn man von der Spielzeit dann auch noch die Animationen abzieht, dann fragt man sich ernsthaft, wofür man eigentlich bezahlt hat.

Bei den Wimmelbilder wurde nicht viel Aufwand betrieben. Es gibt Wortsuchlisten mit einigen 1-Klick Interaktionen - dahinter versteckt ein Teil-Objekt, das für das Inventarobjekt gebraucht wird. Dazu kommen Umriss-Suchen und einfache Wortbildsuchlisten mit kleinen Interaktionen.

Bei den Puzzles sieht es nicht viel anders aus. Immer wieder kommen einige Puzzles - gleiches Prinzip und nicht mal das Mäntelchen ist wirklich geändert worden. Bei anderen erkennt man im ersten Augenblick das Potential, stellt dann aber fest, dass dies kein Puzzle ist, sondern gleich vom Spiel gelöst wird. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen, eine sehr schöne Variation von "Strahl mit Hilfe von Spiegeln an einen Punkt" bringen und eine intelligente Variante von "Setze einen Schlüssel zusammen".

Wer die Sammleredition spielt kann in jeder Szene ein Muschel, in jedem Wimmelbild ein veränderliches Objekte finden. Letzteres ist nicht mal für eine Auszeichnung gut, ersteres dient dazu, in den Extras eine Schatz-Suche (finde in jeder Szene ein angezeigtes Objekt) zu initiieren. Hast du eine oder mehr Muscheln übersehen, kannst du diese später noch suchen. Um an diese Schatzsuche zu kommen, musst du vorab ein Puzzle, anschließend noch ein Wimmelbild spielen. Nach der Schatzsuche gibt es noch ein Arkadespiel, das bereits im Hauptspiel eine Puzzle-Rolle gespielt hat. Ansonsten gibt es noch Hintergründe, Sound und Auszeichnungen. Im Bonusspiel geht es eigentlich um das, was geschehen ist, bevor die Everlast mit deinen Eltern verschwand.

Obwohl es wegen diverser Fehler ein Update gab, findet man immer noch Nachlässigkeiten. So sind die "Hilfstexte" Texte immer wieder mal falsch und daher für die, die die Leistentexte beim anklicken von bestimmten Dingen als Hilfestellung benötigen oder wünschen, nicht möglich. Bei einem Minispiel gewinnt man, wenn man falsch löst, bei einem anderen muss man 10 cm neben den eigentlichen Aktionspunkt klicken, um richtig zu liegen.

2:09 Std. stand bei mir nach Abschluss Hauptspiel - dabei wurde kein Puzzle übersprungen, die Karte nur 2x benutzt und jede Geschichte pflichtgetreu gelesen bzw. angehört. Am Ende des Finales stand dann dort 2:49 Std.

Außen hui, innen pfui, das ist genau das, was uns Rite of Passage: In den verlorenen Fluten bietet. Fast unverständlich, bei einem Entwickler wie MadHead Games, die uns sonst mit großartigen Spielen verwöhnen. Die Grafiken und zwei sehr gut gemachte Puzzle, das ist so ziemlich alles, was man an wirklich positiven Punkten herausziehen kann. Die Sammler ist eigentlich nicht mal eine Erwähnung wert, das Hauptspiel spielerisch nur knapper Durchschnitt; für anspruchsvolle Spieler, die Qualität schätzen, liegt es noch darunter. Das Beste was man zum Schluss sagen kann, ist: MadHead Games wird sicherlich wieder gute Spiele bringen.


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