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Rita James and the Race to Shangri La


tassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Big Finish Games

Download: BigFish Games.de

Wenn Du Rita James and the Race to Shangri La auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 05.04.2012
Deutsch: 07.08.2012


Wir erinnern uns, wenn auch eher mit Unwillen: vor nicht allzu langer Zeit stellte man uns das alberne Gör Rita James in Escape from Thunder Island vor. Und bevor wir uns von soviel Dilettantismus so wirklich erholen konnten, startet der Entwickler Big Finish Games einen weiteren Angriff auf unsere Intelligenz und unsere Sehnerven. Denn nun macht sich Rita gemeinsam mit ihrem Affen und ihrem Vater auf den Weg, um das geheimnisvolle Paradies Shangri-La zu finden.

Unschöne Grafiken begleiten dich während der maximal 3 Stunden Spielzeit. Grafiken, die dazu führen, dass du teilweise nur schlecht erkennen kannst, was eigentlich da liegt, was du eigentlich im Inventar hast, wo du eigentlich etwas tun sollst. Und davon abgesehen sind die Bilder dann auch in keinster Weise ansprechend, interessant oder atmosphärisch. Wer auch immer der Künstler ist, er schafft es in keinem Bild, den Spieler irgendwie zu interessieren, Details herauszuarbeiten oder gar eines der Bilder sehenswert zu machen.

Der Rest des Spieles ist dann auch nicht besser. Jedes der vier Kapitel ist kurz und dein Ziel ist es immer, weiter zu kommen auf deinem Weg nach Shangri La. Erneut sind die Dialoge eher kindisch und erneut ist es der Affe, der als einzige Figur so etwas wie Charakter zeigt. Der Rest ist albern, dümmlich, blass, nichtssagend. Rita, wie schon im ersten Teil, dazu auch noch selbstherrlich.

Wimmelbilder gibt es einige und die sind der einzige Grund, dass das Spiel überhaupt eine ganze Tasse bekommt. Hier gibt es jeweils ein interaktives Objekt, das aus drei Teilen zusammen gesetzt ist, zwei bis drei Objekte, die zusätzlich versteckt sind (wobei hier auch manche durch Interaktion gefunden werden müssen) und natürlich einfach versteckte Objekte. Das ist abwechslungsreich, macht Spaß, allerdings würde es noch mehr Spaß machen, wenn man halt immer erkennen könnte, was da in den zugemüllten Szenen liegt. Auch wäre es nett, wenn die Begriffe immer korrekt wären. So verstehen vermutlich die wenigsten Menschen, dass Utensilien Besteck sein sollen, oder dass ein Ventilator eine runde Kugel ist, eine gefrorene Leckerei ein aufgetautes Buch. Positiv ist aber, dass Wimmelbilder nur einmal gespielt werden müssen und du deine Brechstange und eine Pistole durch das ganze Spiel hinweg benutzt und nicht stets wiederfinden musst. Nicht, dass der Einsatz der Pistole immer Sinn macht - vielleicht sollte man den Entwicklern sagen, dass eine Pistolenkugel kein präzises Instrument zum Nutzen von Schaltern ist, sondern massiven, kaum wieder gut zu machenden Schaden anrichtet?

Puzzle dagegen gibt es wenig und die, die es gibt, sind nicht der Rede wert. Einfach und ohne jeglichen Anspruch sollen sie vermutlich einfach nur ein wenig Zeit schinden. Da die meiste Zeit schon damit vergeudet wird, dass man nicht weiß, was man zu tun hat, denn die Abläufe sind alles andere als logisch, kann man sich locker vorstellen, wieviel Spielzeit letztendlich tatsächlich übrig bleibt.

Der Tipp ist in den meisten Fällen außerhalb der Wimmelbilder völlig sinnbefreit. Er gibt Orte als komplett an, in denen noch eine Wimmelbildszene zu spielen ist, zeigt schon gelöste Rätsel oder Rätsel, die noch nicht gemacht werden können. Nur in den seltesten Fällen wird er konkrete Hilfe geben. Nämlich nur dann, wenn man etwas Offensichtliches übersehen hat.

Um noch ein kleines Extra zu haben, gibt es ein Amulett, das zusammen mit verschiedenen Steinen verschiedene Fähigkeiten, wie Elektrizität, Feuermachen oder Winderzeugen, gibt. Nett, aber auch das haben wir bereits mehrfach gesehen. Die eigentliche Geschichte spielt nur in den Zwischenszenen.

Big Finish Games sollte Nomen et Omen in Betracht ziehen. Und ein Ende machen. Wimmelbilder können sie nicht (Einschränkung hier: sie wären gut, wären es auch die Grafiken). Rätsel, Puzzle, Grafiken, Tipp können sie nicht. Vielleicht gibt es eine andere Beschäftigunge für Menschen, die offensichtlich nur eines möchten: Den Spielern das Geld aus der Tasche ziehen, indem sie vorgeben, Wimmelbildspiele auf dem Niveau heutiger Standards produzieren zu können. Sie können es nicht.


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