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Riddles of Fate: Die wilde Jagd


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Herausgeber: Bigfish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 07.09.2013
Deutsch (Normal): 03.01.2014

Wir, ein Detective, treffen uns etwas außerhalb von Osville mit Helen, die uns gerufen hat. Geister terrorisieren die Einwohner. Sie attackieren Familien auf der Suche nach jungen Mädchen. Helen selbst konnte sich retten, ihre Mutter und Schwester befinden sich allerdings noch in ihrem Haus, das von einem Drachen dieser Geister bewacht wird. Nur ein Gefangener, der im hohen Turm eingesperrt ist, kann uns mitteilen, wie wir die bösen Gestalten besiegen können. Problem dabei ist, dass er Tag und Nacht strengstens bewacht wird.

Was sich anfänglich noch relativ unspektakulär anhört, entwickelt sich schnell zu einer Geschichte über die vier Reiter der Apokalypse in der es um Liebe, Verrat und Macht geht. Dargestellt wird das alles in satten, klaren Farben, und obwohl viel Dunkelheit vorherrscht, können wir unsere Umgebung wunderbar erkennen. Befremdlich wirken die Hauptfiguren auf uns, die zwar atmen, wenn sie mit uns sprechen, aber ohne den Mund zu bewegen, ihren starren Blick auf uns gerichtet halten.

Schon in der ersten Szene merken wir, dass es viele offene Baustellen gibt, bei denen wir im Moment nur wenig ausrichten können. Zügig arbeiten wir uns zu den nächsten Orten weiter, ohne allerdings nützliche Gegenstände zu finden. Und die bereitgestellte Karte bestätigt unseren Verdacht, alle bereits besuchten Bereiche sind mit Fragezeichen markiert, die uns darauf hinweisen, dass es noch etwas zu tun gibt, unglücklicherweise muss das aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt sein. Somit ist unser erstes Hilfsmittel, wenn überhaupt nur zum schnelleren Fortbewegen geeignet, der Rest bleibt ein undurchschaubarer Irrgarten, der erst gegen Ende des Spiels etwas übersichtlicher wird.

Wir können aus drei Schwierigkeitsgraden wählen, wobei die Karte immer konstant bleibt. Im leichten Modus wird uns eine entspannte Spielatmosphäre versprochen, die der Entwickler aber nicht halten kann, trotzdem aktive Bereiche glitzern und der Tipp schneller auflädt. In der Variante für Fortgeschrittene entfällt das Funkeln, es gibt keine Beschreibungen zu Objekten und die Aufladezeit des Hinweisgebers dauert länger. Experten spielen ohne jede Hilfe und können Rätsel auch nicht überspringen. Allerdings können wir unsere Auswahl über den Menüpunkt „Optionen“ jederzeit ändern.

Es gibt viel zu lesen, bei „Riddles of Fate: Die wilde Jagd“. Die meisten dieser Informationen sind allerdings wertlos um im Spiel weiterzukommen. Trotzdem werden wir wohl den einen oder anderen Blick darauf werfen, weil uns kein Notizbuch zur Verfügung steht. Und so fehlt uns auch ein zweites wichtiges Hilfsmittel nach der Karte, in dem wir gelegentlich etwas hätten nachschlagen können. Verlassen können wir uns in diesem Spiel tatsächlich nur an unser phänomenal gutes Erinnerungsvermögen. Denn selbst nach der gefühlter hundertsten besuchter Szene sind die Bereiche ganz am Anfang immer noch nicht abgeschlossen. Für jeden Inventargegenstand legen wir Strecken zurück, die sonst nur beim Marathonlauf üblich sind. Zwischensprints wurden vom Entwickler nicht vorgesehen.

Wimmelbilder halten sich mit einer Anzahl von 12 Stück im Rahmen. Alle werden nur einmal aufgesucht und beinhalten die kleinen üblichen Interaktionen. Die ersten zu lösenden Rätsel sind so gestaltet, dass wir hier nicht wirklich von einem Schwierigkeitsgrad sprechen können. Mit Mah-Jongg und Puzzle zeigen sich die Entwickler nicht von ihrer kreativsten Seite. Erst im zweiten Teil der Handlung werden die Minispiele etwas schwerer und abwechslungsreicher, sind dabei aber teilweise so willkürlich in der Lösung gestaltet, dass wir gerne die überspringen-Funktion in Anspruch nehmen oder aber einen Blick ins Handbuch werfen.

Uns fallen im Spielbetrieb mehrmals gleiche Objekte auf, die wir in unterschiedlichen Szenen sehen. Das können Gartenzwerge sein, für die wir einen besonderen Schlüssel benötigen, oder kleine leuchtende blaue Gestalten, die wir nur mit einer bestimmten Lupe in Edelsteine verwandeln können usw. Größtes Manko ist hierbei, dass wir einfach nicht mehr wissen, wo diese ganzen Gegenstände waren und da in der Karte sowieso alles voller markierter aktiver Bereiche ist, hilft sie uns keine Spur weiter.

Ein kleiner Lichtblick, ist Louis, die Fledermaus, die uns als Freund und Helfer zur Seite gestellt wird. Sie gelangt für uns an höher gelegene Gegenstände und zaubert uns durch sein drolliges Aussehen gelegentlich ein Lächeln in unser doch extrem mürrisches Gesicht, nach all den frustrierenden Minispielen und den ausgedehnten Wanderungen.

Wer mitliest, wenig springt und alle Spiele selbst löst, benötigt mit Sicherheit über 4 Stunden für den Hauptteil. Das Ende ist ordentlich und abgeschlossen. In der Sammleredition erwarten uns zusätzlich 15 Statuen, die wir einsammeln müssen und 9 Auszeichnungen. Das Bonuskapitel erzählt sehr ausführlich eine Nebenhandlung der ursprünglichen Geschichte und beschert uns Ausflüge in Wüsten-, Sumpf- und Winterlandschaften. Mit mehr als 1,5 Stunden Spielzeit ist es zudem sehr lange, was aber wieder viel an den frustrierenden Rätseln liegt. Zudem erhalten wir als Extra den Zugang zu einem geheimen Raum, in dem wir die Wimmelbilder und Minispielel noch einmal nachspielen können. Wallpapers, Musik und Konzeptkunst verstehen sich von selbst.

„Riddles of Fate: Die wilde Jagd“  hat gute Ansätze. Die Geschichte wirkt vielversprechend. Durch unser orientierungsloses Umherirren, die mangelnden Hilfsmittel und die unbefriedigenden Minispiele ist es allerdings alles andere, als ein entspanntes Spielen, wie uns doch zu Beginn versprochen wurde. Elephant Games hat sich hier in zu viele Kleinigkeiten verzettelt, die einen roten Faden unmöglich machen. Dessen ungeachtet ist positiv hervorzuheben, dass es eine erstaunlich gute Spiellänge besitzt, trotzdem auf waschende Waschbären und das füttern von Hundewelpen komplett verzichtet wurde. Und deshalb erreicht es gerade noch Mittelmaß.


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