A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Riddles of Fate: Memento Mori

tassen tassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 31.10.2014
Deutsch (Normal): 20.01.2015

Kurz, dunkel, anspruchslos
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Schon einmal bist du, deines Zeichens Detective, ihm begegnet und nun benötigt er deine Hilfe. Jeder muss gehen, wenn seine Zeit gekommen ist, nur so kann die Balance der Welt gehalten werden. Doch es gibt Gesellen, die Tod zu entschlüpfen versuchen. Doch sterben sie nicht, können andere nicht geboren werden. Und genau da beginnt deine Aufgabe. Nicht nur sollst du die Entfleuchten aufspüren, du musst auch ihre Schuld beweisen, denn Tod kann nicht riskieren, eine unschuldige Seele zu nehmen.

An dieser Stelle merken wir bereits, dass die Geschichte nicht stimmt. Denn die Geflüchteten waren für Tod bestimmt. Warum sollte plötzlich die Schuld erst noch bewiesen werden? Auch scheint Tod Gedächtnislücken zu haben, erzählt er dir anfänglich, dass mehrere Leute sich verdrückt haben, ist er beim zweiten und dritten Fall ganz erstaunt, dass noch ein Name von seiner To-do-Liste verschwunden ist. Doch wie dem auch sei, Tod stellt dir seine mächtigsten Werkzeuge zur Verfügung, eine Glaskugel und ein Medallion, um mit Toten zu kommunizieren. Und du machst dich auf die Suche nach den drei Vermissten - was bedeutet, dass du drei unterschiedliche Fälle zu lösen hast, die räumlich keinerlei Verbindung miteinander haben, außer in deinem Büro. Dort wirst du immer wieder hin zurückkehren, um Bilder zu entwickeln, Schriften sichtbar zu machen und vor allem, um Schlüssel herzustellen. Es ist eine beständige Wiederholung der dazugehörigen Klicks, bzw. 2x eines Minispiels.

Reisen wirst du mit Tod's magischer Kugel, die als Karte dient. Sie ist meistens zuverlässig, du wirst aber auf der Karte die Hauptorte anklicken müssen, um zu sehen, wo es Ziele gibt. Die haben bekanntlich mit aktuell möglichen Aktionen nur bedingt etwas zu zun, von daher ist die Karte relativ unhandlich und wenig hilfreich, für die Wege zum Büro und zurück zum gerade bearbeiteten Ort aber anfänglich unerlässlich. Die Karte ist in allen drei zur Verfügung stehenden Schwierigkeitsgraden gleich; diese unterscheiden sich nur in Glitzer und Aufladezeiten, bzw. im Expertenmodus gibt es keinen Tipp und keine überspringfunktion. In den beiden anderen Modi dient der Tipp auch als Richtungsgeber, wenn du mehr als einen Schritt vom nächsten Einsatzort entfernt bist, übernimmt der auch die Transportfunktion. Somit gleicht er die Schwäche der Karte aus.

Im ersten Fall geht es in Paris um einen Vampir, der Mädchen getötet hat - es stellt sich sehr schnell die Frage, warum einer, der etwas zu verbergen hat, ruhig dabei zusehen sollte, wie du sein mit einem magischen Schloss versehenes Büro öffnest. Aber Elephant Games hat schon oft bewiesen, dass Logik einfach nicht zu den Bestandteilen ihrer Spiele gehört. Beim zweiten Fall bis du in London, wo ein Monster sein Unwesen zu treiben scheint und Fall 3 spielt in Prag; ein Krimineller muss der Gerechtigkeit zugeführt werden. Hier wirft ein Verdächtiger vor deinen Augen eine Waffe weg, du aber benötigst einen Schraubenzieher, um sie wiederzuerlangen. Um dem Ganzen schon vor dem Finale einen Zusammenhang zu geben, wirst du den Opfern in Fall einen Gegenstand erhalten, den du in Fall 2 brauchst und desgleichen geschieht in London, dort wirst du etwas erhalten, was du in Prag benötigst.

Wortsuchlisten haben ein oder zwei kleine Interaktion und sind grafisch dunkel (was sie mit dem Rest des Spieles verbindet) und uninspiriert. Bei zweien musst du zunächst Gegenstände suche, um die Wortsuchliste sichtbar zu machen, in einer drei Dinge, die du nie gefunden hast, in der gleichen Szene zurück stellen. Außerdem erwarte dich zwei Umriss-Suchen und 2x Paare suchen durch Objekte verschieben. Einige der Inventargegenstände sind mit einem Pluszeichen versehen; sie müssen mit anderen kombiniert werden.

Die Puzzles sind ihren Namen nicht wert. Bis auf zwei sind sie alle innerhalb weniger Sekunden zu lösen. In London und Prag wirst du z.B. nacheinander blau leuchtende Dinge auf einer kleinen Buchseite anklicken und in blau umrandete Umrisse stecken. Dadurch erfährst du einen Teil der Geschichte. Hübsch auch das Legepuzzle, bei dem die Teile nur angekickt werden müssen, damit sie an die richtige Stelle gehen. Es ist nicht zu vermuten, dass der Designer dieser und anderer Puzzles einem Spieler den Intelligenzquotienten einer handelsüblichen Staubfluse zutraut.

Erschreckender Weise ist die Spieldauer extrem kurz. Pro Fall wäre 1 Stunde nur bei Anfängern zu vermuten, jeder regelmäßige Spieler wird sehr deutlich darunter liegen, erfahre Spieler eher bei 30 Minuten pro Fall. Die dunklen Bilder sind einfach nur dunkel, ohne irgendeine Atmosphäre wieder zu geben, die Musik eintönig, aber passend. Der Zusammenhang der Fälle wird zwar am Ende klar, trotzdem strotzt das Spiel nur so von Unlogik und Unerklärtem.

In der Sammleredition wirst du 52 Solitärkarten finden, nur wenn du alle findest, wirst du das Solitärspiel im Extra-Teil spielen können. Außerdem sind in jedem der drei Kapitel je eine Statue der drei Hauptprotagonisten versteckt. Zudem gibt es 12 Auszeichnungen. Das Bonusspiel geht in die Vergangenheit und zeigt, wie es zu den vorher gespielten Ereignissen kommen konnte. Allerdings kann es kaum jemand zu Ende spielen, da es einen Bug hat. Nun ja, es wären wohl nur 30 Sekunden mehr, was die Dauer auf etwa 20 Minuten zusätzlicher Spielzeit bringt. Ein Update scheint, zumindest zur Zeit, nicht geplant. Die kurze Spielzeit wird in der Hauptsache für Wimmelbilder und Einspieler genutzt.

Riddles of Fate: Memento Mori ist eine Frechheit, vor allem als Sammler-Edition. Aber auch in der Normalversion sollte man einen Kauf nur erwägen, wenn man einen Freicode hat oder das Spiel für deutlich unter sechs Euro angeboten wird. Die Puzzle sind zu einfach und trotz aller persönlichen Steigerung der Wimmelbild-Variationen durch das Elephant-Team, reicht das hier Gezeigte nicht. Elephant Games ruht sich weiterhin auf seinen Lorbeeren aus. Es ist schade, dass dieses Team nur ein bis zweimal im Jahr zeigt, was es kann. Dieses Spiel jedoch ist ein einsamer Tiefpunkt was die Spielzeit betrifft, grafisch viel zu dunkel, spielerisch anspruchslos und geschichtlich ein Reinfall.


Copyright © 2008- 2016 Gamesetter.com

Go to top