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Riddles of Fate: Inferno der Sünden

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 11.03.2014
Deutsch (Normal): 20.06.2014

Angenehmes Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer ohne Höhepunkte
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Die Königin von Rockwood lässt nach dir rufen, denn nichts ist in dem einst wohlhabenden und glücklichen Königreich, wie es es mal war. Der König schwer krank, die Söhne zeigen ungewöhnliches Verhalten, die Tochter verschwunden, die Untertanen geflohen oder einer der sieben Sünden verfallen. Um zu helfen, musst du Betroffene heilen und die Sünden mit Hilfe eines Amuletts zerstören.

Zur Verfügung steht dir jederzeit die Wahl zwischen den üblichen 3 Modi. Und von Beginn an zeigt sich das Spiel in den kräftigen, leuchtenden Farben, für die Elephant Games bekannt ist. Alles ist klar erkennbar, die Grafiken klar und auch "dunkle" Szenen ausreichend beleuchtet, so dass man sich nie fragen muss, was vielleicht in einer Ecke noch liegen könnte.

Die Geschichte erzählt sich durch viele, viele Notizzettel, kleinere, handgezeichnete Einspieler und Dialoge weiter. Du erfährst, wer welcher Sünde verfallen ist und dank deines Amulettes weißt du auch stets, wie du sie zerstören kannst. Der Weg dorthin ist dein Spiel.

Eine komplizierte Karte begleitet dich - du benötigst sie eigentlich, weil das Spiel im Verlauf immer unübersichtlicher wird, was die 24 verschiedenen Orte angeht, doch die Lust daran vergeht schnell. Zunächst zeigt die Karte nur oberflächliche Orte an, also zum Beispiel den königlichen Garten, von dem es zu vielen weiteren Orten geht. Du kannst (erstaunlicherweise nicht immer) dort aber noch mal die Karte bemühen. Dann werden dir die anderen Orte angezeigt, die in deiner näheren Umgebung liegen. Aktuelle Aufgaben werden allerdings nicht angezeigt, nur grundsätzliche Ziele, also z.B. der Ort, an dem die Sünde gerade verweilt oder wo einer der Nebendarsteller gefangen ist. Die Karte verfügt allerdings über eine Klick-und-Hopp - Funktion, die dir diverse Wege ersparen kann. Konkreter ist da schon der Tipp, der dir eine Transportmöglichkeit zu einem Ort gibt, an dem es tatsächlich etwas zu tun gibt - allerdings schickt er dich zunächst kreuz und quer zu Orten, wo du vielleicht ein Teil einsetzen, aber ansonsten nichts tun kannst. Was er nur selten tut, ist dir zu zeigen, was du aktuell in der Szene tun kannst, in der du dich befindest. Das geschieht nur, wenn ansonsten an keiner anderen Stelle ein "Fortschritt" möglich ist.

Wimmelbilder werden, bis auf Ausnahmen, nur einmal gespielt. Ohne Ausnahme sind die Wortsuchlisten mit sehr einfachen und durchweg bekannten Interaktionen. Einge Inventarobjekte, gleich ob sie nun einfach so gefunden werden oder aus Wimmelbildern oder Puzzlen stammen, sind mit einem Kreuz versehen. Klickst du sie an, erscheinen sie groß auf dem Bildschirm. Mal kannst du sie sofort "bearbeiten" z.B. öffnen, mal ist es ein Inventarobjekt, dass du mit diesem Gegenstand kombinieren kannst. Dabei ist natürlich nicht gesagt, dass du dieses Objekt bereits hast. Manche Dinge benutzt du mehrfach, die überwiegende Mehrheit sind allerdings Einwegartikel; natürlich auch immer wieder gleicher Natur wie Hammer, Schraubenzieher, Messer, Feuer etc.. überhaupt ist dein Inventar oft reichlich voll, während du gleichzeitig eine Unmenge an offener Baustellen hast. Und durch die Menge der Orte, die sich dir mit der Zeit eröffnen, wird es immer schwieriger, sich noch zu erinnern, was eigentlich wohin gehört und vor allem, wie man da nun hingelangt.

Die Puzzles sind leicht zu lösen; auch Spieler, die sonst lieber überspringen oder nicht so geübt sind, werden hier nicht frustriert, sondern können die gut ins Geschehen und die Umgebung eingepassten Denkaufgaben lösen. Ungeduldige allerdings werden bei einigen der langwierigen Geduldpuzzle schon mal genervt die Segel streichen.

Auf den ersten Blick erscheint Riddles of Fate: Into Oblivation wie ein typisches Elephant Games - Spiel; es weißt die üblichen Merkmale auf: Schön anzusehen, eine für jeden zugängliche Geschichte, ein angenehmer Spielverlauf, der zwar das Gedächtnis (oder die Laufleistung) fordert, aber ansonsten keine größeren Herausforderungen darstellt und so zur Entspannung und Unterhaltung beiträgt. Doch schaut man genauer hin, sieht man viele Nachlässigkeiten. Ein Puzzle, dass sich löst, obwohl es ganz offensichtlich falsch ist. Eines, wo die Bewegung der Elemente nicht funktioniert, in Cutszenen werden manchmal Dinge gezeigt, die erst viel später tatsächlich so sind (geöffnete Türen, eine Puzzlehilfe, befreite Protagonisten zum Beispiel). An anderen Stellen stellt man fest, dass Mosaike, die bereits gelöst wurden, wieder unvollständig scheinen (kein Problem, die Stelle muss nicht mehr bearbeitet werden), Kisten sind geschlossen, Statuen wieder unvollständig und ähnliches. Es fällt auf, dass in Wimmelbilder Dinge auf der Liste haben, die gebraucht werden, allerdings erhält man sie nicht. Unsichtbar bedeutet in diesem Spiel auch, dass man Dinge nehmen oder zerstören, gar ein Grammophon einschalten kann, ohne dass die im Raum befindlichen Protagonisten davon Kenntnis nehmen. Es sind immer Kleinigkeiten, aber in Riddles of Fate: Into Oblivation häufen sie sich.

Das befriedigende Ende erreicht man, je nach Modus und Kartennutzung, nach etwa 3,5 bis 4 Stunden. Es kommt unspektakulär und ist kein Höhepunkt, die aber fehlen im gesamten Spiel. Die Sammleredition bringt dich an den Anfang der Geschichte zurück, die Sünden dürfen das Königreich erst gar nicht übernehmen. Pro Sünde wirst du zwischen 5 und 10 Minuten beschäftigt sein. Während des Spieles kannst du in der Sammleredition 24 Kronen und Protagonistenfiguren sammeln, dazu gibt es 12 Aufzeichnungen, von denen du dir die meisten erarbeiten musst. Die Kronen sammelst du für eine Auszeichung, die 12 Figuren werden ausgestellt und mit einer Kurzbeschreibung versehen. Dazu kommen die üblichen Verdächtigen wie Musik, Wallpaper... nichts Besonderes also.

Riddles of Fate: Into Oblivation bleibt nicht nur hinter den Erwartungen des visuellen Eindrucks, sondern auch hinter dem zurück, was man von Elephant Games erwartet. Fehler und Ungenauigkeiten beeinträchtigen das eigentliche Spiel nicht, lassen aber darauf schließen, dass man keinen Wert auf Hochwertigkeit gelegt hat. Abgesehen von der unbequemen Karte und dem Tipp, der durch die Weltgeschichte schickt, ist das Spiel selbst ein Angenehmes. Unterhaltsam und ohne "Ach-wie-süß"- oder "Ihhh-ich-will-das-nicht-sehen" Effekte polarisiert es nicht, bevorzugt keinen Spielertypus und schießt auch keinen aus. Die Sammleredition ist ihr Geld, wie bei den meisten Spielen, nicht wert, aber die Normalversion wird wohl bei den meisten eine Kaufentscheidung ohne Enttäuschung und Bedauern sein.


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