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Rescue Frenzy


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Herausgeber: Alawar
Entwickler: Melesta

Download: Zylom.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 17.09.2011


Nun, offensichtlich wohnst du in einer Stadt, die sozusagen minütlich von neuen Naturkatasthrophen heimgesucht wird. Und du als Mitglied einer Rettungstruppe machst dich auf, rettest und reparierst was das Zeug hält.

Jedes Level beginnt damit, dass dir eine Fernshemoderatorin die nächste Schreckensnachricht überbringt. Sobald du den Text übersprungen oder bis zum Ende gehört/gelesen hast, halte dein Auge fest auf dem Bildschirm, denn du solltest sehen, wo die Hütte der Rettungsleute, also deine Heimatbasis herunterfällt. Ansonsten verbringst du zunächst einen Moment der Andacht und suchst sie.

Die Zeit läuft los, sobald die News-Lady das letzte Wort gesprochen hat. Es bleibt dir also keine Zeit, dich erst einmal zu orientieren. Insgsamt gibt es sechs Dinge, die du sammeln und produzieren musst: Geld, Material, Öl, Nahrung, Stahl und Erste-Hilfe-Kästen. Bis auf nicht-brennende Ölfässer wird alles was du tust etwas kosten: Material, Geld, Nahrung, Öl - mal nur ein oder zwei Dinge, manchmal auch drei oder gar vier. In vielen Fällen bekommst du etwas dafür wieder, ebenfalls Öl, Geld, Nahrung, Material; hier aber immer nur eine Sache.

Und so arbeitest du dich durch zerstörte Straßen, sammelst was dort liegt oder heruntergeflogen kommt, baust Cafés die Nahrung produzieren, Banken die Geld liefern (wir wissen alle, dass DAS ein Märchen ist ;)), Materialhersteller, Stahlschmiede, Krankenhaus und natürlich Ölpumpen. Nebenbei löschst du Feuer, reparierst die Straßen, räumst Bäume weg, reißt Atomkraftwerke ab, baust Häuser und andere Gebäude wieder auf, rettest Menschen, Hunde, Katzen, Pinguine, Eisbären.

Selbstverständlich passiert alles unter einem Zeitlimit, hier aber setzt Melesta auf bewährtes: Goldzeit, Silberzeit und auch deine ganz eigenen Zeit ist völlig ok. Es geht auch um nichts. Ob du nun in Goldzeit oder nach 2 Stunden fertig wirst - der Unterschied liegt nur in dem Fähnchen (bzw. Haken) auf der Karte. Es gibt nicht aufzubauen, keine dauerhaften Verbesserungen oder Aufwertungen zu kaufen. Es gibt Boni, die im Level selber liegen und eingesammelt werden, die aber sind vom Spiel bestimmt. Du wirst damit für einen kurzen Zeitraum schneller laufen, schneller fahren oder die Gebäude produzieren schneller.

Für die unterschiedlichen Tätigkeiten werden unterschiedliche Fahr- und Werkzeuge benutzt und hier ist wirklich die Liebe zum Detail erkennbar. Pumpst du eine Riesenpfütze ab, siehst du den Arbeiter mit einer Pumpe. Einfacher Unrat wird mit Abhänger abholt, über der Straße liegende Bäume mit einer Säge zersägt, Löcher mit der Schaufel gefüllt. Es macht einfach Spaß, den emsigen Kerlchen bei der Arbeit zuzusehen. Und auch die einzelnen Gebäude sind durchaus deutlich von einander unterscheidbar.

Streckenweise ist Rescue Frenzy ein gutes Klickmanagement-Spiel. Es ist schnell, es hat hübsche Grafiken, die Klickfreunde kommen voll auf die Kosten. Die Level bieten sowohl spielerisch als auch visuell Abwechslung. Die Country-Musik allerdings passt eher zu einem Rodeo denn zu einer Rettungsaktion.

Wieso dann nur 2,5 Tassen? Nun, die Kritikpunkte sind nicht weg zu reden. Zum einen ist es lang. Und zwar nicht von der Spielzeit her. Die 40 Level mit einer Durchschnittszeit von 6 Minuten für Gold sind nicht überwältigend aber ok. Nur, lang ist es, weil dieses Spiel die längsten Ladezeiten hat, die ich in den letzten 3 Jahren erlebt habe. Und das nicht nur zu Beginn; im Gegenteil, zur Karte kommst du rasch. Aber jedes Level lädt endlos lange. Bis zu 30 Sekunden starrst du auf den statischen Bildschirm und schaust dem Ladebalken beim laden zu. Manchmal scheint der Bildschirm nach einem Level einzufrieren um dann plötzlich und unerwartet doch zur Karte zu gehen. Dazu kommt: Wie oben erwähnt: Es geht sofort los, wenn die News-Lady zuende gesprochen hat. Ok, ist ja Klickmanagement, könnte man sagen. Da ist das nicht schlimmt. Stimmt.

Aber leider hat Melesta dann immer wieder mal einen Abstecher in Zeitmanagement/Strategie gemacht. Und so wirst du gerade in späteren Leveln die richtige Arbeitsreihenfolge finden müssen, damit du nicht festsitzt. Das aber geht nur, wenn man Zeit hat, sich ein Level in Ruhe anzuschauen. Davon ab, wenn du also fest sitzt und neustarten musst, lädt das Spiel. Lange. Falls es überhaupt das gewünschte Level lädt. Wenn du kurz vor Ende auf Neustart gehst, weil du nur Silber erreichst, aber glaubst die Lösung für Gold zu kennen, dann kann es dir auch passieren, dass es gleich das nächste Level lädt. Natürlich, du kannst jedes Level von der Karte neu spielen, aber das wolltest du ja nicht. Die Lust, ein Level doch noch in einer besseren Zeit zu spielen vergeht einem da rasch.

Andere eher technische und visuelle Unschönheiten fallen ebenfalls auf. Zum einen sind die Hilfsblasen, die anzeigen, was man braucht um etwas zu reparieren/bauen etc. so groß und die anzeigenwerten Objekte in jedem Level so viel, dass du oft wie wild mit der Maus hin und her wedelst um tatsächlich das Spielfeld sehen zu können. Zum anderen kannst du mal pro Arbeiter drei Aufträge im Vorfeld anklicken, andere Male dagegen nur 2. Und so wirst du dann des öfteren feststellen, dass das, was dringend hätte gemacht werden müssen, nicht gemacht wurde, weil dein Auftrag nicht angenommen wurde. Rettest du Jemanden, gratuliert dir die Nachrichtensprecherin. Vielen Dank, aber die Sprechblase legt sich, wieder mal, an eine Stelle die ich eigentlich sehen möchte.

Alles in allem: Rescue Frenzy ist offensichtlich chaotisch zusammengeschustert und das mit begrenzten Fähigkeiten, denn schon die letzten letzten beiden Spiele von Melesta zeigten deutlich längere Ladezeiten als andere Spiele im gleichen Genre. Dazu kommt die Resignation: Wer ein Melesta-Spielt spielt weiß: Ab und an schließt es sich von selber, Fehler sind immer drin.

Und so bleibt bei aller Freude am Spiel selber ein bitterer Nachgeschmack zurück. Man kauft ein Spiel eines Entwicklers, der sich nicht entwickelt. Zumindest nicht was den technischen Bereich angeht, grafisch sind ihre Spiele ein Genuß. Und mit Alawar hat Melesta dann einen Produzenten, den das offenbar nicht weiter interessiert. Auf eine Anfrage bezüglich dieses Themas kam leider keine Antwort.
Schade, wir sind von Alawar und seinen Entwicklerteams Besseres gewohnt. So kann man sich seinen Ruf auch ruinieren. In der heutigen Zeit, wo gleichartige Spiele fast am Fließband verkauft werden, sollte man vielleicht auf Melesta-Spiele so lange verzichten, bis diese sich die Mühe machen, sich in entsprechenden technischen Bereichen weiter zu bilden.

 


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