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Rescue at Rajini Island
Herausgeber:BigFish Games
Entwickler:Bruto Memo

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Autor: Claudia K.

Gegensätze ziehen sich an, sagt ein altes Sprichwort. Nun, als Bruto Memo Resuce at Raijini Island konzipiert hat, müssen sie von diesem Spruch ausgegangen sein, denn hier kann man wirklich von Gegensätzen sprechen. Andererseits habe ich die Vermutung, dass dieses Spiel nur irrtümlich auf den Markt gekommen ist. Es macht den Anschein einer Beta-Version, die vom Entwickler an BigFish gegangen ist, damit diese mal gucken können und irgendwer bei BigFish hat da was missverstanden und den falschen Knopf gedrückt.

Als Captain Walsh und seine Crew von Entdeckern auf einer auf keiner Karte verzeichneten Insel vermisst wird, heuert man Dich an, um sie zu finden. Entdecke und entschlüsse in diesem Wimmelbild/Rätselspiel die Geheimnisse von antiken Ruinen und suche nicht nur nach den Vermissten, sondern auch nach Beweisen für eine verloren gegangene Zivilisation. Nun, einen Teil dieser beiden Aufgaben wirst du zwischen den Leveln in gemalten Bildern mit Text weiterverfolgen können. Lerne die Göttin Raijini kennen und verfolge die Legende um sie und ihren sterblichen Geliebten. Das Du angeheuert bist, um eine verlorengegangene Crew zu finden, wird im Verlauf des Spieles dagegen nur daran ersichtlich, dass Du immer wieder Tagebuchseiten findest. Diese geben wichtige Hinweise für Puzzle, die Du lösen musst, um an manchen Stellen weiter zu kommen.

In jedem Level suchst Du in verschiedenen Modi. 12 Tagebuchseiten und 20 Nahrungsmittel sind fast immer dabei, dazu dann eine Wortliste, andere Dinge mit Mengenangabe (20 Hüte, 20 Käfer etc), eine Liste mit Umrissen oder ein "Such den Unterschied" - Level. Insgesamt gibt es über 60 Level, was aber unglücklicherweise nicht all zu viel über die Länge des Spieles an sich aussagt. Denn trotz einer hohen Levelzahl: Durch die meisten Level wirst Du Dich im Schnelldurchlauf durchklicken.

Das grösste Problem in diesem Spiel liegt bei den wundervollen fotorealistischen Grafiken. Sie sind wirklich klasse. Sehr klar, detailliert, viele sind ein Genuss für die Augen, gerade die alten Ruinen sind hervorragend dargestellt. Im Gegensatz dazu sind die Suchobjekte aber eben sehr auffällig. Ob nun ebenfalls fotorealistisch oder auch mal gezeichnet: Sie fallen auf. Meist brauchst Du nur in gemässigtem Rythmus (zu schnelles Klicken bringt eine Zeitstrafe) auf alles zu klicken, was nicht ins Bild gehört und du bist in zwei bis drei Minuten durch ein Bild durch. Deine Zeitvorgabe ist aber 10 Minuten. Ich bin nicht ein einziges Mal unter 5 Minuten gekommen, auch wenn zum Ausgleich für die gut sichtbaren Objekte andere dann Ton in Ton versteckt werden, oder im Dunkeln, wo man sie selbst mit Hinweis nur durch Zufallsklick findet. Und so wandeln sich die grossartigen Grafiken eher in einen Minuspunkt. Die Unfähigkeit der Grafiker, die Suchobjekte entsprechend anzupassen, nervt nach einiger Zeit, man braucht kaum noch hinzuschauen. Oder doch Beta und deshalb alles so offensichtlich?

Die 12 Tagebuchseiten, die Du suchen musst, werden in das Tagebuch unten in Deiner Leiste eingefügt. Du solltest immer mal reinschauen, wenn Du in einer Szene ohne ein Wort stehengelassen wirst. Denn genau das passiert. Anstatt weiter zu kommen, stehst Du in Mitten einer Szene und musst dann selber herausfinden, was Du hier eigentlich tun sollst. Am besten fährst Du immer mit der Maus über den Bildschirm, denn dort, wo es etwas zu tun oder zu finden gibt, bekommst du dann auch einen Tip.
So stehst Du zum Beispiel auf einem Weg, vor dir steht eine vermooste Steinstatue. Tja und nun? Wenn du Dich umschaust, siehst Du Handschaufeln, die Du anklicken kannst. Mit diesen musst Du dann die vermooste Statue reinigen und unter dem Moos erscheinen Symbole. Eben diese Symbole musst Du in der Szene finden und einsetzen. Erst wenn Du das Tagebuch öffnest, erfährst Du, dass Du die Hände ein Auslöser sind. Also klickst du die Hände, die Statue verschwindet und eine Kiste erscheint. Während Du ins nächste Level gebracht wirst, erfährst Du noch, dass Du die Kiste aufgeschlossen hast. Warum, was da drin ist, was sie dort gemacht hat.... wir werden es wohl nie erfahren.

Aber das ist nicht das Einzige, was wir niemals erfahren werden. Wo kommen die Dinge im Inventar plötzlich her? Warum gehe ich durch Türen? Warum löse ich Puzzle, die keinen Zusammenhang mit irgendetwas haben?

Das Tagebuch... auch das ist so eine Sache, wo ich nicht weiss, ob es nicht doch Beta ist..... Jedes Mal, wenn Du es aufmachst, landest Du auf der ersten Seite und musst Dich dann durchklicken bis dahin, wo Du es brauchst. Und bei einigen Leveln brauchst Du es wirklich, weil dort Codes für Symbole angezeigt sind. Gleichzeitig gefällt mir aber die Idee, dass eben nicht alles offensichtlich ist, sondern im Tagebuch nur Andeutungen gemacht werden. Leider nicht für alle Rätsel. Bei einigen bist Du auf Deine Klickerei angewiesen.

Das Spiel hat nur einen Modus, den Zeitmodus, allerdings ist die Zeit mehr als ausreichend. Während der Rätsel und Puzzle läuft die Zeit nicht weiter. Pro Level erhältst Du drei Hinweise, es gibt keine Möglichkeit, welche hinzuzugewinnen oder zu finden, allerdings wirst Du auch nur selten einen Hinweis brauchen, so dass diese drei mehr als ausreichend sind.

Ein Spiel der Gegensätze und nur halb fertig. So kommt einem Rescue at Raijini Island vor. Wunderbare Grafiken - aber die Unfähigkeit ein Objekt zu verstecken. Eine Story, die bestimmt gut wäre - wäre sie denn dann erzählt worden (Nicht die zwischen den Leveln. Die hat zwar mit dem Spiel nur zweitrangig zu tun, aber wenigstens erfährt man wie es weitergeht). Ein abwechslungsreiches Spielprinzip - wenn es nicht wegen der so deutlich erkennbaren Objekte fast schon langweilig wäre. Interessante Rätsel, die einerseits keinerlei Erklärung geben, was und warum man es machen soll, andererseits aber neugierig machen. Kleinere Puzzle dazwischen, die für jeden über 6 eigentlich eine Beleidigung sind. Nur ein Puzzle hatte wirklich etwas Anspruch an die Gehirnzellen.

Ja, wirklich, wenn ich mir vorstelle, die Entwickler hätten das Spiel noch ein bisschen poliert, etwas mehr Sorgfalt, einfach das, was sie angefangen haben, in allen Punkten zu Ende geführt, dann wäre Rescue at Raijini ein gutes Spiel. So kann man es eigentlich nur sehr bedingt und unter Vorbehalt empfehlen

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