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Relic Hunt

Herausgeber:BigFish Games
Entwickler:
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Autor: Sabine

Nachdem Marcus' Eltern auf tragische Weise ums Leben kamen, wird er von seinem Großvater Melvin, einem bekannten Schatzsucher, aufgezogen und während der sein heldenhaftes Leben weiterführt, hat Marcus nur lauter Unsinn im Kopf und kümmert sich in keinster Weise um den Ernst des Lebens. Melvin befürchtet, dass Marcus es später einmal sehr schwer haben wird, wenn er jetzt nicht langsam auf den rechten Weg kommt. Eines Tages, nach einem Angelausflug, verschwindet Marcus spurlos in einem Wald, den er und Melvin auf dem Weg nach Hause durchqueren müssen und taucht erst drei Tage später, mit Verletzungen am ganzen Körper, im Haus seines Großvaters wieder auf. In dem Wald seien ihm die unheimlichsten Kreaturen begegnet und er habe sie alle überwältigen können. Melvin kann kaum glauben, was er da hört und ist mächtig stolz auf seinen mutigen Enkelsohn. Ein paar Jahre später stirbt Melvin und Marcus bleibt alleine mit seinem Schmerz zurück. Beim Aufräumen des Hauses findet er zufällig ein Tagebuch seines Großvaters, in dem dieser all seine Abenteuer niedergeschrieben hat und Marcus erfährt, dass sein Großvater all seine Schätze, die er auf seinen Reisen finden konnte, auf der Insel der vier Tore gut behütet versteckt hält und diese am liebsten in Marcus' Händen wissen möchte. Mit einem Herz voller Mut begibt sich Marcus auf eine spannende aber auch gefährliche Reise zu der Insel der vier Tore.

Dieses Spiel hat mich, trotz nicht vorhandenem Zeitlimit, im Nachhinein nicht sehr begeistert, es ist nicht mal halb so spannend, wie es in den kurzen Informationstexten vor jedem der sieben Level angepriesen wird. Von den ach so vielen gruseligen Kreaturen und wilden Tieren habe ich nur ein ganz klein bißchen sehen können, was aber auch an der Spielgeschwindigkeit gelegen haben kann, denn beim erneuten Durchspielen war ich nach einer guten halben Stunde schon wieder am Ende des Spiels. Zu verdanken war das den oft viel zu schlecht versteckten Objekten, die zwar zu 90 % nicht variabel sind, aber halt viel zu auffällig. Wenn man zum Beispiel ein Zebra suchen muss, das sich fast in Lebensgröße im Bild "versteckt", ist das nicht wirklich eine Herausforderung. Man bekommt durch rote Pfeile auch viel zu viele Hinweise, was und wo man suchen soll, so dass der "Was-zum-Teufel-soll-ich-denn-jetzt-machen-Gedanke" erst gar nicht aufkommt und man den netten älteren Herrn, der eigentlich für die Tipps zutändig ist, so gut wie gar nicht um einen Gefallen dieser Art bitten muss. Der hat zwar zu Beginn des Spiels drei davon unter seinem schicken Hut und man kann auch im Spiel, durch das Auffinden des Buchstaben "M", noch mehr dazupacken, aber brauchen tut man sie nur ganz selten. Auch Fehlklicks haben lediglich eine einzige Konsequenz, nämlich das der Macheten-Cursor wie von der Tarantel gestochen einige Sekunden durch das Bild rotiert. Ich könnte mir vorstellen, dass die Tarantel im Gegensatz zu dem Zebra nur winzig klein gewesen ist und der Cursor sie deshalb nicht gesehen hat.

Die einzelnen Level bestehen, ausgenommen dem siebten, aus vier bis fünf Aufgaben, die wiederum aus Wimmelbildern und Minispielen bestehen. Mal muss man die Objekte anhand von Wörtern und mal anhand von Silhouetten finden, wobei die Silhouetten-Suchbilder immerhin ein bißchen schwieriger sind als die Wörter-Suchbilder. Die Grafik dieser Bilder ist nicht wirklich aufwendig gestaltet und der Designer scheint auch kein sehr detailverliebter Mensch zu sein, denn wenn in einer uralten ägyptischen Pyramide japanisch angehauchte Musik zu hören ist und die ägyptische Bauchtanzmusik dann später in einem "Finde-den-Unterschied-Bild" vorkommt, bei dem eine Frau von afrikanischen Ureinwohnern bewacht wird, ist das irgendwie nicht ganz stimmig. Viele Objekte wirken oft fehl am Platz und sind eher selten in größerer Anzahl vertreten, da bereitet es einem dann keine großen Schwierigkeiten aus zwölf vorhandenen Objekten die zehn richtigen herauszupicken. An eine Geräuschkulisse wurde zwar gedacht, aber ich kann mich persönlich nicht erinnern, schon mal einen Friedhof direkt neben einem Flughafen gesehen zu haben.

Die Begeisterung über die Minispiele hält sich auch in Grenzen, wobei diese, im Vergleich zum Rest des Spiels, wesentlich abwechslungsreicher gestaltet aber mit viel zu wenig Risiko und Tüftelei zu bestehen sind. Man muss zum Beispiel rote und blaue Kugeln auf die jeweils andere Seite der Spielfläche bringen, hat dabei aber weder ein Zeitlimit noch eine beschränkte Zuganzahl im Nacken. Bei dem "Deckel-auf-Topf-Spiel" ist es auch nicht gerade schwierig den richtigen Topf zum Deckel zu finden, wenn dieser nur einen einzigen der Deckel akzeptiert. Das "Diamanten-Elemente-Spiel" ist auch völlig risikofrei, da einem genau gesagt wird, was man tun soll und das kann man dann so lange tun wie man lustig ist, ohne die Angst vor einem Fehler haben zu müssen. Das "Positions-Spiel" und das "Kokosnuss-Spiel" haben mir dagegen schon besser gefallen, weil einem hier nicht alles vorgekaut wurde und man immerhin noch ein wenig selbst überlegen musste. Auch beim Schlussrätsel gibt es nicht mehr so viele Hinweise, da einem diese schon auf dem Weg dorthin alle begegnet sind. Vier angeblich verschiedene Tore gilt es zu öffnen, wobei ich das Gefühl nicht loswerden konnte, dass es sich viermal um das selbe gehandelt hat. Erstes Indiz dafür war der Raum, der hinter jedem Tor stets der selbe war, zweites Indiz war die verblüffende optische ähnlichkeit der Umgebung vor den Toren. Das siebte Level enthält somit zwar mehr Aufgaben als die anderen, die aber ähneln sich sehr und sind nicht sehr ideenreich gestaltet worden. Vor den ersten drei Toren ist fast immer das gleiche zu tun, um es zu öffnen, nur beim vierten ist dem Designer dann, abgesehen von der Optik, doch noch was anderes eingefallen.

Es lohnt sich auch fast gar nicht, die in jedem Level vorkommenden Inventarobjekte überhaupt in das Inventar aufzunehmen, weil man sie sowieso direkt an Ort und Stelle wieder einsetzen muss, aber nätürlich erst, wenn man von dem freundlichen roten Pfeil großzügig darauf hingewiesen wurde. Insgesamt gesehen gibt es in dem Spiel "Relic Hunt", für das ein gutes Schulenglisch völlig ausreicht, viel zu viele Tipps für viel zu wenige Herausforderungen und abgesehen davon, dass man die Geschichte von Marcus in Form von Bildern ganz gut verfolgen kann, sind die einzelnen Komponenten nicht wirklich aufeinander abgestimmt. Das Spiel ist auch nicht auf PCs mit einer höheren Auflösung als 1074 x 768 zu spielen, da einem sonst jedesmal die untere Reihe der Suchlisten fehlen würde, wodurch man aber meine Gesamtspielzeit von 36,5 Minuten sicher noch unterbieten könnte.

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