Reincarnations: Enthülle das Gestern


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Vogat Interactive

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Autor: Inge W./Claudia K.
Datum: 13.12.2010

Jane und Dr. Herzle sorgten in Reincarnations: Das Erwachen für einen Durchbruch in der Reinkarnationswissenschaft, aber ihre harte Arbeit wird durch das Verschwinden Janes gefährdet! Direktor Weiner hat Jane unter einem Vorwand der Psychose in die Psychiatrie einweisen lassen, um eigene Experimente mit ihr zu machen. Jane sucht nach einem Ausweg, den sie in Form eines Briefes von Dr. Herzle findet. Sie soll sich an ihre Gabe erinnern und ein Medallion suchen, das er in dem Zimmer versteckt habe. Janes Gabe besteht darin, sich in andere, frühere Leben zu versetzen. Doch bevor ihr dort geholfen werden kann, wird sie erst der Person in diesem anderen Leben helfen müssen.

Du beginnst das Spiel und musst erstmal entscheiden ob du mit entspannten Modus oder schwierigen Modus spielen willst. Die beiden unterscheiden sich wie üblich durch schnellere/langsamere Aufladezeiten von Tipp und überspringfunktion. Außerdem werden dir im einfacheren Modus interessante Stellen wie zum Beispiel Wimmelbilder und interaktive Stellen durch Glitzern angezeigt. Der Hinweis zeigt Objekte in Wimmelbildszene an oder auch außerhalb eine wichtige Stelle oder ein übersehenes Objekt. Allerdings zeigt er außerhalb auch durchaus ein Puzzle an, dass du noch nicht lösen kannst, weil dir dazu noch etwas fehlt.

In den einzelnen der insgesamt 4 Kapitel, inklusive der Einführung, kannst du dich, wie meist in diesen Spielen, frei bewegen, aufgehalten nur von verschlossenen Türen oder anderen Hindernissen, die mit Hilfe von Rätseln und/oder Inventargegenständen geöffnet bzw. beseitigt werden können. Inventargegenstände erhältst du wie immer durch die Wimmelbildszenen, durch gelöste Rätsel oder du kannst sie einfach aufnehmen. 

Klare, schöne Grafiken lassen dich alles gut erkennen, trotzdem ist auch in den Wimmelbildern nicht alles auf den ersten Blick sichtbar. Gut versteckt ohne einfach nur zu klein oder fast unsichtbar zu sein, macht die Suche Spaß. Nicht alle Gegenstände sind einfach so auffindbar, unbeschriebenes Papier muss erst mit einem Radiergummi bearbeitet, Dosen, Schubladen oder ähnliches geöffnet werden. Solche Objekte werden zur Vereinfachung farbig angezeigt. Gegenstände passen in die jeweilige Zeit.

Außerhalb der Wimmelbildszenen wird dein Mauszeiger zur Lupe, wenn du eine Stelle näher betrachten solltest. Interaktionen oder auch Hinweise, dass dort etwas liegt, werden dir so den Weg erleichtern. Ein Finger zeigt an, dass man hier etwas aufheben kann, dass dann ins Inventar geht. Inventarobjekte werden manchmal sofort, manchmal erst später genutzt.

Die Rätsel sind querbeet, alles dabei von Zahnrädern über Puzzlebilder, Schieberätsel, überspringrätsel und anderes. Sie sind abwechslungsreich, lassen sich oft in den Originalzustand zurücksetzen und können nach einer kurzen Wartezeit ohne Nachteile übersprungen werden.

Die Übersetzung lässt gerade in den Wimmelbildspielen zu wünschen übrig, es wurde offensichtlich nicht im Spiel übersetzt und so ist im Englischen zum Beispiel ein Pinsel genauso "Brush" wie eine Haarbürste. Übersetzungen wie diese sehen wir häufig, aber das ist keine Entschuldigung, sondern zeigt einfach nur Schlampigkeit.  Viele Teile liegen sehr eng bei einander, bzw. überlappen. So wirst du immer wieder Teile "finden" die du eigentlich gar nicht angeklickt hast, während das eigentlich gefundene Teil noch stets in der Szene liegt.

Auch hier wird die Spielzeit durch künstliche Wege verlängert. So fehlt dir für ein Puzzle noch ein Teil, dafür kannst du dann laufen, weil es im Vorfeld nicht freigegeben war. Eine Unsitte, die immer wieder gern genutzt wird. Besonders ärgerlich ist aber der große Klickrahmen bei den Nahansichten in den Puzzles. Klickst du zu nahe am Rand wirst du dich häufig in der Hauptszene wiederfinden. Und je öfter es einem passiert, desto ärgerlicher ist es. Der Wiederspielwert ist gering, bei einem zweiten Durchlauf sind Puzzle und Inventargegenstände die gleichen, in den Wimmelbildszenen werden nur sehr wenige Objekte ausgetauscht.

Alles in allem ein durchschnittliches Spiel, das man spielt, man hat etwas Spaß, nach 3-4 Stunden ist man durch und vergisst es wieder. Das soll nicht heißen, dass es schlecht ist, aber es hinterlässt auch keinen Eindruck. Und so ist es empfehlenswert für den Spielspaß zwischendurch, aber nicht als besonderes Spielerlebnis.