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Reflections of Life: Die Traumtruhe


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: GrandMa Studios

Download (normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Andreas
Datum: 03.01.2020


Wimmelbild-Abenteuer ohne Anspruch und Inspiration, aber mit Emblemen ohne Ende
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In der nun schon 8. Ausgabe der Reihe Reflections of Life spielen wir wieder einmal als ein Wächter, der (bzw. die) gerufen wird, weil in einer kleinen Stadt die Bewohner zu Bernstein werden.

Es stehen uns zwei dieser heutzutage "beliebten" Gadgets zur Verfügung, nämlich eine mechanische Eule, die für uns Aufgaben an höher gelegenen Orten erledigt und ein sogenannter Ungezieferfänger, der zur Beseitigung magischer Barrieren dient. Letzterer hält prinzipiell nur für eine Aufgabe durch, dann ist er defekt und muss repariert werden. Sein Einsatz erfordert jedes mal das absolvieren eines Minispiels, das besser Mikrospiel genannt werden sollte. Nicht nur ist es immer dasselbe, es ist auch von geradezu brüllender Primitivität, müssen doch immer nur die selben fünf Augen gesucht werden. Wir haben hier also den klassischen Fall eines schwachsinnigen Zeitschinders vorlegen.

Zeitschinderei ist auch ein Stichwort, das auf weitere Teile des Spiels zutrifft. Pausenlos haben wir "Aufgaben" in der Art von Suchen nach gleichen Objekten zu erledigen, allesamt eventuell für Sechsjährige interessant, keineswegs aber für Erwachsene, schon erst recht nicht solche, die einen gewissen Anspruch zu schätzen wissen. Und hierzu ebenfalls passend müssen wir ununterbrochen alles mögliche Anklicken, bis wir längst gesehenes aufnehmen oder verwenden können.

Die Geschichte selbst hätte womöglich wenigstens im Ansatz insofern Potential gehabt, als wir hier eine Rivalität zweier Schwestern vorfinden, die aber zugunsten vom Aspekt einer besessenen Magierin vernachlässigt wird. Dadurch landen wir beim x-ten Aufguss einer schon viel zu oft gesehenen Geschichte.

Im Abenteuerteil haben wir so gut wie ausschließlich altbekannte Standardaufgaben zu lösen mit heftigem Schwerpunkt auf Emblemen und verwandten Geistern.Es empfiehlt sich dringend, für die Dauer des Spiels den Sinn für Plausibilität und Logik zurück zu stellen. Beides ist im Spiel nämlich (abgesehen von einigen Minispielen) absolute Mangelware.

Die Minispiele sind überwiegend extrem leicht bis maximal mittelschwer mit einigen wenigen Ausnahmen. Sie lassen sich fast alle zurück setzen.

Die Wimmelbilder stellen zusammen mit der guten Grafik noch den einzigen Lichtblick dar. Sie sind abwechslungsreich, fair gestaltet, ohne zu leicht zu sein.

Die Länge des Spiels kann als durchschnittlich angesehen werden, was in anderen Worten recht kurz bedeutet.

An Hilfen haben wir wie gewohnt eine Karte und einen Tipp mit Transportfunktion zur Verfügung. Die Karte arbeitet dabei nicht durchgängig zuverlässig, da nicht immer Orte mit aktueller Aufgabe markiert sind.

In der Sammlerausgabe haben wir Sammelobjekte und Chamäleonobjekte zu finden, Minispiele und Wimmelbilder lassen sich nach spielen (wenn auch nicht alle), dazu kommt das übliche Material.

Fazit:
Reflections of Life: Traumtruhe ist ein eher kurzes Wimmelbild-Abenteuer ohne nennenswerten Anspruch. Immerhin lässt es sich locker spielen, was es zumindest für Anfänger und Kinder ansehnlich macht. Lediglich die Grafik und die meisten Wimmelbilder können gefallen.