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Redemption Cemetery: Die Insel der Verlorenen


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum:12.03.2015
Deutsch (Sammler): 23.04.2015

Nichts Neues oder Spannendes auf dem Friedhof
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Dein erster Alleinflug endet unsanft auf einer Insel, nachdem einen ziemlich gruselige, scheinbar untote Gestalt am Himmel auftaucht. Als du auf den Geist von Santiago triffst, einem Fischermann, den es durch einen Sturm auf diese Insel verschlagen hat, erfährst du, dass er der gleichen Gestalt begegnet war. Und das es noch mehr unglückliche Seelen auf der Insel gibt, deren aller Verzweiflung nicht nur ihre Seele nicht zur Ruhe kommen lässt. Das Monster nährt sich von den Qualen und auch du bist eigentlich als Futterquelle auserkoren.

Schnell wird klar - wenn du den Rastlosen ihre Ruhe gibst, hast du eine Chance, der Insel zu entkommen. Doch damit nicht genug. Du musst auch das Einzige finden, was dieses Monster fürchtet. Ein Amulett. Santiago kommt dir noch einmal zur Hilfe und überlässt dir seinen Raben, der dir von nun für Aufgaben in luftiger Höhe zur Seite stehen wird. Zudem ist er sicherlich ein stiller Trost, denn wie immer in der Redemption-Serie wirst du Zeitreisen antreten müssen, um den Seelen zu helfen.

Vier Modi stehen dir zur Auswahl, einer mit der Möglichkeit individueller Einstellungen. Interessant hier: Du kannst die Aufladedauer für Überspring- und Tippfunktion von 30 Sekunden verändern. Doch wählst du einen schnelleren Tipp, wird das Überspringen länger dauern. Bist du kein Freund von Puzzlen und möchtest dem schnell ein Ende bereiten, dann wird dein Tipp länger brauchen. Das Hilfsmittel Karte ist immer vorhanden - sie hat eine Springfunktion und zeigt an, wo es aktuell etwas zu tun gibt. Die Karte ist zuverlässig und von ihr hängt es ab, wie lange das Spiel dauert. Auch der Tipp ist zuverlässig; neben der Anzeige, wo etwas zu tun ist, dient er auch als Richtungsgeber.

Wie immer lästig - statt Notizen zum nachlesen in einem Buch zu sammeln, bleiben die entsprechenden Nahansichten einfach offen. Du wirst also das ein oder andere Mal in Ansichten landen, in denen es schon lang nichts mehr zu tun gibt, außer das schon Gelesene erneut zu lesen. Zusammenhänge nachlesen kann nur der Besitzer einer Sammleredition - nach Beendigung des Hauptspiels.

Die Wimmelbilder sind abwechslungsreich und jede Varinante hat ein oder mehrere Interaktionen zu bieten. Es gib einfache Wortsuchlisten, "hinter jedem Objekt ein Puzzleteil", Einzelteil-Suche - die Einzelteile müssen am Ende zusammengesetzt werden," X von einer Sache" und eine Worträtsel-Suchliste. Die meisten folgen 2x schnell aufeinander, im besten Falle dann aber mit einer anderen Variante. Alternativ kann statt einer Wimmelbildszene ein Murmel-Shooter gespielt werden. Bei den Puzzles gibt es eine breite Mischung von Zwei-Klick bis hin zu Knobelvarianten. Trotz der kreativen Wimmelbilder hat ERS es nicht versäumt, auch die Puzzles zumindest auf Standardniveau zu bringen; für diesen Entwickler ein echter Fortschritt, der sich in den letzten Spielen und so auch hier gezeigt hat.

Neben dem Fischer benötigen noch eine Lehrerin, ein Ritter und ein Wissenschaftler Hilfe. Dafür musst du natürlich in die Vergangenheit und richtig machen, was falsch gelaufen ist. Die Orte sind gut gemacht, jeder unterscheidet sich vom anderen und an allen Orten gibt es viel zu tun. Du wirst viel von A nach B, von B nach A und wieder nach B Gerenne haben - deshalb auch die Karte als Spielzeitgeber. Wer läuft, der wird den Schuster brauchen - und viel Geduld, denn nicht immer ist alles nachvollziehbar, was du tun sollst. Wer dann auch noch ohne Glitzer spielt, sollte stets bedenken, dass die Wimmelbildszenen in der Regel 2x kurz hintereinander erfolgen.

In der Sammleredition sucht man Gegenstände, diese werden in einem Buch automatisch in Bilder eingesetzt. Hast du ein vollständiges Bild wird es einem Puzzle und erzählt dir, wenn es zusammengesetzt ist, einen Teil der Geschichte. Außerdem gibt es das Murmel-Shoooter - Spiel, 18 Minispiele und 18 Wimmelbilder zum erneuten spielen, eine Art "Tant-Erna-rät-Psychotest", die Geschichte zum Nachlesen, 18 Wimmelbilder, Auszeichnungen und deine Sammlung, Bilder, Musik, etc.. Wer also Sammlereditionen mag, der wird in Redemption Cemetery: Die Insel der Verlorenen zumindest nicht mit Kleinigkeiten abgespeist. Im Extra Spiel kehrst noch einmal auf die Insel zurück, weil Santiago Hilfe benötigt.

Das Ende ist kurz und sehr unspektakulär, aber das deckt sich mit der Atmosphäre des gesamten Spieles. Unaufgeregt, gradlinig und ohne Höhen oder Tiefen arbeitet der Spieler sich durch die voraussehbaren Geschichten. Redemption Cemetery geht in die sechste Runde und man kann sagen: Es wird nicht schlechter, aber es wird es auch nicht besser. Eine Serie, die zumindest ihre Daseinsberechtigung nicht ab adsurdum treibt und verlässliche Unterhaltung bietet.


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