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Redemption Cemetery: Das Leid der Kinder


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Downlaod: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 16.08.2011


Wir glauben, dass das Böse nur in der Nacht geschieht. Und den Anderen, den Fremden, weit weg von uns. Wir fühlen uns sicher im hellen, wärmenden Licht der Sonne, die sanft durch die Blätter des Waldes scheint. Aber auch uns kann es passieren, mitten am Tag bahnt sich das Böse seinen Weg zu uns und nimmt uns mit in eine Welt, von der wir glaubten, sie existiert nur in der Fantasie der Buchautoren.

Und nach dieser Einführung, offensichtlich dem Wunsch vieler Spieler geschuldet, zur Abwechslung mal nicht nur "dunkle Geschichten" zu haben, landest du in einer Vollmondnacht auf einem Friedhof und wirst von Rabenmann informiert, dass ein böser Hexenmeister dich mit einem Fluch belegt hat. Dein einziger Weg, diesen Friedhof wieder zu verlassen, liegt darin, den verlorenen Seelen auf diesem Friedhof zu helfen. Denn dann können diese dir helfen, den Hexenmeister wieder in seine Gruft zu sperren. Schnell erfährst du, jeder der drei Toten hat noch ein lebendes Kind, das in den Händen des Hexenmeisters ist. Deine Aufgabe ist es, das Kind zubefreien, sodass die Seele der Toten in Frieden ruhen kann.

über die Grafiken braucht man bei ERS kaum zu reden. Sie sind schön anzusehen und trotz der vermeintlichen Nacht hat man, dank des Vollmondes, eine gute Sicht. Kleine Animationen machen die Szenen lebendig und gleichzeitig hat man auf echte Horrorelemente verzichtet. Keine unliebsamen überraschungen, nirgendwo springt plötzlich eine Fledermaus "in dein Gesicht", keine überlebensgroßen Kriecher und Krabbler, die den Weg versperren (es gibt eine Szene, die nicht ganz so angenehm ist, aber trotzdem erträglich). Man kann sagen, dass hier mit den Bildern eine eindringliche Atmosphäre geschaffen wurde, die der jeweiligen Geschichte gerecht wird.

Nach der Wahl deines Modus (die Unterscheidungen liegen in der Aufladezeit von Tipp und überspringfunktion, sowie in der Anzeige von aktiven Szenen) wirst du zunächst den Friedhof erforschen. Inventarobjekte müssen in den Szenen gefunden, durch kleinere Puzzles erarbeitet werden. Wimmelbildszenen bringen dir am Ende ebenfalls ein Inventarobjekt.

Der Tipp wird dir in den Wimmelbildern ein willkürliches Objekt deiner Liste anzeigen. Einige der Objekte müssen mit zusätzlichen Aufgaben gefunden werden, sei es nun, dass eine Schublade geöffnet oder ein Kürbis geschnitzt werden muss. Auch hier ist der Tipp behilflich. Außerhalb der Szenen zeigt er an, wenn etwas getan werden muss (auch wenn du ein dafür benötigtes Inventarobjekt noch nicht hast) oder ob du woanders weiter nach Hinweisen suchen sollst.

Hast du deine erste Seele gefunden, so wirst du dich dann auch vom Friedhof aus in eine Stadt begeben. Dort hält der Hexenmeister die Kinder gefangen. Irgendwie hat man schon ein beklemmendes Gefühl, wenn weggehen muss, obwohl ein Kind mit einem Auto in die Schlucht zu stürzen droht. Jedes der Kinder ist ein abgeschlossenes Kapitel und spielt in einem anderen Teil der Stadt. Zwar wirst du auch hier oftmals hin und her rennen müssen, aber zumindest findest du schnell heraus: Der Friedhof ist nur für die Zwischensequenzen, um die Kinder zu retten, musst du den jeweiligen Stadtteil nicht verlassen.

Die Puzzles sind nicht außergewöhnlich, vom Anspruch her für jeden zu meistern und gut in die jeweiligen Situationen eingepasst. Es ist eine nette kleine Mischung aus Rohre zusammensetzen, Fäden entwirren, Schlösser öffnen - nichts Spektakuläres aber grafisch gut ausgeführt. Alle Puzzles können nach einer Wartezeit übersprungen werden.

Zu der Spielzeit von etwa 3-4 Stunden kommen in der Collector-Edition ca. 30 Minuten hinzu. Der Strategy Guide ist ok, aber sehr aufgebläht und gaukelt viele Kapitel und ein sehr viel längeres Spiel vor, als es eigentlich ist. Daneben erhältst du die üblichen Hintergründe, Musik und Bildschirmschoner als Extra.

Technisch gesehen, fällt auf, dass es beim Wechsel in eine andere Szene fühlbare Verzögerungen/Ladezeiten gibt. Besonders lästig, wenn man sich verlaufen hat oder eben fünf Mal hin- und herlaufen muss.

Die Musik, nun ja, selbst wenn man den Entwickler ERS nicht kennt, die Musik kennt man aus zahlreichen seiner Spiele und das aus drittklassigen Gruselfilmen entliehene "buhuhuuu" ist eigentlich nur nervend. Vor allem weil es in jedem ERS-Spiel auftaucht. Ich habe den Ton irgendwann ausgestellt, weil gerade dieses schlechte Geräusch und die immer gleiche Melodie die Atmosphäre, die hier mit den Bildern geschaffen werden, ernüchtert und man das Gefühl hat, dass ERS an seine eigene Kraft nicht glaubt.

Redemption Cemetery: Das Leid der Kinder ist ein guter Nachfolger des ersten Spieles (Redemption Cemetery: Der Fluch des Raben). Die Basis der Geschichte ist die gleiche, aber es ist ein anderer Friedhof, eine andere Stadt, ein anderes Böses, andere Aufgaben. Und wenn wir uns dagegen viele andere Nachfolger ansehen, die häufig schlechter werden, die einander zum Verwechseln ähnlich sind, dann kann man sagen, dass ERS hier einen guten Job gemacht hat. Das Spiel ist nicht wirklich besser, von der Spiellänge her kürzer, aber es hält den Standard.

Standard im Sinne von ERS bedeutet: Nichts ist neu, aber alles ist gut gemacht. Man setzt auf Bewährtes ohne das kleinste Risiko einzugehen. Auch Redemption Cemetery: Das Leid der Kinder ist ein Spiel, dass dir nicht lange im Gedächtnis bleiben wird. Es ist gut, es wird dich unterhalten, es ist aber nichts Besonderes und trotz der gelungenen (vorausgesetzt man spielt ohne Ton oder stört sich nicht dran) Atmosphäre nichts, was auf Dauer bleiben wird. Es geht unter im Alltag der "Mystery Games", die einem irgendwie doch immer die gleichen Bilder vorsetzen.

Die Collector-Edition ist außer für Bildschirmschoner und Hintergrundbild - Enthusiasten nicht empfehlenswert. Wer aber auf die Normalversion wartet, der wird ein gutes Spiel bekommen. Eines, das nicht heraussticht, aber auch ganz sicher nicht gegen die anderen Spiele dieser Art abfällt.


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