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Questerium: Dunkle Verschwörung


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Herausgeber: Urse Games
Entwickler: Urse Games

Download (Normal): Deutschland-Spielt
Download (Sammler): Deutschland-Spielt
Download: Bigfish Games.com

Wenn Du Questerium: Dunkle Verschwörung auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Elke M.
Datum: 07.10.2013
Deutsch (Normal): 11.07.2014

Unterhaltsames Wimmelbild-Abenteuer das sich selbst nicht allzu ernst nimmt
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Die Geschichte ist schnell erzählt. Eine Stadt wurde aufgrund von unnatürlicher Pflanzenüberwucherung evakuiert. Als Detective erhalten wir über Funk die Nachricht just zu diesem Ort zu fahren, um zwei vermisste Kinder zu suchen. Beim Betreten der Stadt bietet sich uns ein Anblick der Zerstörung. Viele Gebäude sind in sich zusammengefallen, als hätte ein Erdbeben stattgefunden. Als wir uns vom ersten Schrecken erholen, erblicken wir einen Mann, von dessen gesamten Körper Blitze ausgehen. Er schnappt sich die Kinder noch bevor wir reagieren können. Unsere Verfolgung durch die verwüstete Stadt beginnt…

Die echten Schauspieler fügen sich überraschend gut in die präzise gezeichnete Landschaft ein. Bis in den letzten Winkel können wir alles bestens erkennen. Die Geräuschkulisse wurde sorgfältig ausgewählt, dazu ist die Synchronisation stimmig. Und auch wenn sich das Intro der Geschichte furchteinlösend anhört, so wird uns diese Angst durch die satten Farben und das vermutlich gewollt übertriebene Auftreten des Professors gleich wieder genommen.

Urse Games stellt uns hier vier Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. „Leicht“ und „Normal“ unterscheiden sich nur in der Aufladegeschwindigkeit von Tipp und überspringen und beim Glitzern von aktiven Bereichen. Im schweren Modus sind die überspringen- und die Hinweisfunktion nicht vorhanden, bei der Einstellung „Professionell“ fehlen dazu noch die geschriebenen Gedanken, die wir uns zu einzelnen Aufgaben oder Gegenständen machen. ändern können wir unsere Entscheidung jederzeit über den Punkt Optionen.

Ein Journal schreibt sehr ausführlich die Geschichte mit. Dazu erhalten wir eine interaktive Karte, in die sehr viel Arbeit gesteckt wurde und die großes Lob verdient. Auf ihrer Legende können wir sechs unterschiedliche Kennzeichnungen erkennen. Am wichtigsten sind unser aktueller Standort, Bereiche, zu denen wir später nochmal zurück müssen und Orte, an denen jetzt etwas zu erledigen ist. Nie kommen wir in die Situation zu einer Szene zu laufen, dort ein Teil einzusetzen, nur um dann festzustellen, dass wir die Aufgabe gar nicht abschließen können. Alles was auf dem Plan verzeichnet ist macht Sinn und führt uns nicht in die Irre. Gerade gegen Ende des Spiels ist sie ein verlässlicher Freund, da wir doch des öfteren hin und her geschickt werden.

Die 14 Wimmelbilder spielen wir nur einmal und sie alle basieren auf dem gleichen Prinzip. Wir arbeiten eine Liste mit Begriffen ab, die farbigen Wörter sind durch Interaktionen, die aus einem oder zwei Schritten bestehen, zu finden. Die Konsequenz des Entwicklers ist auch hier spürbar. Ziehen wir z. B. einen Vorhang auf, und sehen dort einen versteckten Gegenstand, dann wird das Wort schwarz eingefärbt, schließen wir den Vorhang wieder, ändert sich auch die Farbe des Suchbegriffs erneut.

Auch bei den Rätseln können wir sofort die Liebe zum Detail erkennen. Zum einen sind sie optisch schön anzusehen, zum anderen kommen sowohl Neueinsteiger als auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten.  Viele gängige Minispiele wurden toll aufgepeppt und im Schwierigkeitsgrad erhöht. So wird das altbekannte Drehen von Rohren zu einer Denksportaufgabe, die unser visuelles Vorstellungsvermögen aufs höchste strapaziert. Und beim üblichen Verschieben von Blöcken geht es nicht darum, einen freizuspielen, sondern farbige Knöpfe im richtigen Spielstein einrasten zu lassen. Dazu gesellt sich noch ein interessantes Maus-frisst-Käse-Spiel, das sich mit etwas Probieren aber  gut lösen lässt.

Freunde von Sammelobjekten werden bei dieser Standardversion voll auf ihre Kosten kommen. Wir können uns 2o Auszeichnungen verdienen. Wenn wir den Raum hinter der Trophäenhalle aufsuchen, erblicken wir dort ein Atrium, das es zu verschönern gilt. Dazu brauchen wir eine Menge Geld, und dieses Geld finden wir im Spiel und zwar überall, auch in den Wimmelbildern. Zudem können wir auf der Karte erkennen, dass es 20 Geheimverstecke für Geld gibt, die durch ein Dollarzeichen markiert sind. Wir wissen zwar, in welchen Räumen sich die Münzen oder Scheine befinden, aber nicht wo. Allerdings dient das gefundene Vermögen nur der Verschönerung des Vorgartens, für den Spielverlauf ist es unerheblich. In einem Buch werden noch 15 mutierte Pflanzen festgehalten, die wir unterwegs pflücken und zusätzlich sind 3 Masken im Spiel versteckt, die aber auch nur für das Erhalten einer Auszeichnung von Relevanz sind. Doch nachdem wir vollkommen ohne Extrakosten auf diese Goodies zugreifen können, macht es auch durchaus Spaß nach dem einen oder anderen Versteck zu suchen.

Nach guten 4 Stunden haben wir das relativ kurze Ende von „Questerium: Dunkle Verschwörung“ erreicht und das trotz exzessiver Kartennutzung. Spätestens da fällt uns vermutlich auf, dass es ursprünglich eine Sammleredition war und bei anderen Spieleseiten zu einem späteren Zeitpunkt auch noch als diese erscheinen wird. Wir werden unsere Nachlese dann dementsprechend aktualisieren. Vielleicht wird uns dann in einem Bonuskapitel noch ausführlicher erklärt, was es mit dieser teuflischen Dreifaltigkeit auf sich hat, denn der Titel des Spiels passt in der Normalversion noch nicht wirklich zur Handlung, die so gar nicht böse und unheimlich ist.

Trotz kleiner logischer Schwächen, die oft mit der Perspektive des Spielers zu tun haben, und einer nicht ganz ausgereiften Geschichte, ist „Questerium: Dunkle Verschwörung“ eine Bereicherung für jede Spielesammlung. Selten bekommen wir zum Normaltarif so viele Extras. Dazu mangelt es den Entwicklern nicht an guten Ideen, die wir bis zur letzten Minute serviert bekommen. Der Probedownload verspricht nicht zu viel, wem er gefällt, der wird auch eine Kaufentscheidung nicht bereuen.


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