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Queen’s Tales: Das Biest und die Nachtigall


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 03.11.2013
Deutsch (Sammler): 16.01.2014

Märchenhaftes Wimmelbildspiel, das überzeugt
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Unser Vater befand sich auf einer langen Reise. Als er zu einem Schloss kam, entdeckte er dort einen Käfig, in dem eine goldene Nachtigall eingesperrt war. Er entschied, den Vogel mitzunehmen. Aber sein Diebstahl wurde vom Biest entdeckt und er wurde vor die Wahl gestellt. Entweder liefert er bis Mitternacht uns, seine Tochter, an ES aus oder er selbst muss für den Rest seines Lebens der Bestie dienen. Wird er keine der Bedingungen erfüllen, so ist das sein sicheres Todesurteil.

Um das entsetzliche Schicksal von unserer Familie abzuwenden, machen wir uns selbst auf den Weg, um dem Biest entgegen zu treten.

Ganz im Stile einer Phantasiewelt erwarten uns prunkvolle, farbenprächtige Bilder. Allein die Stimmen einzelner Mitwirkender mutieren seltsam übertrieben in den sonst so schönen Szenen. Die Geschichte ist verständlich und eingängig, auch wenn sie sich aus bunt zusammengewürfelten Elementen verschiedener Märchen bedient. Als ständigen Begleiter bekommen wir die Nachtigall zugeteilt, die für uns Blumen und Pflanzen durch ihren Gesang zum Blühen und Wachsen verleitet. Viele niedliche Fabelwesen werden zwischendurch zu unseren Verbündeten, verlassen uns dann aber wieder, wenn sie ihr Werk erledigt haben.

Den Schwierigkeitsgrad können wir uns selbst zusammenstellen und dabei aus den Unterpunkten Tutorial, Glitzern von aktiven Bereichen, Glitzern von Wimmelbildern, eingeblendete Hinweise zu Objekten, Klickstrafen, Tippbutton und überspringenfunktion wählen. Bei letzteren beiden können wir noch individuell die Aufladezeiten einstellen, die sich zwischen 5 und 200 Sekunden befinden. Alternativ ist es auch möglich, einen Modus mit voreingestelltem Schwierigkeitsgrad zu wählen, dabei wird in „Normal“, „Fortgeschritten“ und „Schwer“ unterteilt, eine änderung ist während des Spiels jederzeit möglich.

Selten haben wir so eine Fülle von unterschiedlichen Wimmelbildern vorgefunden. Alle nur erdenklichen Variationen sind herangezogen worden, um uns das Spielen abwechslungsreich zu gestalten. Klassische Wortsuchlisten wechseln mit Umriss-Suchen, das Finden von zwei gleichen Gegenständen mit dem Entdecken von 12 Objekten derselben Art. Dazu kommen noch jene Wimmelbilder bei denen wir nach Silhouette ein Utensil in der Szene antreffen, dieses an einer anderen Stelle einsetzen, um einen weiteren Gegenstand zu erhalten. Dies setzen wir so lange fort, bis ein Objekt in unser Inventar wandert. Und zu guter Letzt stoßen wir noch auf jene Vertreter, bei denen wir Dinge wieder in das Bild zurückstellen müssen. Die meisten dieser Wimmelbilder haben noch kleine Interaktionen parat, zudem spielen wir alle zweimal in gut gewählten Abständen. Wer komplett auf das Wimmeln verzichten möchte, hat die Gelegenheit sich in einem 3-Gewinnt-Spiel zu versuchen, das allerdings insofern abweicht, da man die Steine durch Rotation bewegen muss.

Genauso viel Sorgfalt wurde in die Rätsel gelegt. Wir beginnen mit relativ einfachen, bekannten Minispielen, die sich im Verlauf zu richtig harten Nüssen entwickeln und ein hohes Maß an Konzentration und Vorstellungsvermögen verlangen. In einigen Puzzles können wir wählen, ob wir es in einer leichten oder schwereren Abwandlung spielen möchten, gelegentlich ist auch eine Restart-Funktion eingearbeitet worden. Und auch hier hat sich ERS mehr als ins Zeug gelegt, um uns neue oder zumindest interessante Abweichungen vom gängigen Einheitsbrei zu bieten und das ist ihnen mehr als gut gelungen, Hut ab.

Die absolut unausgereifte Karte ist vermutlich dem Enthusiasmus bei den Wimmelbildern und den Rätseln geschuldet. Wie sonst ist es erklärbar, dass zu Beginn oft nur alle bereits abgelaufenen Räume zu sehen sind und unser aktueller Standort. Wo noch was zu tun ist fehlt mehr als einmal auf der Karte. Später wird dieser Punkt zwar etwas besser gelöst, dann finden wir oft aber die Situation vor, dass zu viele noch offene Aufgaben eingezeichnet sind, an Orten, die gar keine dieser Aufgaben für uns parat haben. Anfangs ist diese Tatsache nicht weiter schlimm, da die Wege kurz und übersichtlich sind. Erst im fortgeschrittenen Spielverlauf und gefühlter 100 offener Szenen wird es unübersichtlich, und nicht selten klicken wir uns wahllos durch die angezeigten Punkte auf der Karte. Der Tippgeber hilft da zuverlässiger, auch wenn er uns immer wieder zu Bereichen lotst, die im Moment nur teilweise zu bearbeiten sind, der schnellere Weg ist es auf jeden Fall.

Und so sind wir auf Umwegen nach ca. 3,5 – 4 Stunden am doch überraschenden Ende dieser wunderbaren Märchengeschichte angekommen und haben erfahren, dass nicht immer alles so ist, wie es zu Anfang scheint und dass Selbstlosigkeit und Mut sich doch noch lohnen. Im Bonuskapitel wird die Geschichte noch eine gute Stunde weitererzählt und das Happy End endgültig eingeläutet, teilweise aber an den gleichen Orten wie zuvor. Außerdem sind unterwegs 20 Vögel einzusammeln, die im Vogelhaus ausgestellt werden und wir haben die Möglichkeit im Bereich „Märchen“ 11 Auszeichnungen zu erhalten. Zudem können wir 18 Minispiele und 13 Wimmelbilder erneut spielen. Wallpapers, Videoszenen, Konzeptkunst, Bildschirmschoner und die Musik werden uns auch zur Verfügung gestellt.

„Queen’s Tales: Das Biest und die Nachtigall“ ist ein überraschend komplexes, durchdachtes und abwechslungsreiches Spiel aus der ERS-Schmiede, eines, dass eben nicht weit hinter seinen Möglichkeiten und unseren Erwartungen zurückgeblieben ist. Hiermit haben sie auf jeden Fall bewiesen, dass sie es eigentlich können und durchaus in der Lage sind, den Hunger auf mehr zu entfachen. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass ERS am Ball bleibt, denn von dieser Art Spiele können sie gerne jederzeit mehr auf den Markt bringen und vielleicht auch wieder den ein oder anderen verlorenen Fan zurückgewinnen.

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