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Queen's Quest: Turm der Dunkelheit

tassentassen
Herausgeber: Gamehouse
Entwickler: Brave Giant Studio

Download (Normal): Deutschland-Spielt
Download (Sammler):BigFish Games.de
Download (Sammler): Deutschland-Spielt

Autor: Elke M.
Datum: 22.09.2014


Wimmelbildspiel mit Märchenelementen, dass überhaupt nicht in Schwung kommt
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Vor langer Zeit in einem fernen Königreich sollte das einzige Kind des Königs verheiratet werden. Der Prinzessin gefiel aber keiner der vorstelligen adeligen jungen Männer. Bis ein mysteriöser Prinz namens Henrik in ihr Leben tritt. Sie verliebte sich und bereits kurz nach der feudalen Hochzeit gebar sie ihm ein Kind. Doch an dem Tag, an dem der Taufpate des kleinen Mädchens eintraf, um ihr den königlichen Segen zu geben, geschah etwas Schreckliches. Ein fremder Mann erschien, entführte das Baby und verwandelte unseren Gatten zu Stein. Ohne zu zögern stellt sich die zukünftige Monarchin, in Form von uns, dieser Herausforderung und setzt alle Hebel in Bewegung, um ihre Familie und das Königreich zu retten.

Schon der Anfang lässt den aufmerksamen Spieler stutzig werden. Verlieben wir uns im Intro noch in einen Prinzen namens Wilfried, ist es kurze Zeit später doch ein Mann namens Henrik. Auch das Kind, das wir von oben holen sollen, bringen wir lediglich aus dem Nebenraum in den Thronsaal. Die Synchronisation ist schauderhaft, die meisten Stimmen fehl am Platz. Die eigentlich sehr klare und farbenfrohe Grafik wird nicht unbedingt aufgewertet, als ein Drache in Erscheinung tritt, der überhaupt nicht zu der sonst märchenhaften Handlung passt. Es scheint so, als sei er einem japanischen Zeichentrickfilm entsprungen. Zwischensequenzen gibt es zur Genüge und leider ist es uns auch nicht möglich, Dialoge durch Weiterklicken abzukürzen.

Die beiden Schwierigkeitsstufen Standard und Experte unterscheiden sich durch die Aufladegeschwindigkeit des Tipps und der überspringenfunktion, durch die Häufigkeit der Hinweise, durch Klickstrafen, durch die Fülle des Glitzerns und dadurch, was auf der Karte angezeigt wird. Eine änderung ist im Nachhinein noch über den Punkt „Optionen“ möglich, in dem wir das Häkchen bei „Experten-Modus“ setzen oder eben entfernen.

Ein nützliches Utensil ist das Tagebuch. Sowohl die Auszeichnungen der Sammleredition als auch die Aufgabenliste befinden sich darin. Die Karte, die zwar ebenfalls ins Journal integriert wurde, ist nochmal separat als Schriftrolle im unteren Bildrand verankert. Sie transportiert uns an die gewünschten Orte, auch wenn sie irrtümlicherweise dort Aktionen anzeigt, wo momentan gar nichts zu tun ist. Die Fee Violet wird uns als Helferin zur Seite gestellt. Zu Beginn müssen wir sie noch selbst an die Stelle setzen, wo sie uns behilflich sein kann, später erledigt sie diese Arbeiten selbstständig.

So kämpfen wir uns tapfer durch die Lande, treffen auf die verschiedensten Personen, denen wir ein ums andere Mal einen Gefallen tun müssen, um weitere Informationen zu erhalten und unser Vorankommen zu erleichtern. Dabei gilt es auch, eine große Anzahl an Wimmelbildern zu erledigen. Fast ausschließlich handelt es sich um Listen mit Begriffen, in denen die farbig markierten Wörter entweder durch eine zusätzliche Interaktion zum Vorschein kommen oder wir ihre Verwandlung in die gewünschte Form abwarten müssen. Beinahe jedes besuchen wir ein zweites Mal, so dass wir in relativ kurzer Zeit nahezu 30 Wimmelbilder zu spielen haben.

Etwas geringer ist die Anzahl der Rätsel. Wir entwirren Seile, verschieben Kisten, messen Flüssigkeitsmengen ab, tauschen die Plätze von farbigen Steinen und lassen riesige Ringe rotieren, bis alle Juwelen an der richtigen Stelle sitzen. Ein Großteil ist recht einfach und überschaubar gestaltet, gelegentlich auch mit einer Neustart-Funktion ausgestattet. Doch bei einigen Puzzles wird sich sicherlich Frust breit machen, nämlich dann, wenn sich die Minispiele nicht in den Originalzustand versetzen lassen oder wir gezwungen sind, eine große Anzahl an Steinen oder sonstigen Teilen zu bewegen. Zumindest ist aber in der Auswahl jeder Spielertyp berücksichtig worden.

Und genauso eintönig und voraussehbar wie die gesamte Handlung ist dann auch das kurze Ende. Berechtigt stellen wir uns danach die Frage, was denn nun aus unserem versteinerten Prinzen Henrik wurde. Und prompt wird das im kürzesten aller Bonuskapitel, die ich je gespielt habe, aufgeklärt. Die Extras beinhalten neben 18 Auszeichnungen, bei denen nur 12 beschrieben sind, noch Wallpapers, Konzeptkunst, Musik und Filme. Dazu können wir 8 Rätsel und 8 Wimmelbilder erneut spielen und einige Expertenobjekte, wie Kronen, Schwerter usw. einsammeln, die aber keine weitere Bedeutung haben. Eine Lösungshilfe gibt es im Spiel nicht.

„Queen’s Quest: Turm der Dunkelheit“ ist wenig einfallsreich, langweilig und nachlässig ausgearbeitet. Die Geschichte ist nichtssagend und eine Mischung verschiedener Märchen mit niedrigstem Anspruch der Entwickler. Die Extras der Sammleredition und gerade das abgeschnittene Bonuskapitel eher beschämend. Brave Giant Studio hat im Vergleich zu ihren anderen Spielen gar nichts dazugelernt, setzt immer noch auf dieselben alten Kamellen und will Geld mit einer Sammleredition machen, die keine ist. Die Probestunde ist ratsam, von der Sammleredition würde ich die Finger lassen.


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