Puppetshow: Das Schicksal der Menschheit


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Uschi W.
Datum: 29.03.2016


Schauriges Puppenspektakel mit einer guten Auswahl an Minispielen
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Deine Dienste als Detective werden diesmal in Saltsbruck, einer Stadt, die durch große Salzvorkommen reich wurde, gebraucht. Der Bürgermeister, Sebastian Weiss, bittet dich um deine Hilfe, da seine kleine Tochter Agnes verschwunden ist, außerdem treibt ein dunkler Schatten mit glühenden Augen sein Unwesen. Der Gendarm von Saltsbruck weiß noch mehr zu berichten: Immer mehr Puppen bevölkern das Stadtbild, immer mehr Minenarbeiter verlieren ihren Job und immer mehr Bewohner werden von einem geheimnisvollen Wesen angegriffen. Wo immer du auch gehst und stehst, das Firmenlogo DH ist omnipräsent, wer mag wohl dahinterstehen?

Zu Beginn wählst du nicht nur deinen Namen, sondern auch dein Geschlecht und einen wichtigen Charakterzug, der auch dein Aussehen bestimmt. Außerdem darfst du dir einen von 4 Schwierigkeitsgraden aussuchen, der vierte ist, wie immer, benutzerdefiniert. Deine Karte hat 3 Seiten, ist aber sehr übersichtlich und meist hilfreich; nur hin und wieder werden aktive Wimmelbildszenen nicht angezeigt; der Tipp hilft aber auch in solchen Momenten.
Die Grafik von ERS Games ist wieder grandios, die Stimmung wird perfekt eingefangen, etwas düster sind die Schauplätze und sehr sehr detailliert. Passend dazu ein leicht schauriger, aber schöner Soundtrack, der dir manchmal zu Gänsehaut verhelfen wird. Auch alle Personen, denen wir begegnen sind sowohl gut animiert als auch vorbildlich synchronisiert.

Kaum in Saltsbruck angekommen, brichst du  in das Haus des Bürgermeisters ein. Ob das notwendig ist, bleibt dahingestellt, da du ja nicht nur eingeladen wurdest, sondern auch erwartet wirst. Zur großen Überraschung erschrickt die Bürgermeistergattin nicht einmal, sondern lässt sich sogar noch von uns trösten. Unverzichtbar scheinen  für Wimmelbilder die 5 Ameisen geworden zu sein, die  zum Hindernis werden. Diesmal wenigstens mit dem Kommentar: „Ameisen? Nicht für meine Hände, obwohl ich Handschuhe trage!“  Diese Selbstironie macht ein klein wenig erträglicher, dass wir trotz besagter Handschuhe auch nicht in Staub greifen oder eine Glühbirne anfassen; zumindest ekelt es uns nicht vor Spinnweben.  Gegen Ende des Spieles wirst du Bücher verbrennen müssen und das finde ich persönlich geschmacklos. Ansonsten aber sind sowohl Handlung als auch das Handeln selbst logisch und nachvollziehbar; das Spiel endet zufriedenstellend.

Bei den Wimmelbildern findest du hauptsächlich interaktive Wortlisten; aber auch interaktive Umrisssuchen, Gegenstände aus Sätzen finden und X von X Objekten suchen. Alle Wimmelbilder bis auf eines wirst du jeweils zweimal besuchen, natürlich immer mit anderen  Gegenständen. Leider bietet PuppetShow: Das Schicksal der Menschheit keine Alternative zu den Wimmelbildern an, auch sind die zu suchenden Gegenstände relativ einfach zu finden.
Bei weitem mehr Abwechslung bieten die Minispiele, obwohl bei vielen die Herausforderung auf der Strecke bleibt: so findest du viele leichte, einige mittelschwere und nur 1-2 harte Nüsse. So wirst du zum Beispiel durch Verschieben von Kacheln 3 Straßenbahnrouten erstellen; eine Verdächtige in der Menschenmasse suchen; Dynamitstangen verbinden; Teile einer Brücke zusammensetzen; Zahnräder verbinden…

In den Extras der Sammleredition gibt es neben der Musik, den Wallpapers, den erneut spielbaren Minispielen und Wimmelbildern auch 12 Statuetten zu suchen; das ist dermaßen leicht, dass man es nicht einmal vermeiden kann, sie zu finden. Das Bonuskapitel erzählt die Vorgeschichte zum Hauptspiel und wird aus der Sicht von Hannah, einer Puppenbauerinnen, erzählt.

FAZIT: PuppetShow: Das Schicksal der Menschheit ist ein angenehm zu spielendes Wimmelbildspiel, zum Großteil logisch hat es keine Längen und weiß zu unterhalten. Was den Wimmelbildern fehlt, bieten die Minispiele, nämlich ein kleines bisschen mehr an Herausforderung und viel Abwechslung. Die Handlung selber ist einfach, obwohl sie gleich zu Anfang mehr an Komplexität verspricht. Diesmal stimmt auch die Länge des Spiels. Was aber fehlt, das ist der zündende Funke, der aus den guten Bestandteilen ein sehr gutes Spiel macht. Und deshalb gibt es 3 ½ von 5 Tassen.