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PuppetShow: Rückkehr nach Joyville


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du PuppetShow: Rückkehr nach Joyville auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 20.04.2012
deutsch (Normal): 30.07.2012


Du bist wieder zurück in Joyville. Felicia bittet dich, in die Zeit zurück zu gehen um die Geschenisse zu ändern. Sie wurde bei einem Feuer im Puppentheater des Vaters schwer verletzt. Und damit begann ihre Entwicklung zum Bösen. Du musst das Feuer verhindern, Felicia und ihren Vater retten und herausfinden, wer für all das Übel verantwortlich ist.

Zunächst einmal musst du Felicia finden. Der Vater, der sich anfänglich noch an der Suche beteiligt, verschwindet dann und taucht auch nicht mehr auf. Schnell stellt sich heraus, das auch ein anderes Mädchen entführt wurde. Ist sie der Schlüssel zu allem? Notizen und Tagebucheinträge helfen dir, die zweite Geschichte innerhalb des Spieles zu verfolgen, allerdings wird die nur angerissen. Haupziel ist es, die Vergangenheit zu ändern und damit die Zukunft.

Das Spiel kommt mit drei Modi - sie unterscheiden sich in den Aufladezeiten von Tipp und Überspringfunktion. Der dritte Modus bietet zusätzlich keine Texthinweise, die ansonsten in Form von Selbstgesprächen von Zeit zu Zeit am oberen Bildschirmrand erscheinen. Wer schwierig spielen möchte, dem sei versichert, dass dies keine echte Zusatzschwierigkeit ist. Die Texte sind nur selten wichtig oder tatsächlich unverzichtbare Hilfe.

Inventarobjekte werden, wie bereits bei den Vorgängern (Puppetshow: Mystery of Joyville und Puppetshow: Souls of the Innocent), seitlich gesammelt, du musst den Kreis anklicken, der sich dann öffnet und Zugriff auf das Objekte gewährt. Der Tipp sagt dir ausserhalb der Wimmelbildszenen, wenn es nichts mehr zu tun gibt oder zeigt, wo etwas übersehen wurde. Gern auch Puzzle, die du noch nicht erledigen kannst, aber bereits vorher gesehen hast. Die Wimmelbilder sind normale Suchlistenszenen, zum Teil mit zusätzlich versteckten Objekten, die aber nur selten mehr als einen Klick als Aktion bedürfen.

Unschön empfand ich es, dass ganz zu Beginn eine Umriss-Puzzle-Szene gab. Davon hatte ERS in Spirits of Mystery: Song of the Phoenix viele eingebaut und sie waren spannend, interessant und gut gemacht. Bei PuppetShow: Rückkehr nach Joyville hat man sich dann auf eine am Anfang beschränkt. Ansonsten sind die Wimmelbilder zwar unordentlich, aber nicht chaotisch. Sie sind relativ schnell zu lösen, kommen alle zweimal, dann aber mit anderen Objekten. Und je weiter das Spiel vorangeht, desto schneller kommen die gleichen Szenen auch hintereinander.

Eine Karte gibt es, wie üblich, nicht. Und hier ist das, vorallem im Theater selber durchaus schon mal bedauerlich. Die Wege sind eh lang und du musst viel laufen, im Theater fällt dann ab und an auch die Orientierung etwas schwerer. An einer Stelle ist es auch noch schwierig, überhaupt den Punkt zu finden, an dem man abbiegen kann. Der Cursor zeigt das nicht deutlich an, man weiß nicht direkt, dass man auf der Bühne sowohl nach rechts als auch nach links hinter die Kulissen gehen kann. Die Rätsel sind halt im Bereich des Üblichen. Die meisten löst du recht gradlinig, findest das Rätsel, findest das Objekt, setzt es ein. Das Voice Over ist ok, die Musik allerdings ist aus anderen Spielen zusammengesammelt. Selbst das unsäglich Huhuhuuu, das man zeitweilig in jedem Spiel hatte, wurde an einer Stelle wieder ausgegraben. Nicht sehr nett für die Käufer der Sammleredition, die nämlich in diesem Fall Extra-Inhalt bezahlen, dass sie über andere Spiele schon mehrfach bezahlt haben.

Bei den Puzzlen aber zeigt ERS, ähnlich wie in Azada: In Libro, wie gut sie sein können. Die auf Geduld und Logik aufgebauten Puzzle sind kniffelig, es gibt ein verzwicktes Schiebepuzzle, das in dieser Art völlig neu ist und auch die anderen, bekannten Puzzles, sind sehr gut gemacht, haben Eigenheiten, die sie vom Allerlei abgrenzen und sind der Riesenpluspunkt des Spieles. Nicht immer, aber ab und an ist der Neustart gegeben. Die meisten Puzzles sind anspruchsvoll und vielleicht für Anfänger nicht wirklich geeignet. Wer aber gerne knobelt und ausprobiert, der wird auf jeden Fall seine Freude haben.

PuppetShow: Rückkehr nach Joyville dauert (und hier kommt es wirklich darauf an, wieviele Puzzle gelöst werden) ca. 4-5 Stunden und liegt damit über dem Durchschnitt. Das Sammlerextra allerdings kommt nur auf 20 - 30 Minuten. Beide Spielteile haben ein Ende, das deutlich macht: Die Puppetshow Serie ist noch nicht vorbei.

PuppetShow: Rückkehr nach Joyville gehört zu den besseren Spielen von ERS, ohne Zweifel. Die Grafiken sind gut, der Spielablauf ist relativ gradlinig, die Geschichte wenig spannend, aber zumindest etwas unterhaltsam durch den eingebauten Nebenstrang. Die Puzzles sind auf jeden Fall ein Highlight und lassen hoffen, dass wir davon mehr zu sehen bekommen. Das Spiel steht für sich, Anfänger müssen nicht die Vorgänger der Serie spielen, um ins Spiel zu finden. Für Freunde des Wimmelbild-Puzzle-Abenteur ist es definitiv empfehlenswert. Politur wäre nötig an manchen Stellen, aber das ändert nichts am Unterhaltungsfaktor von PuppetShow: Rückkehr nach Joyville.


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