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Puppetshow: Lost Town


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: ERS

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Wenn Du Puppetshow: Lost Town auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 19.03.2011


In der Nähe eines Dorfes wird ein unterirdisches Höhlensystem entdeckt. Die Bewohner strömen nur so dorthin um die Höhlen- und Höhlenmalerei zu bewundern, bis eines Tages die kleine Suzy entführt wird. Eine mechanisches Untier reisst sie an sich und verschwindet mit ihr. Zurück bleiben eingestürzte Höhlengänge, es scheint unmöglich, sich auf die Spur von Suzy zu machen und du als Detektiv wirst mit dieser schwierigen Aufgabe betreut.

Vieles garantiert ERS als Entwickler nicht, eines aber ganz sicher: Grafisch wundervolle Bilder und so ist es auch hier. Ist die Szenerie zu Beginn auch noch eher spartanisch gehalten; so bald du durch die Höhlen durch bist, wirkt die düster gehaltene Stadt detailliert und so manche Szene möchte man eigentlich nur angucken.

Du kannst dich während des gesamten Spieles frei bewegen und musst ab und an auch fast bis an den Anfang zurück. Eine Karte gibt es nicht, was schade ist. Denn gerade in der ersten Stunde des Spieles wirst du überall "Baustellen" entdecken, Puzzle, bei denen noch Teile fehlen und die wenigsten der Dinge, die in Wimmelbildszenen oder frei herumliegend in dein Inventar wandern, kannst du sofort nutzen. Da wird es schon etwas schwierig sich zu erinnern, wo genau jenes Puzzle Teil fehlte oder dieser Hebel passt.

Wimmelbildszenen wirst du so einige haben, selten welche zweimal an einer Stelle. Und wenn doch, sind die Objekte ausgetauscht. Nicht alles ist sofort sichtbar, Kisten müssen geöffnet, Laken beiseite geschoben werden, um alles sehen zu können. Der Hinweis, der sich relativ rasch wieder auflädt, gilt allerdings auch nur in den Wimmelbildszenen, nicht ausserhalb, da bist du auf dich allein gestellt. Puzzle können nach einer Wartezeit übersprungen werden. Die Puzzle sind nicht neu und nicht schwierig, aber man hat sich wirklich Mühe damit gegeben. Selbst ein "Turm von Hanoi" (du schiebst eine Anzahl von Objekten von einer Stange zu einer anderen und musst bestimmte Reihenfolgen (kleiner auf größer) einhalten) ist hier wundervoll und ein klein wenig anders umgesetzt. Die Puzzle passen zur Situation, sind grafisch schön gemacht und machen Spaß ohne zu frustrieren.

Die Musik ist nicht wirklich störend, allerdings kennt man sie schon. Sie ist in vielen ERS Spielen zu hören. Nun, Musik komponieren kostet Zeit und wer Spiele am Fließband entwickelt, kann auf solche Notwendigkeiten vermutlich keine Rücksichten nehmen. Die Geschichte fesselt nicht, wird auch nicht wirklich gespielt. Du findest ein paar Tagebucheinträge, die darauf eingehen, was einst in der verlassenen Stadt, in der du in der Hauptsache spielst, passiert ist, aber deine Geschichte besteht im Grunde nur aus einem Satz: Suche Suzy. Du findest schnell heraus, dass Felicia, die du bereits aus "Puppet Show: Mystery of Joyville" und Puppet Show: Souls of the Innocent" kennst, ihr Unwesen treibt, allerdings dürft es einem Kenner schon im Intro klar sein, wer hier seine Hände im Spiel hat. Wer die beiden ersten Spiele nicht kennt, wird aber auch keine Schwierigkeiten haben, die Zusammenhänge zu verstehen.

Die Spielzeit allerdings ist ein mächtiger Grund zu klagen. Denn die beträgt ca. 3-3,5 Stunden maximal; Allerdings nur wenn du die Tagebucheinträge liest, keine oder wenig Tipps benutzt und alle Minispiele spielst. Ansonsten wirst du eher schneller sein. Die Collector/Sammler-Edition bringt dann noch mal 30 Minuten dazu, also selbst mit Extra-Spielzeit wirst du gerade so eben mal auf ein Spiel mit akzeptabler Länge kommen.

Da ich die ersten beiden Teile nicht kenne, habe ich mir vorher unsere Nachlesen durchgelesen. Die Länge entspricht offensichtlich nicht mal ganz dem ersten Teil (Puppetshow: Mystery of Joyville). Die Qualität bleibt die gleiche und wir wissen, dass ERS durch seine Exklusivtätigkeit für BigFish Games ein hohes Produktionsbudget hat. Zumindest wird das so immer wieder gesagt. Offensichtlich ist es aber nicht hoch genug, um qualitativ gute Grafiken und gute Puzzle mit einer akzeptablen Spiellänge zu verbinden. Und das Spiel hat einen weiteren Minuspunkt, den ich schon bei einigen Spielen in den letzten Monaten bemängelt habe:

Es ist gut, aber leblos. Menschen gibt es fast keine (Mutter, Tochter, Felicia) und die Wenigen sind farblos. Auch die mechanischen Puppen sind weder beieindruckend noch bleiben sie in Erinnerung. Nichts in diesem Spiel lässt wirklich Emotionen erkennen oder lässt Emotionen zu. Du spielst, ohne wirklich in das Spiel involviert zu sein.

Ja, es ist gut. Nein, es ist nichts, was dich mitnimmt. Keine Welt in die du eintauchst. Die hervorragenden Grafiken sind wie viele Gemälde: Man schaut sie gerne an, bewundert Stil, Pinselstrich und Farbgebung. Aber es nimmt einen nicht mit auf die Reise. Die Bewunderung bleibt oberflächlich. So auch hier. Ein gutes und streckenweise unterhaltsames Spiel. Aber schon wenige Stunden danach fällt es schwer, sich wirklich zu erinnern. Es hinterlässt keinen Eindruck.

 


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